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Barsinghausen Stadt fördert Kindertagespflege als Betreuungsalternative
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00:54 30.04.2018
Erster Stadtrat Thomas Wolf (rechts) trifft in der Großtagespflege "Königskinder" auf gut gelaunte Kinder und Betreuerinnen. Quelle: Marcel Sacha
Kirchdorf

 Kita- und Krippenplätze sind regelmäßig Diskussionsthema in der Barsinghäuser Politik. Dabei gibt es noch ein weiteres Standbein der frühkindlichen Betreuung: die Kindertagespflegen. „Das geht in den Debatten häufig unter“, sagt der Erste Stadtrat Thomas Wolf. Dabei ist die Zahl der Kinder, die in einer Barsinghäuser Tagespflege betreut werden, nicht unbedeutend. Insgesamt 156 Mädchen und Jungen nehmen die unterschiedlichen Angebote im Stadtgebiet derzeit wahr, 120 davon im Krippenalter.

Neben den zahlreichen Kindertagespflegen in Privatwohnungen oder -häusern gibt es auch das Angebot der Großtagespflege. Bis zu zehn Kinder werden dort von zwei Erziehern und Tagespflegepersonen sowie einer Vertretungskraft betreut – allerdings in angemieteten Räumen. Eine dieser Großtagespflegen befindet sich im Obergeschoss der Hoffnungsgemeinde in der Einsteinstraße. Seit fast zehn Jahren sind dort die „Königskinder“ beheimatet. Ihnen steht ein großzügig gestalteter und umfangreich ausgestatteter Spielbereich zur Verfügung, ebenso wie ein Schlafraum sowie Wickeltische. „Eigentlich unterscheidet sich unsere Arbeit nicht von der unserer Kollegen in der Krippe“, sagt die Einrichtungsleiterin Mondy Nagel. Allerdings sind die Gruppen in einer Großtagespflege um ein Drittel kleiner als in normalen Krippen. Darin sehen sowohl Nagel als auch die Stadt einen Vorteil. „Die Atmosphäre in einer Großtagespflege ist dadurch einfach ruhiger und familiärer“, sagt Nicole Tünnermann-Heine vom städtischen Fachdienst für Kinderbetreuung. Gerade die kleineren Kinder profitierten davon, sagt sie.

An Spielgeräten mangelt es den "Königskindern" nicht. Quelle: Marcel Sacha

Die Vielzahl der Tagespflegen führe darüber hinaus zu einer hohen Angebotsvielfalt für die Eltern und deren Kinder, betont Manuela Chiarelli, ebenfalls vom Team Kinderbetreuung. Viele Kindertagespflegen setzten daher auf einen bestimmten Schwerpunkt, um sich von den anderen Angeboten zu unterscheiden. Bei den Königskindern liegt dieser auf der Natur – der Nähe zum Deister sei Dank. Einmal pro Woche gehen die Betreuerinnen mit den Kindern in den Wald, um beispielsweise zu picknicken oder einfach die frische Luft zu genießen.

Aus Sicht des Ersten Stadtrats Thomas Wolf zeigen die „Königskinder“ deutlich, dass Kindertagespflegen weitaus mehr sind als eine Notlösung für Eltern, die keinen Krippenplatz für ihre Kinder erhalten haben. Vielmehr seien sie eine „adäquate, vernünftige und gleichrangige Alternative“, sagt Wolf.

An Spielgeräten mangelt es den "Königskindern" nicht. Quelle: Marcel Sacha

Wer sein Kind in einer Kindertagespflege anmelden möchte oder sich selbst für eine Tätigkeit als Tagespflegeperson interessiert, kann sich telefonisch unter 0 51 05 (7 74 23 16) oder per E-Mail an mariela.chiarelli@stadt-barsinghausen.de oder nicole.tuennermann-heine@stadt-barsinghausen.de an die Fachberatung des städtischen Fachdienstes wenden.

Weitere Großtagespflege in Nordgoltern geplant

Bereits jetzt machen in Barsinghausen die Kindertagespflegen fast 40 Prozent aller Betreuungsplätze im Krippenalter aus. Die Stadt will nach eigenen Angaben das Angebot der Kindertagespflegen in Zukunft auch weiter fördern. Mit den Königskindern in Kirchdorf und der Großtagespflege der Thomasgemeinde in Hohenbostel bestehen bereits zwei dieser Einrichtungen im Stadtgebiet. In Kürze soll eine weitere Einrichtung dieser Art in Nordgoltern entstehen. Die Stadt hat eine Wohnung inklusive Garten an der Bundesstraße 65 angemietet. Dadurch sollen acht weitere Betreuungsplätze geschaffen werden. Geplant ist,  die neue Großtagespflege ab dem 1. Juni in betrieb zu nehmen.

Von Marcel Sacha

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