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Barsinghausen Flüssigzuckerwerk sieht sich fit für die Zukunft
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00:17 24.06.2018
Nordzucker-Produktionsleiter Michael Gauß (von links), Ex-Werksleiter Hans Wolf Jung, Ex-Vorstand Hermann Kleber, Betriebsleiter Thomas Fauter, Norddeutsche Flüssigzucker-Chef Jan Walter und der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Neddermeier schneiden die kunstvolle Torte zu Ehren des Werksjubiläums an. Quelle: Andreas Kannegießer
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Groß Munzel

Mit einem Festakt für Belegschaft und Gäste hat die Norddeutsche Flüssigzucker GmbH & Co. KG (NFZ) am Freitag das 25-jährige Bestehen ihres Flüssigzuckerwerks in Groß Munzel gefeiert. Auf den Tag genau ein Vierteljahrhundert zuvor war in Munzel der erste Tanklastzug mit Flüssigzucker vom Hof gerollt.

Das Munzeler Werk ist eines von zwei Flüssigzuckerwerken, das die NFZ betreibt. Hauptgesellschafter des Unternehmens ist die Nordzucker AG, einen 30-prozentigen Anteil hält zudem die Boettger-Handelsgruppe. In Groß Munzel wird hochreiner Flüssigzucker als Grundstoff vor allem für die Getränkeindustrie hergestellt. Auch in Gebäck und Süßspeisen zahlreicher Hersteller findet sich der in Munzel produzierte zähflüssige Sirup.

Nordzucker-Produktionschef Michael Gauß erinnerte daran, dass früher neben dem Flüssigzuckerwerk auch die 2006 geschlossene Munzeler Zuckerfabrik existiert hatte. Das Flüssigzuckerwerk sei nun „Überbleibsel eines großen, stolzen Werkes“, sagte Gauß. Nicht zuletzt wegen der warmen Witterung werde das Flüssigzuckerwerk derzeit unter Volllast betrieben. „Täglich fahren zurzeit 25 bis 30 Tanklaster von unserem Gelände“, sagte er. Die in einem Lastzug transportierten 20 Tonnen reichen demnach aus, um 130.000 Liter Limonade zu süßen. Gauß lobte das sehr gut ausgebildete und motivierte, 24-köpfige Mitarbeiterteam. „Groß Munzel ist ein kleiner, feiner und wichtiger Standort für uns“, sagte der Nordzucker-Vertreter.

NFZ-Geschäftsführer Jan Walter berichtete von erheblichen Investitionen in den Standort Groß Munzel. So solle demnächst der gesamte Produktionsleitstand erneuert und die Technik „fit für die Zukunft“ gemacht werden. Betriebsleiter Thomas Fauter beschrieb die Veränderungen, die das Munzeler Werk in den vergangenen 25 Jahren erlebt habe. Begonnen habe der Betrieb mit 15 Mitarbeitern im Dreischichtbetrieb, erinnerte sich der Betriebsleiter. 1999 wurde dann die Jahreskapazität des Werkes mit einem Investitionsaufwand von rund zwölf Millionen D-Mark auf gut 100.000 Tonnen Flüssigzucker verdoppelt. Seit 2001 wird das Werk im Vierschichtbetrieb gefahren. „Das heißt, wir produzieren an 360 Tagen im Jahr rund um die Uhr“, erläuterte Fauter.

Das Flüssigzuckerwerk arbeitet weitgehend autonom: Es verfügt über eine eigene Energieerzeugung und eine leistungsfähige Abwasserreinigungsanlage, die von der geschlossenen Zuckerfabrik übernommen worden war. Das Wasser als zweiten Hauptbestandteil des Endprodukts fördert die NFZ aus einem eigenen Tiefbrunnen. Nach Fauters Worten arbeitet das Flüssigzuckerwerk seit mehr als sieben Jahren unfallfrei. „Das ist eine große Leistung“, sagte der Betriebsleiter. Im Produktionsprozess wird der Weißzucker zunächst in demineralisiertem Wasser aufgelöst. Die süße Flüssigkeit wird dann in mehreren Schritten aufwendig entsalzt, filtriert und von sämtlichen Fremdstoffen befreit. Zum Schluss wird der Flüssigzucker pasteurisiert, um ihn keimfrei und damit auch haltbar zu machen.

Barsinghausens stellvertretender Bürgermeister Karl-Heinz Neddermeier bezeichnete das Flüssigzuckerwerk in seinem Grußwort als „Aushängeschild der Stadt Barsinghausen“. Es zeuge von ausgefeilter Technologie und einem sehr guten Know how, um sich auf einem umkämpften Markt zu behaupten, lobte Neddermeier.

Von Andreas Kannegießer

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