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Barsinghausen Schulprojekt in Togo wird aufgestockt
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Schulprojekt in Togo wird aufgestockt
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Roland Sturm und seine Tochter Simone Bahrs mit dem Modell des Schulprojektes in Togo. Quelle: Uwe Kranz
Empelde

 Manchmal fällt die angestrebte Hilfe unerwartet groß aus. Im Falle von Roland Sturm und seinem Verein Pro Infans kommt sie allerdings wie gerufen. Der Empelder führt gemeinsam mit seiner Tochter Simone Bahrs, die im Langenhagener Stadtteil Godshorn zu Hause ist, den gemeinnützigen Klub, der ein Schulprojekt im togolesischen Tové finanziert. Mithilfe gleich zweier Spendenaktionen fällt ein gerade entstehende Neubau nun sogar zweigeschossig aus, wie Sturm am Freitag erklärte.

Pro Infans hatte sich zur Finanzierung einer Bibliothek mit angeschlossenem EDV-Schulungsraum an die „Bingo“-Stiftung und die Stiftung „Ein Herz für Kinder“ gewandt. Nach einer Zusage von „Bingo“ war die Errichtung des Baus gesichert. Dann kam zusätzlich grünes Licht von „Ein Herz für Kinder“. Nun können zusätzlich weitere Klassenräume in einem zusätzlichen Geschoss errichtet werden. Nach der Fertigstellung sollen in dem gesamten Komplex, der von der Norddeutschen Mission geführt wird, 1200 Schulkinder sowie 120 Mädchen und Jungen im angeschlossenen Kindergarten betreut werden. 

„Es macht Spaß, wenn man etwas gestalten kann, was vor Ort einen großen Nutzen hat“, begründet Sturm seinen Einsatz für die Kinder in dem westafrikanischen Land. Den Ursprung hatte dieses bedeutende Engagement in einem beruflichen Aufenthalt Sturms mit seiner Frau in den Sechszigerjahren in Gabun. Das Ehepaar war beeindruckt von den Lebensumständen in der Region. „Die Armut, die man dort erlebt, ist beschämend“, sagt er. Der heutige Pensionär ist überzeugt, dass mithilfe von Bildung unter anderem mehr Afrikaner dazu motiviert werden, in ihren Heimatländern etwas aufzubauen, anstatt nach Europa auszuwandern. 

Roland Sturm nimmt an einer Unterrichtsstunde in der togolesischen Schule teil. Quelle: privat

„Die Dankbarkeit, die uns vonseiten der Kinder entgegenschlägt, ist enorm“, erzählt Sturm. Und auch wenn einige Eltern ihre Kinder lieber auf den Feldern als in der Schule sehen würden, ist der Zuspruch in der Bevölkerung bemerkenswert. Der nächste Schritt der Hilfe zur Selbsthilfe besteht nach Meinung des Vereinsvorsitzenden darin, die Einheimischen zur richtigen Unterhaltung der Schulgebäude anzuhalten. Ein Sicherheitsdienst sei auf dem Gelände inzwischen eingerichtet.

Aufgrund von für afrikanische Verhältnisse erstaunlich detailierten Statistiken vor Ort weiß Sturm, dass sein Verein bislang nur einen kleinen Teil der Kinder in der Region mit Bildung versorgen kann. Dennoch wird es keine weiteren Bauten in der Mission Tové mehr geben. Der Grund: Das Platzangebot auf dem Gelände ist ausgereizt. Auch haben die geldgebenden Stiftungen signalisiert, dass vor Ort keine weiteren Projekte finanziert würden. 

Helfen ohne Nebenkosten

Roland Strum und Simone Bahrs haben mit ihrem Verein auch in der Region Hannover bereits viele Spenden eingesammelt. Der Vorteil bei ihrem ehrenamtlichen Einsatz liegt auf der Hand: „Es fallen keine Kosten für die Verwaltung an. Wir buttern sogar noch viel eigenes Geld hinein“, erklärt Sturm. Wer die Projekte von Pro Infans unterstützen will kann per Email unter rsturm.rbg@t-online.de oder meupi@yahoo.de Kontakt aufnehmen oder da Spendenkonto, IBAN: DE66251900010680385700 bei der Hannoverschen Volksbank nutzen. Es können auch Spendenquittungen erstellt werden. 

Für Frank Nordhausen, einen mit Sturm befreundeten Arzt, der zurzeit in Tové den Baubeginn der Bibliothek beaufsichtigt, bedeutet das eine zusätzliche Aufgabe. „Es muss einen neuen Standort finden“, sagt Sturm. Denn das es weitergehen soll mit der Schaffung von Bildungsangeboten in Togo, daran lässt der Vereinsvorsitzende keinen Zweifel. 

Die Schulkinder in Tové freuen sich über neue Unterrichtsmittel. Quelle: privat

Nur ein Problem können Sturm und seine Mitstreiter nicht bewältigen. „Die Frage ist: Was wird der Schule nachgeschaltet?“, erklärt Sturm. Für Ausbildungs- und Studienangebote fehle seinem Verein das nötige Knowhow und die Kapazitäten. „Aber wir könne nauch nicht alles machen“, sagt er.

Von Uwe Kranz

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