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Burgdorf Anlieger hadern mit Neubaugebiet
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Anlieger hadern mit Neubaugebiet
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00:31 19.05.2018
Nachgebessert: Für das geplante Neubaugebiet in Ehlershausen sieht die Bauverwaltung jetzt doch einen Spielplatz vor. Quelle: Dege
Ehlershausen

Der Ortsrat für Ramlingen und Ehlershausen hat am Dienstagabend das Aufstellen eines Bebauungsplan für das geplante Neubaugebiet am Ehlershäuser Weg einstimmig befürwortet. Vorher gab es Ärger: Anlieger kritisierten heftig die geplante Erschießung des Wohngebiets mit seinen 90 Wohneinheiten.

Das 4,5 Hektar große Baugebiet setzt sich aus drei Bausteinen zusammen. Entlang des Ehlershäuser Wegs im Norden sollen Einfamilienhäuser entstehen, zu denen Stichstraßen mit Wendehammer führen. Im Herzen führt eine Ringstraße um eine Fläche für zweigeschossige Häuser. Westlich davon soll ein Spielplatz liegen, den die Bauverwaltung nach Kritik am Fehlen eines solchen inzwischen eingearbeitet hat. Entlang der Kreisstraße im Süden, die Ramlingen und Ehlershausen verbindet, sind Bungalows vorgesehen. Ein Lärmschutzwall schirmt das Baugebiet ab gegen den Lärm von der Kreisstraße.

So gut besucht wie am Dienstagabend ist die Ortsratssitzung selten. Dafür sorgte die geplante Erschließung des Wohngebiets. Die Stadt will sie über den Ehlershäuser Weg bewerkstelligen. Was die Altanlieger auf die Palme bringt. „Es kann nicht sein, dass ein Baugebiet rechtlich sicher durchgedrückt wird und alle Anwohner unzufrieden sind“, machte ein Bürger seinem Frust Luft.

Die Anlieger des Ehlershäuser Weges befürchten mehr Verkehr auf ihrer Straße und fordern die Erschließung des Wohngebiets von Süden mit Zufahrt von der Kreisstraße. Diese läge außerhalb der Ortschaft und sei rechtlich nicht zulässig, argumentierte nicht nur Tiefbauamtschef Rainer Herbst. Conrad Vinken, bei der Regionsverwaltung zuständig für die Kreisstraße, bestätigte das und assistierte: „Warum soll ich etwas Neues schaffen, wenn das vorhandene Netz gar nicht ausgelastet ist?“

Damit meinte Vinken den Ehlershäuser Weg. Der könne mehr Verkehr aufnehmen, als dort bislang fließt und fließen wird, wenn das Baugebiet fertig ist. Herbst und Vinken kündigten an, dass die Stadt für 5000 Euro ein Ingenieurbüro mit einem Gutachten beauftragen werde, um die Verkehrsbelastung berechnen zu lassen. Das könne helfen, die Diskussion zu versachlichen, so das Kalkül.

Die Anlieger focht das nicht an. Sie verlangten die Versetzung des Ortsschildes, wie es in Otze gemacht worden sei. Auch das ist nach Behördenangaben rechtlich nicht möglich, weil die im Süden des Baugebiets geplanten Bungalows nicht direkt an der Kreisstraße liegen; dazwischen liegt der Lärmschutzwall. Die CDU im Ortsrat forderte im Übrigen ein Verkehrskonzept ein, das die Gesamtsituation in Ehlershausen berücksichtigt, konnte sich aber nicht durchsetzen.

Von Joachim Dege

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