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Barsinghausen Die erste Ansiedlung im Logistik-Gewerbegebiet ist perfekt
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Die erste Ansiedlung im Logistik-Gewerbegebiet ist perfekt
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00:38 10.06.2018
Auftakt für die Erschließungsarbeiten im Gewerbegebiet Groß Munzel: Vertreter der Stadt Barsinghausen, der Hannover Region-Grundstücksgesellschaft und der am Bau beteiligten Firmen führen den symbolischen ersten Spatenstich aus. Quelle: Andreas Kannegießer
Groß Munzel

Die erste Ansiedlung im neuen Logistik-Gewerbegebiet Groß Munzel-Holtensen ist perfekt: Das hannoversche Sanitärgroßhandelsunternehmen Bumke hat die rund 4,2 Hektar große Teilfläche gekauft, die im Süden vom Areal der Firma AV Design und im Norden von der Deponiestraße begrenzt wird. Die Firma Bumke, die Teil der mittelständischen Zander-Gruppe aus Nordrhein-Westfalen ist, wird nördlich von Groß Munzel ein zentrales Logistikzentrum bauen, wie der Geschäftsführer der Hannover-Region Grundstücksgesellschaft (HRG), Mattias Böhle, am Donnerstag mitgeteilt hat. Die HRG ist Eigentümerin der Flächen und vermarktet diese in enger Abstimmung mit der Stadt Barsinghausen.

In dieser Woche haben die Erschließungsarbeiten für das Logistik-Gewerbegebiet begonnen. Im Auftrag der HRG legt das Tiefbauunternehmen Kögel Bau in den nächsten Monaten Straßen und Ver- und Entsorgungsleitungen in dem Areal beiderseits der Deponiestraße an. Das aufwendigste Einzelprojekt bei der Erschließung ist der Bau eines Regenrückhaltebeckens mit vorgeschaltetem Klärbecken im Nordwesten des Gewerbegebiets. Am Donnerstag haben Vertreter der Stadt Barsinghausen, der HRG und der an der Erschließung beteiligten Firmen den symbolischen ersten Spatenstich ausgeführt.

Insgesamt stehen in dem Logistik-Gewerbegebiet beiderseits der Deponiestraße rund 20 Hektar Gewerbeflächen zur Verfügung. Das Interesse an dem Gebiet sei groß, berichtete Böhle. „Wir können unter den Interessenten auswählen.“ Bei der Entscheidung, wer am Ende den Zuschlag bekommt, stimme sich die HRG mit der Stadtverwaltung ab, erläuterten Böhle und Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann. Wichtige Aspekte bei der Entscheidung sind laut Lahmann die Zahl der Arbeitsplätze am Standort, die zu erwartende Gewerbesteuereinnahme und die möglicherweise vorhandene Verkehrsbelastung.

Die Erschließung des Logistik-Gewerbegebiets hinkt etwas hinter dem ursprünglichen Zeitplan her. Verantwortlich dafür waren verschiedene notwendige Planänderungen, etwa bei der Entwässerung der Grundstücke. Auch die aufwendigen archäologischen Untersuchungen der Grundstücksflächen hätten viel Zeit gekostet, berichteten Böhle und Lahmann. Allein für die Archäologie habe die HRG rund 1,5 Millionen Euro ausgeben müssen, sagte Böhle. Der zusätzliche Aufwand muss auf die Grundstückspreise aufgeschlagen werden. Ursprünglich hatte die HRG mit Verkaufspreisen von 50 Euro je Quadratmeter Gewerbefläche kalkuliert. Inzwischen müssen Interessenten allerdings 78 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Böhle verwies auf die derzeit günstige Wirtschaftslage: „Der Markt ist glücklicherweise bereit, andere Preise zu akzeptieren als noch vor wenigen Jahren“, sagte der HRG-Chef. Die Vorbereitung habe sich teilweise schwierig gestaltet. „Jetzt sind wir froh, dass wir da stehen, wo wir sind“, betonte Böhle.

Der Bürgermeister lobte sowohl die HRG als „sehr guten Partner“ als auch den ersten Ansiedlungserfolg. „Mit Mittelständlern wie der Zander-Gruppe sind wir immer gut gefahren“, sagte Lahmann. Baudirektor Tobias Fischer verwies auf die umfangreichen Untersuchungen während der Planungsphase zu Themen wie Lärm, Verkehrsbelastung und Naturschutz. Das Gewerbeflächenprojekt sei auch immer wieder intensiv mit den Bürgern diskutiert worden. „Das hat Maßstäbe gesetzt.“ Besonders aufwendig sind laut Fischer auch die Ausgleichsmaßnahmen, die als Kompensation zur Gewerbeflächenerschließung umgesetzt werden müssen. Dazu werden rund sieben Hektar Grünland entlang der Möseke bei Groß Munzel in ein Biotop umgestaltet.

Die Erschließungsarbeiten sollen im November abgeschlossen sein. Im nächsten Jahr könnten die Hochbauarbeiten auf den neuen Gewerbegrundstücken starten, sagte Böhle. Er rechnet damit, dass die noch unverkauften Flächen nördlich der Deponiestraße an lediglich zwei ansiedlungswillige Firmen abgegeben werden.

Von Andreas Kannegießer

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