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Barsinghausen Politiker kämpfen für Erhalt von Bäumen an der Spielburg
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Politiker kämpfen für Erhalt von Bäumen an der Spielburg
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17:05 26.10.2018
Wenn auf der Westseite der Straße Spielburg ebenfalls ein Rad- und Gehweg gebaut würde, müssten die großen Linden möglicherweise weichen. Quelle: Elena Everding
Groß Munzel

 Bei der anstehenden Sanierung der Ortsdurchfahrt in Groß Munzel im Verlauf der Straßen Spielburg und Auf dem Damm soll auch die Situation für Radfahrer grundlegend verbessert werden. Die Stadt und die Landesstraßenbauverwaltung sind sich einig, dass in der Ortsdurchfahrt soweit möglich auf beiden Fahrbahnseiten kombinierte Geh- und Radwege gebaut werden sollen. Die Zusatzkosten gegenüber der ursprünglich geplanten reinen Fahrbahnsanierung liegen bei rund 1,7 Millionen Euro und sollen zwischen der Straßenbauverwaltung und der Stadt geteilt werden. Probleme gibt es allerdings vor dem Grundstück der ehemaligen Zuckerfabrik: Dort müssten beim Bau eines zusätzlichen Geh- und Radweges 20 etwa 30 Jahre alte Linden gefällt werden, weil der Platz sonst nicht ausreicht. Die Ratsfraktionen und die Stadtverwaltung lehnen es allerdings einhellig ab, dass die Bäume weichen müssen.

Die anstehende Sanierung der Ortsdurchfahrt ist ein Projekt, auf das sich die Stadt und das Land im Zuge der Erschließung des neuen Logistik-Gewerbegebietes nördlich von Groß Munzel geeinigt haben. Verwendet werden soll gemäß Vereinbarung beim Ausbau sogenannter Flüsterasphalt, um den Verkehrslärm in Groß Munzel für die Anlieger erträglicher zu gestalten. Die Mehrkosten soll die Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) tragen, die für die Vermarktung des Gewerbegebiets verantwortlich ist. Die Initiative, wegen des hohen Verkehrsaufkommens zusätzlich auch die Situation für Radfahrer zu verbessern, sei von der Straßenbauverwaltung ausgegangen, erläuterte die Stadtverwaltung in der jüngsten Finanzausschusssitzung.

Die Straßenbauverwaltung plädiert demnach – soweit möglich – für den Bau von jeweils richtungstreuen Geh- und Radwegen, das wären insgesamt rund 2,4 Kilometer in der Ortslage. Vor dem früheren Zuckerfabrikgelände müssten allerdings nicht nur die dort vorhandenen Parkbuchten beseitigt werden, sondern auch die 20 Linden, meint die Landesbehörde. Anderenfalls wäre die Fahrbahn nicht mehr breit genug für die Anforderungen einer Landesstraße.

In den jüngsten Sitzungen des Bauausschusses und des Finanzausschusses waren sich die Barsinghäuser Fraktionen einig: Die Bäume müssten erhalten bleiben, hieß es. Kerstin Beckmann (Aktiv für Barsinghausen) verwies auf den ortsbildprägenden Charakter der Linden, und auch Naturschutzbeauftragte Gabriele Kellein meldete Protest an. Bürgermeister Marc Lahmann sagte zu, dass im Planungsprozess unbedingt versucht werden solle, die Bäume zu erhalten. Eventuell seien bauliche Lösungen mit einer sogenannten wassergebundenen Decke für den Radweg vor dem ehemaligen Zuckerfabrikgelände denkbar, erläuterte Lahmann.

Bei einer Ortsbegehung hat am Donnerstagabend auch der CDU-Ortsverband Munzel und Umgebung Stellung bezogen. Vorsitzender Bernd-Konrad Bohrßen stellte klar: „Die Bäume sollen stehen bleiben.“ Er hält einen kombinierten Geh- und Radweg auf einer Seite der Straße für ausreichend. Bohrßen regte eine Querungshilfe für Radler in Höhe des Ortseingangs an, beispielsweise eine Mittelinsel. „Die würde auch den Verkehr bremsen“, sagte er. Der CDU-Ortsverband schlägt zudem vor, die Parkbuchten entlang des ehemaligen Zuckerfabrikgeländes zurückzubauen und dort mehr Grün anzupflanzen.

Der CDU-Ortsverband Munzel begutachtet die Situation an der Spielburg bei einer Ortsbegehung. Quelle: Elena Everding

Von Andreas Kannegießer und Elena Everding

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