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Burgdorf Heime und Hospizdienst kooperieren in Zukunft
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00:41 26.04.2018
Detlef Eikmeier (von links), Manuela Fenske-Mouanga, Christina Wehrs, Heike Pfennig, Mirko Boger, Brigitte Redderse, Stephanie Rieckenberg und Sabrina Wrembel kümmern sich gemeinsam um sterbenskranke Menschen. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

 Seit Jahren kümmern sich ehrenamtliche Begleiter des Ambulanten Hospizdienstes um sterbenskranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase – zumeist in den eigenen vier Wänden. Insgesamt 33 Frauen und Männer übernehmen die Betreuung in den vier Kommunen Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze, und sie unterstützen künftig auch die Bewohner, Angehörigen und Beschäftigten in vier Pflegeheimen.

Mit der Einrichtung An der Mühle in Hänigsen, dem Lindenhof in Hämelerwald, der AWO-Residenz in Sehnde und dem Wassergarten in Burgdorf hat der Hospizdienst nach Aussage von Koordinatorin Manuela Fenske-Mouanga eine Kooperation darüber geschlossen. „Normalerweise stehen wir gesetzlichen Vorgaben nicht ohne Vorbehalte gegenüber“, sagt Detlef Eikmeier, Einrichtungsleiter des Lindenhofs. Aber: „In diesem Fall sehen wir das Gesetz durchaus als Unterstützung an.“

Diese Einschätzung teilen seine Mitstreiter, die auf unterschiedliche Weise die Palliativebegleitung in ihren Häusern organisieren. Während sich das AWO-Team in Sehnde bereits in einer speziellen Runde mit dem diesem Thema beschäftigt, gesteht Eikmeier, dass seine Einrichtung die Sterbebegleitung zwar auf der Agenda hatte. „Doch die Entscheidung, wann wir den Hospizdienst einschalten, war oft von den Angehörigen abhängig.“ Das neue Gesetz, das sich nun in der Kooperation zeige, gebe den Heimen eine größere Sicherheit. 

„Unsere Mitarbeiter sind Profis bei sterbenden Menschen in der stationären Pflege, doch sie reflektieren nicht so intensiv wie die Sterbebegleiter“, sagt Eikmeier. Und Bettina Gottscholl von der AWO ergänzt, dass die Pflegekräfte in der letzten Lebensphase der Bewohnerzum Teil an ihre Grenzen stießen. „Über die Kooperation haben wir feste Ansprechpartner erhalten, mit denen wir uns in der Begleitung abstimmen können“, sagt sie. Denn bisher, und diese Einschätzung bestätigt auch Fenske-Mouanga, sei der Einsatz der Ehrenamtlichen eher beliebig und von den Familien abhängig gewesen. Ihren Angaben zufolge leisten die Freiwilligen vom Hospizdienst bis zu 40 Begleitungen im Jahr, davon entfielen etwa 18 auf Pflegeheime. 

„Wir gehören zu den Einrichtungen, die schon öfter Hilfe für die Bewohner geholt haben“, sagt Stephanie Rieckenberg von der AR-Seniorendiensten, die unter anderem den Wassergarten in Burgdorf betreiben. Gleichwohl seien die ersten Erfahrungen, die das Haus seit dem Abschluss der Kooperation gesammelt hätten, rundum positiv: Die Mitarbeiter tauschten sich intensiver als bisher mit den Ehrenamtlichen aus,  sie würden entlastet in ihrer täglichen Arbeit: „Sterbende benötigen mehr Zuwendung, als der Pflegeschlüssel zulässt. Das muss man ganz klar sagen.“ Und nicht zuletzt erhielten die Beschäftigen neben Schulungen auch ein besseres Gespür dafür, wann sie den Hospizdienst benachrichtigten, sagtMirko Boger, Leiter des Heims An der Mühle.

Als Koordinatorinnen fungieren Christina Wehrs, Heike Pfennig und Brigitte Redderse für die Heime, sie haben bereits mehrere Begleitungen absolviert und sehen sich als „Gesicht des Hospizdienstes“ für die Mitarbeiter und die Angehörigen. „Wir geben uns gemeinsam Strukturen – im Sinne der Sterbenskranken“, sagt Eikmeier. 

Angesichts der neuen Aufgaben sucht der Hospizdienst weitere Freiwillige für die Sterbebegleitung. Weitere Informationen gibt Fenske-Mouanga per E-Mail hospizdienst.burgdorf@evlka.de unter Telefon (05136) 897311.

Von Antje Bismark

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