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Burgdorf Bagger reißen Sennheiser-Hochhaus ein
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Bagger reißen Sennheiser-Hochhaus ein
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00:18 14.10.2018
Seit dem frühen Donnerstag reißen Arbeiter das ehemalige Sennheiser-Gebäude ab. Quelle: Antje Bismark
Hülptingsen

Seit dem frühen Donnerstagmorgen tragen Arbeiter mit zwei Baggern eine Ebene des mehrstöckigen Sennheiser-Gebäudes nach der anderen ab: Bis Mittwoch nächster Woche, schätzt Manuel Hermida-Lorenzo, Prokurist der beauftragten Firma Bähre, wird das markante Haus an der B 188 im Gewerbegebiet Hülptingsen aus dem Stadtbild verschwunden sein. Nach den Abrissarbeiten beginnt die Firma Hörmann aus dem ostwestfälischen Steinhagen, ein weltweit agierender Hersteller für Türen und Tore, mit dem Neubau ihrer niedersächsischen Vertriebsniederlassung.

Vor knapp drei Wochen begann der Abbruch der Gebäude auf dem etwa drei Hektar großen Grundstück, und so steht auf dem rückwärtigen Teil längst keine Mauer mehr. „Wir brauchten Platz für den jetzigen Abriss“, sagt der Prokurist. Deshalb rückten die beiden Abrissbagger für das Hochhaus erst jetzt an. Mit dem großen Fahrzeug beseitigt das Unternehmen zunächst die Außenwände an der Wollenweberstraße, gut sichtbar für alle Autofahrer, die aus Richtung Westen auf der B 188 unterwegs sind. Anschließend reißt der Bagger Glas, Steine und Stahl aus dem Gebäudetorso: „Der frisst sich richtig rein“, sagt Hermida-Lorenzo. Liegt genügend Material auf dem Boden, rollt der kleinere Bagger heran.

Er verdichtet die Baustoffe und drückt sie durch die Bodenplatte in den Keller. „Erst wenn das passiert ist, kann der große Bagger weiterarbeiten“, erklärt Hermida-Lorenzo, andernfalls würde das schwerere Fahrzeug einsacken. Sobald der Raum an der Wollenweberstraße groß genug ist, ändern die Bagger die Richtung: Sie arbeiten sich dann quer durch das Gebäude. „Das geht dann alles viel schneller“, prognostiziert der Prokurist. Ganz am Ende verschwinde das Treppenhaus. Damit allerdings enden die Arbeiten noch nicht, betont er: „Wir sortieren zum Schluss alle Materialien und bereiten sie mundgerecht auf.“ Das bedeute unter anderem, dass alle Steine geschreddert werden. Asbest, das hatte eine vom neuen Eigentümer Hörmann beauftragte Untersuchung ergeben, findet sich nur in geringen Mengen in dem Gebäude aus den 1970-er Jahren.

Hörmann zieht mit 70 Mitarbeitern von Isernhagen um

In den nächsten Jahren entsteht auf dem Gelände die neue Hörmann-Niederlassung, einen genauen Zeitplan kann deren Leiter Stefan Dörpfeld noch nicht nennen: Angesichts der Baukonjunktur seien Prognosen schwierig, wünschenswert wäre der Umzug mit den 70 Mitarbeitern vom bisherigen Standort Isernhagen nach Hülptingsen bis 2020. Geplant ist ein mehrstöckiges Gebäude – es wird laut Dörpfeld etwas niedriger als der alte Sennheiser-Bau sein – mit 1200 Quadratmetern Bürofläche sowie Lagergebäude in einer Größenordnung von 5000 Quadratmetern.

Von Antje Bismark und Anette Wulf-Dettmer

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