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2018 steigt der Schuldenberg auf 61,4 Millionen

Burgdorf 2018 steigt der Schuldenberg auf 61,4 Millionen

Millionenschwere Investitionen stehen der Stadt ins Haus. Vor allem neue Kitas und neue Schulen sollen gebaut werden. 2018 rechnet der Kämmerer mit einer Nettoneuverschuldung von 8,5 Millionen Euro.

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Die Stadt plant für die nächsten Jahre Investitionen in Millionenhöhe. Am Montag beginnen die politischen Beratungen über den Haushalt. 

Quelle: Symbolbild

Burgdorf/Schillerslage/Ehlershausen.  Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Das laufende Haushaltsjahr kann höchstwahrscheinlich im Ergebnisetat, der die laufenden Betriebskosten der Stadt aufführt, ohne Minus abgeschlossen werden. „Gestartet sind wir 2017 im Haushaltsplan mit einem Minus von fünf Millionen Euro“, sagte Alfred Baxmann. Doch künftig sieht der Rathauschef kaum noch Spielraum für weitere Einsparungen: „Wir sind auskonsolidiert.“ 

Die Entwicklung der Stadtfinanzen ist alarmierend – auch wenn Burgdorf sich damit in der Region in guter Gesellschaft befindet. Bis Ende 2018 wird Burgdorfs Schuldenberg auf rund 61,4 Millionen Euro steigen. Diese Zahl nannte der Erste Stadtrat und Kämmerer Lutz Philipps am Donnerstagabend im Schillerslager Ortsrat. Das ist die Kreditsumme, die die Stadt in der Vergangenheit und 2018 für Investitionen aufgenommen hat und aufnehmen will. Mit den Millionen hat Burgdorf zwar Werte geschaffen, muss dafür aber Zinsen zahlen und Raten tilgen – rund 2,4 Millionen Euro im nächsten Jahr. 

In diesen Zahlen sind die Kosten für den Bau eines IGS-Gebäude und den Neubau der Gudrun-Pausewang-Grundschule noch nicht enthalten. Für die IGS muss die Stadt mit Baukosten von mehr als 50 Millionen Euro und für die GPGS mit rund 16 Millionen Euro rechnen. Würde jeder der 30.000 Burgdorfer für diese beiden Projekte direkt zur Kasse gebeten, müsste er 2200 Euro auf den Tisch blättern.

Als erstes Ratsgremium berät  der Ausschuss für Haushalt, Finanzen und Verwaltungsangelegenheiten am Montag, 13. November, ab 17 Uhr im Rathaus II über den Haushaltsentwurf 2018 und das Investionsprogramm 2019 bis 2021. Teil des Stadtetats sind auch die Ausgaben für die Ortsteile.  Für Ramlingen-Ehlershausen stehen unter anderem 300.000 Euro für den Erweiterungsbau der Kita im Etat-Plan, für 10.000 Euro will die Stadt den Zaun an der Waldschule erneuern lassen, und 150.000 Euro sind eingeplant für den Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs. Hinzu kommen Personalkosten, die größte Summe fällt für die Kita in Höhe von 870.700 Euro an. 

Außerdem hat der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung die Sanierung des Ehrenmals auf dem Friedhof gefordert. Diese kostet nach Aussage von Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig etwa 50.000 Euro, weil die Denkmalpflege den Wunsch des Ortsrates nach einer preiswerten Lösung abgelehnt hat. „Jetzt ist das Denkmal mit einer Folie überzogen, das stößt bei vielen Einwohnern auf Kritik“, sagt Meinig.

Der Schillerslager Ortsrat hat dem Etatentwurf bezogen auf die Ausgaben für die Ortschaft zugestimmt und keine weitere Wünsche angemeldet. 2018 sind für Schillerslage Ausgaben von rund 740.000 Euro vorgesehen. Größter Posten sind die Aufwendungen für die Kita mit rund 337.400 Euro. Für Instandhaltung und Betrieb der Mehrzweckhalle sind 60.500 Euro eingeplant. Auf eine Grundsanierung der Halle wird vorerst verzichtet. Für den Neubau des Feuerwehrhauses und einen neuen Mannschaftswagen sind im Investitionsprogramm ab 2019 rund 830.000 Euro ausgewiesen.

Von Anette Wulf-Dettmer

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