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Barsinghausen Lasertechnik aus Göxe ist gefragt
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Lasertechnik aus Göxe ist gefragt
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00:24 30.04.2018
Philipp Becker (von links), Kaufmännischer Leiter bei Vision Laser, informiert Bürgermeister Marc Lahmann sowie Stefan Müller, Leiter des Bürgermeisterstabes, über das Unternehmen. Quelle: Malecha
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Barsinghausen/Göxe/Hannover

 Die Vision Lasertechnik GmbH entwickelt, produziert und vertreibt seit über 30 Jahren Lasersysteme für Medizin und Industrie. Seit 2001 hat das Unternehmen seinen Hauptsitz in Göxe und vertreibt von dort aus Produkte „Made in Germany“ in über 20 Länder der Welt. Die Laser finden zum Beispiel Anwendung in industriellen Schweißanlagen, moderner Sensorik, als Beschriftungslaser und bei medizinischen Instrumenten. Rund 75 Prozent der Laser aus Göxe gehen in den Export. Besonders stark ist die Firma Vision auf den asiatischen Märkten vertreten. Nun hat sich Vision Lasertechnik auf der Hannover Messe präsentiert – und auch über die Vor- und Nachteile des Standorts gesprochen.  

70 Mitarbeiter in Barsinghausen

 60 Mitarbeiter sind derzeit im Hauptsitz in Göxe beschäftigt,  10 weitere  im Produktionswerk II an der Göbelstraße in Barsinghausen.  „Wir fühlen uns in Barsinghausen und in Göxe sehr wohl“‚ sagt Kaufmännischer Leiter und Prokurist Philipp Becker. Ausschlaggebend für den Umzug von Rodenberg nach Göxe vor nunmehr fast  17 Jahren war die Bunkeranlage gewesen, in die das Unternehmen eingezogen ist. Denn das Firmendomizil am Lügensteinweg in Göxe hat eine ungewöhnliche Vergangenheit:  Geschäftsführer Dirk Haußmann,  der das Unternehmen 1984 gegründet hat, hatte im Norden der Barsinghäuser Ortschaft ein 10.000 Quadratmeter großes parkähnliches Grundstück gekauft, auf dem in einem bunkerähnlichen Bau die Telekom eine Telefonvermittlungsstelle betrieben hatte. Diese war noch in den achtziger Jahren aus Gründen der Landesverteidigung als geheim eingestuft worden. Die einst in Göxe installierte Technik war jedoch längst überholt, so dass die Telekom sie abmontiert und die Betriebsanlage zum Kauf angeboten hatte.

Schnelleres Internet gewünscht

„Wir haben wohl einen der sichersten Arbeitsplätze in Deutschland“, sagt Becker mit einem Augenzwinkern. Doch das Arbeiten in einem ehemaligen Bunker habe auch seine Nachteile. Da die Anlage lange Zeit als geheim eingestuft war, fehlte sie auch auf sämtlichen Karten. Daher wurde sie auch beim Glasfaserausbau nicht beachtet. „Unsere langsame Internetanbindung ist natürlich ein Nachteil, zumal Göxe unser Serverstandort ist“, sagt Becker. Zudem beschäftige sich das Unternehmen ja auch mit der Industrie 4.0. Sie entwickelten System­lösungen, mit denen die Interaktion von Mensch und Maschine digitalisiert und verknüpft wird. So soll die industrielle Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt werden.  

Stichweg soll zum „Weg der Visionen“ werden

 Ein weiteres Thema, dass dem Unternehmen Bauchschmerzen bereitet, ist, dass die Postanschrift am Lügensteinweg vor allem bei Kunden im Ausland Probleme bereitet. „Unser Sitz liegt an einem namenslosen Stichweg, die Postanschrift ist Lügensteinweg“, sagt Becker. Und auf internationalen Tastaturen gebe es nunmal keine Umlaute, was zu Schwierigkeiten bei Zahlungsaufträgen führe. „Teilweise platzen sie sogar“, sagt er und äußert einen Wunsch: „Wir würden den Stichweg gerne ‚Weg der Visionen’ nennen. Das würde unserer Buchhaltung viel Arbeit und uns auch Kosten sparen.“ Diesen Wunsch will Bürgermeister Marc Lahmann, der sich mit einer Delegation von Mitarbeitern der Stadt den Messestand angeschaut hat, gerne nachkommen, indem er den Vorschlag an den Rat weiterleitet. 

Zudem habe man bei Vision Lasertechnik auch mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. Dennoch: Die Ausbildungsplätze für August 2018 sind alle belegt. Momentan bildet das Unternehmen im Standort Göxe sechs junge Menschen aus, ab Sommer kommen zwei dazu. „Zwei der aktuellen Auszubildenden sind Flüchtlinge –und das klappt wunderbar“, sagt Becker. Er könne nur jedem Unternehmen dazu raten, auch Flüchtlingen eine Chance zu geben, auch wenn das natürlich ein gewisses Maß an Mehrarbeit bedeute.  „Unsere Ausbildungsberufe sind Industrie- und Bürokaufmann, Zerspanungsmechaniker, Elektroniker, Mechatroniker und Programmierer“, zählt Becker auf. 

Von Lisa Malecha

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