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Burgdorf Grüne stellen kritische Fragen zu Aue Süd
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Grüne stellen kritische Fragen zu Aue Süd
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16:45 24.10.2018
Innenstadthändler sehen das künftige Einkaufszentrum Aue Süd am Ostlandring kritisch. Quelle: Acribo
Burgdorf

Die Geschäftsführung der Acribo GmbH aus Hannover, die für 30 Millionen Euro am Ostlandring ein neues Handels-, Dienstleistungs- und Wohnquartier aus dem Boden stampfen will, muss sich in Geduld üben. Acribo-Chef Thorsten Kröger hatte gehofft, dass der Bauausschuss des Rates in seiner Sitzung Ende dieses Monats den Aufstellungsbeschluss für den benötigten Bebauungsplan fasst. Es kommt anders: Das Thema steht nicht auf der Tagesordnung der nächsten Ausschusssitzung am 30. Oktober.

Das bedeute keineswegs, dass die Stadt das von Acribo Aue Süd getaufte Projekt auf die lange Bank schieben wolle, beteuert Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) auf Nachfrage. „Wir werden das Verfahren so schnell wie möglich weiterführen“, verspricht der Verwaltungschef, der sich persönlich für das Vorhaben des Investors stark macht: „Wenn jemand für mehr als 30 Millionen Euro in Burgdorf investieren will, dürfen wir froh und dankbar sein.“ Einwände von Händlern aus der Innenstadt, insbesondere vom Aktionskreis Einkaufsstadt Burgdorf (AKEB), hält Baxmann für wenig stichhaltig.

Kritische Töne kommen allerdings auch von den Grünen, die mit Baxmanns Partei, WGS und Freien Burgdorfern im Rat die Mehrheitsgruppe bilden. Deren Ratsfrau, die zweite stellvertretende Bürgermeisterin Simone Heller, spricht von einem „Mega-Einkaufscenter in Süd-Ost“. Und sie fragt in einer Anfrage zur Geschäftsordnung des Rates kritisch nach: „Wie verträgt sich das Ganze mit dem Einzelhandelskonzept?“ Heller will von der Stadtverwaltung zudem wissen, seit wann diese Kenntnis hatte von Plänen des Einzelhandelsunternehmens Wilhelm Cramer GmbH, seinen Supermarkt von der Uetzer Straße auf das Acribo-Areal am Ostlandring zu verlagern. Weitere Fragen legen den Verdacht nahe, dass die Stadtverwaltung der Biomarktkette denn’s untersagt haben könnte, sich am Ostlandring anzusiedeln.

Gegen die Unterstellung wehrt sich die Stadtverwaltung. In einer von der Stadtplanungsabteilung verfassten und vom ihm selbst unterzeichneten Antwort stellt der Bürgermeister klar, dass denn’s selbst den damals verwaisten Aldi-Markt an der Marktstraße einer Ansiedlung am Ostlandring vorgezogen habe. Die Biomarktkette, die auch mit Acribo verhandelt habe, sei Burgdorf dann aber aus „unternehmensstrategischen Überlegungen“ in letzter Sekunde noch von der Fahne gegangen, obgleich die Mietverhandlungen für den Innenstadt-Standort bereits ausgehandelt gewesen seien.

Wie sich die Pläne für Aue Süd auf den Einzelhandelsstandort Burgdorf auswirken werden, hat im Auftrag der Stadt die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) untersucht. Die erkennt offenbar kein Konfliktpotenzial mit dem Innenstadhandel und dessen Sortimenten, weist insbesondere den geplanten Cramer-Umzug als zukunftsorientiert und daher geboten aus. Die Stadt will ihr Einzelhandelskonzept fortschreiben. Die Entwurfsfassung liegt inzwischen vor und soll im Ratsausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau am 30. Oktober im Schloss ab 17 Uhr öffentlich vorgestellt, erläutert und beraten werden.

Von Joachim Dege

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