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Burgdorf Wohnungsbrand fordert zwei Verletzte
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00:17 06.01.2018
Mehr als 30 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Burgdorf haben am Mittwoch einen Wohnungsbrand bekämpft. Quelle: Feuerwehr/July
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Burgdorf

 Zwei Verletzte hat am späten Mittwochabend ein Wohnungsbrand an der Retschystraße gefordert: Dort hatte eine 62-jährige Bewohnerin nach Polizeiangaben offenbar die Kerzen an einem Weihnachtsbaum angezündet. Aus noch ungeklärter Ursache geriet der inzwischen sehr trockene Baum in Brand, während sich die Burgdorferin noch im Zimmer aufhielt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Flammen griffen auf einen Teil der Wohnzimmereinrichtung über, sie wollte das Feuer nach Aussage von Ortsbrandmeister Florian Bethmann noch selbst löschen – dabei erlitt sie Verbrennungen zweiten Grades im Gesicht und wohl auch an den Händen sowie eine Rauchgasvergiftung. 

31 Feuerwehrleute rücken zum Brand aus

Der Rauch löste den Warnmelder aus, dessen schriller Alarmton auch die Nachbarn aufschreckte. Sie alarmierten die gegen 21.20 Uhr die Feuerwehr, zudem eilte ein Bewohner der 62-Jährigen zur Hilfe. Er atmete ebenfalls Rauchgas ein. Beide Verletzten mussten nach einer Erstversorgung durch die Feuerwehr vom Rettungdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort werden sie stationär behandelt.

Nach Aussage von Feuerwehrsprecher Christian July rückten 31 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen, darunter der Drehleiter, aus. Brandbekämpfer zerstörten von der Drehleiter aus die Scheibe des Schlafzimmerfensters und gelangten so an den Brandherd. „Die Wohnungstür konnte damit geschlossen bleiben, um weitere Wohnungen und das Treppenhaus zu schützen“, sagte Bethmann. Anschließend belüfteten die Feuerwehrleute die Wohnung, ehe THW-Freiwillige sie gegen Einbrecher sicherten. Gegen 22.30 Uhr endete der Einsatz für die Feuerwehrleute.

Brandermittler des Zentralen Kriminaldienstes untersuchten die Wohnung am Donnerstag, sie gehen von einem fahrlässigen Verschulden der Bewohnerin aus. Nach einer ersten Einschätzung ist das Wohnzimmer derzeit nicht nutzbar, der Schaden liegt bei 25.000 Euro, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Rauchwarnmelder retten Leben

Erst bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2017 in der vergangenen Woche hatte Ortsbrandmeister Florian Bethmann die Wichtigkeit von Rauchwarnmeldern hervorgehoben. „Früher bemerkten Nachbarn erst einen Brand, wenn die Scheiben geborsten waren, heute schrecken Rauchwarnmelder sie auf“, sagte er. Deshalb gebe es zwar nicht weniger Brände, wohl aber weniger große Brände – weil die Feuerwehren frühzeitiger alarmiert würden. Die Richtigkeit dieser Einschätzung zeigte sich einmal mehr am Mittwochabend, als die Freiwilligen den zweiten Brandeinsatz des Jahres 2018 absolvieren mussten. 

Von Antje Bismark

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