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Barsinghausen Neues Trauzimmer auf dem Rittergut Eckerde II
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Neues Trauzimmer auf dem Rittergut Eckerde II
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00:55 27.04.2018
Eberhard von Ilten-Ausmeyer (von links), Kerstin Dreier, Marc Lahmann, Ruth Wente, Vera von Ilten und Holle Ausmeyer im neuen Trauzimmer auf dem Rittergut. Quelle: Malecha
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Eckerde

 Es wirkt fast wie die Location einer Märchenhochzeit: Ein gepflasterter Rundweg führt zu dem herrschaftllichen Haus, über eine große Freitreppe gelangt man schließlich zum Einfang. Wer die große Halle mit dem massiven Kronleuchter durchschreitet kommt schließlich in das hellblau gehaltene Spiegelzimmer. An den Decken schwungvolle und verspielte Stuckelemente, in der Mitte sind mehrere Engel zu sehen, die auf Wolken sitzen. An den Wänden hängen Spiegel in goldenen Rahmen. An den lichtdurchfluteten Raum schließt sich der Balkon mit Blick auf den hauseigenen Park an. 

Und ab sofort steht dieses Haus auch Brautpaaren zur Verfügung: Die Familie von Ilten-Altmeyer stellt ihr Rittergut Eckerde II für Trauungen zur Verfügung – und nennt das Anwesen ab sofort auch “Rittergut von Holle“.  Im historischen Ambiente des dortigen Spiegelsaal werden die Zeremonie über die Bühne gehen. Die Entscheidung, Trauungen anzubieten, erklärt Eigentümer Eberhard von Ilten Ausmeyer so: „Ein Jahr nach dem Tod meiner Mutter Heide Ausmeyer haben meine Frau Vera von Ilten und ich uns entschieden, das Gut für die Allgemeinheit zu öffnen.“ Die Atmosphäre der Räume passe ihrer Meinung nach einfach zu einer Hochzeit – und die Beiden wollen mit dem Angebot möglichst vielen Brautpaaren eine Freude machen. „Wir sind froh, dass wir für Trauungen jezt so ein tolles Ambiente bieten können“, stimmt ihnen auch Bürgermeister Marc Lahmann zu. 

Damit die Brautpaare auch gleich zum richtigen Rittergut fahren und nicht versehentlich auf dem Rittergut Eckerde I der Familie von Heimburg landen, und um an ihre Vorfahren, die Familie von Holle, zu erinnern, hat die Familie von Ilten-Ausmeyer dem Gut einen neuen Namen gegeben: Rittergut von Holle. Neben dem Spiegelzimmer können sich die Brautpaare auch im Park des Anwesens trauen lasen. „Zudem versorgen wir die Hochzeitsgesellschaft gerne mit Sekt, Champagner und anderen Getränken“, sagt von Ilten-Ausmeyer. Darüber hinaus seien er und seine Familie auch gerne bei der Suche einer passenden Location für die anschließende Hochzeitsfeier behilflich. Fotos nach der Trauung könnten natürlich auf dem Rittergut gemacht werden. Und von Ilten-Ausmeyer ist sich sicher, dass bei ihm im  Haus geschlossene Ehen eine gute Chance haben, ewig zu halten: „Meine Eltern haben genau an diesem Tag hier geheiratet – und ihre Ehe hielt bis zum Tod“, sagt er bei der Vorstellung des neuen Trauzimmers. 

Doch das ist nicht die einzige Neuerung auf dem Rittergut Eckerde II: Ilten-Ausmeyer kann sich auch vorstellen in Zukunft kleinere klassische Klavierkonzerte auf dem Anwesen zu organisieren.  

Hier gibt es Infos

Neben dem Rittergut von Holle stehen in Barsinghausen der Garten der Familie Flasbart in Landringhausen und das Trauzimmer im Rathaus I für Trauungen zur Verfügung. Brautpaare können sich unter Telefon (0 51 05) 774 23 25 oder (05105) 774 22 13 bei den beiden Standesbeamtinnen Kerstin Dreier und Ruth Wente informieren.  Trauungen auf dem Rittergut finden montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und sonnabends nach Absprache statt. Wer das Rittergut vorab besichtigen möchte, der kann sich an die Familie Ilten-Ausmeyer wenden  – per E-Mail an events@rittergut-von-holle.de sowie unter Telefon 0172 515 55 55 oder 0160 84 04 799. Das Rittergut Eckerde II liegt an der Gehrdener Straße 2 in Eckerde. 

Die Geschichte des Ritterguts

Das Gutshaus wurde 1827 erbaut – damals noch eingeschossig. Erst 1892 wurde das Gebäude um ein zweites Stockwerk erweitert. Doch die Familie von Holle, Vorfahren von der Familie Ilten-Ausmeyer, lebten bereits vorher in Eckerde: Schon seit 1487 befand sich das Gut in ihrem Besitz. „Ursprünglich stand neben dem heutigen Gebäude ein Haus“, sagt der heutige Eigentümer Eberhard von Ilten-Ausmeyer. Sie übernahmen es, nahmen es von der Familie von Loh, nachdem diese ausgestorben waren.

Die Familie von Holle gehörte zum niedersächsischen Uradel und ist erstmalig im Jahr 1128 urkundlich erwähnt. Wohl ursprünglich in Schleswig und Jütland beheimatet, wurden die von Holle von den dänischen Königen vertrieben. Sie wurden daraufhin Ministerialen der Grafen von Wohldenberg und erbauten in Holle bei Derneburg ein Schloss, nach dem sie sich fortan benannten. Nach einem Streit mit den Grafen von Wohldenberg verließ die Familie im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts ihre Güter in Holle und wurde zunächst im Stift Minden ansässig, bevor sie schließlich im Fürstentum Calenberg und in der Grafschaft Schaumburg ansiedelten.  Doch 1899 erlosch die Familie mit dem Tod von Karl August Wilhelm Eberhard von Holle. Das Gut –bis dahin schon über 400 Jahren im Familienbesitz –ging an seine Tochter Walburga von Holle über – die den Kaufmann Adolf Ausmeyer geheiratet hatte. Ihr Sohn, Wolfgang Ausmeyer,  war der Vater des heutigen Gutsbesitzers Eberhard von Ilten-Ausmeyer.

Von Lisa Malecha

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