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Burgdorf Das THW gibt sich eine neue Struktur
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Das THW gibt sich eine neue Struktur
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00:19 28.06.2018
Die gemeinsame Großübung von THW, Feuerwehr, Polizei und DRK, die erstmals 2017 stattfand, soll im nächsten Jahr wiederholt werden. Hier lässt das THW ein Boot der Feuerwehr zu Wasser, die den Cewe-Teich nach einer vermissten Person absuchen will. Quelle: HAZ-Archiv
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Burgdorf

Das Technische Hilfswerk (THW) bekommt eine neue Aufgabe. Die Bundeseinrichtung wird künftig verstärkt für die Notversorgung mit Strom, Wasser, Lebensmittel, Telekommunikation zuständig sein. Beim Burgdorfer THW soll die Umstrukturierung im nächsten Jahr beginnen.

Lukas Czeszak erläutert die Neuausrichtung des THW. Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Das THW ordne seine Schwerpunkte neu, sagte Ortsbeauftragter Lukas Czeszak beim Sommerempfang des Burgdorfer THW. Diese Neuausrichtung solle den geänderten Rahmenbedingungen Rechnung tragen. Als das THW vor mehr 60 Jahren gegründet wurde, sollte es in erster Linie für den Anfall großer Trümmermengen gerüstet zu sein. „Mit Trümmerfeldern in dieser Dimension müssen wir nach dem Ende des kalten Kriegs nicht mehr rechnen“, sagte Czeszak. Dafür rückten andere Risiken in den Vordergrund, wie Hackerangriffe auf sensible, digital gesteuerte Infrastruktureinrichtungen und die Auswirkungen schwerer Unwetter im Zuge des Klimawandels.

Es wird laut Czeszak weiterhin einen Bergungstrupp, aber eben nur noch einen geben. Der zweiter Trupp unter der Überschrift „Notinstandsetzung und Notversorgung“ wird sich darum kümmern, dass im Ernstfall bei Störungen der sensiblen Infrastruktur – dazu gehören Strom- und Wassernetze, Telekommunikation sowie die Bereitstellung von Lebensmitteln, ärztlicher Hilfe und Treibstoff – die Menschen schnellstmöglich wieder versorgt werden. Um für die neuen Aufgaben gerüstet zu sein, wird das THW in Burgdorf laut Czeszak mit zusätzlichen Geräten wie beispielsweise Stromerzeugern, einem Boot und einer mobilen Tankstelle ausgestattet.

„Diese Änderungen dienen nicht dem Selbstzweck des THW, sondern der Daseinsvorsorge der Bevölkerung“, betonte Czeszak. Finanziert wird die bundesweite Neuausrichtung des THW vom Bund. 247 Millionen Euro stehen für die ehren- und hauptamtliche Arbeit sowie die Ausstattung des THW im Bundesetat 2018 zur Verfügung. „Das sind fünf Millionen Euro mehr als 2017“, sagte Hendrik Hoppenstedt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatsminister im Bundeskanzleramt war ebenso wie die SPD-Landtagsabgeordnete Thordies Hanisch, der stellvertretende Bürgermeister Matthias Paul und Burgdorfs Polizeichef Jürgen Graver zum Sommerempfang gekommen. THW-Bundessprecher Wolfgang Lindmüller nutzte die Anwesenheit Hoppenstedts für eine Bitte: „Im Koalitionsvereinbarung steht so viel über Ehrenamt, Katastrophen- und Zivilschutz, lassen Sie uns dies über die Legislaturperiode retten und umsetzen.“

Großes Lob für die Zusammenarbeit mit dem THW gab es von Burgdorfs Ortsbrandmeister Florian Bethmann: „Als Nachbar bin ist sehr glücklich, dass wir das Sicherheitskompetenzzentrum hier im Norden der Stadt haben.“ Neben dem THW befindet sich die Feuerwache, die Feuertechnische Zentrale und die Polizeiinspektion. Bethmann appellierte, in die Zusammenarbeit zwischen THW und Feuerwehr auch andere Organisationen einzubinden. Er erinnerte dabei an die gemeinsame Übung im Jahr 2017, als Feuerwehr, THW, Polizei und DRK nach einer vermissten Person suchten.

Polizeichef Graver versprach eine Neuauflage dieser Übung in 2019. Eigentlich sei sie in diesem Jahr geplant gewesen. Doch die vielen Demos in Hannover hätten die Beamten zeitlich sehr beansprucht. Die Übung dient vor allem dazu, die Kommunikation der Helfertrupps zu verbessern. Denn die Organisationen setzen laut Graver unterschiedliche Technik ein. „Aber das können wir auf lokaler Ebene regeln.“

Von Anette Wulf-Dettmer

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