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Burgdorf Heeßeler hökern wieder am 11. Mai 2019
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Heeßeler hökern wieder am 11. Mai 2019
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00:16 02.07.2018
Entspannte Runde: Die Heeßeler diskutieren auf Wißmers Hof über ihre Ortschaft. Quelle: Antje Bismark
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Heeßel

Kommunalpolitik in entspannter Runde – das funktioniert. Zumindest dann, wenn sich die Heeßeler auf Einladung ihres Ortsvorstehers Heiko Reißer zur Bürgersprechstunde auf Wißmers Hof zusammenfinden. In noch nicht einmal einer Stunde fassten die Einwohner gleich mehrere Beschlüsse nach durchaus kritischer Diskussion.

Ortsmittelpunkt: Braucht Heeßel ein neues Zentrum oder reicht der Platz an der Feuerwehr? Diese Frage warf Reißer zu Beginn der Debatte auf. Denn: Der freie Raum rund um das Gerätehaus schrumpft. „Wenn wir dort feiern wollen, dann muss die Feuerwehr entweder die Fahrzeuge aus der Halle fahren, damit sie im Notfall überhaupt noch wegkommt, oder sich aus der Bereitschaft abmelden“, fasste der Ortsvorsteher die Situation zusammen. Sein Vorschlag: Die Stadt Burgdorf solle das Areal an Lampes Kuhle so herrichten, dass auf einem kleinen Bereich solche Aktivitäten wie das Aufstellen eines Maibaums möglich seien.

Ortsvorsteher Heiko Reißer eröffnet auf Wißmers Hof die Bürgersprechstunde. Quelle: Antje Bismark

Peter Nicks von der Ortsfeuerwehr blickte auf jene Jahre zurück, in denen sich das Dorf noch auf der Fläche der heutigen Aral-Tankstelle traf. „Damals stand dort noch das Ehrenmal“, sagte der gebürtige Heeßeler. Später hätten sich die Einwohner an der Feuerwehr getroffen, dort sogar die Schützenfeste gefeiert. Nun reiche der Platz nicht mehr aus. Gleichwohl, so der Tenor der knapp 40 Teilnehmer, lohne es sich nur, das Areal für regelmäßige Feste herzurichten. „Wir müssen überlegen, ob wir das möchten“, sagte eine Heeßelerin. Sie sehe vielmehr die Gefahr, dass die an dem Platz stehenden, alten Eichen bedroht seien. „In Burgdorf gibt es keine Baumschutzsatzung, aber die Chance, einzelne Bäume im Bestand zu sichern“, sagte sie und schlug vor, bei der Verwaltung einen entsprechenden Antrag zu stellen. Dieser Forderung schlossen sich die Heeßeler an, und Reißer sagte zu, in diesem Sinne mit der Stadt zu verhandeln und parallel dazu solche Fragen wie einen Stromanschluss zu klären – um für mögliche Festivitäten vorbereitet zu sein.

Peter Nicks von der Feuerwehr Heeßel kümmert sich um die Sanierung der Ortseingangstafel. Quelle: Antje Bismark

Ortseingang: Ein neues Schild für den Ortseingang aus Richtung Beinhorn erstellt jetzt Peter Nicks. Die bisherige Tafel mit Informationen zur Wallburg habe vor einigen Monaten auf der Erde gelegen, sagte Reißer. „Machen wir uns nichts vor: Kein Autofahrer hält an und liest sich den Text durch“, sagte Nicks und empfahl stattdessen, das Wappen des Dorfes samt Gründungsjahr auf die neue Tafel aufzubringen. Jene mit den Informationen zur Wallburg solle an einem anderen Platz aufgestellt werden, wünschte sich Monika Reißer.

Ampel: Die jetzige Ampel an der Ortsdurchfahrt gibt kein akustisches Signal für Fußgänger mit einer Sehbehinderung. Ihn habe ein Heeßeler angesprochen, dessen Sehvermögen stark nachlasse, sagte Reißer. Die Recherche bei der Region Hannover als zuständiger Behörde habe ergeben, dass diese bei der nächsten Wartung das Signal nachrüsten werde.

Fluglärm: Neue Mitstreiter für die Initiative BON-HA (Bürger ohne Nachtflug-Hannover Airport) warb Katrin Bittner. Sie verwies auf Untersuchungen, die Zusammenhänge zwischen nächtlichem Lärm und Erkrankungen bewiesen. „Die Bürgerinitiativen in der Region schließen sich zusammen und streben eine gemeinsame Klage an“, sagte sie. So erstellten die Aktiven derzeit einen Flyer und prüften parallel juristische Schritte. Diese wiederum kosteten viel Geld: „Wer uns unterstützen möchte, kann spenden.“ Entsprechende Bankverbindungen werde sie über die Mailing-Liste des Ortsvorstehers versenden. „Jede Spende ist erwünscht.“ Gleichwohl, hielt eine Heeßelerin dagegen, müsse jeder Einzelne sein Konsumverhalten prüfen: „Vielen Menschen bestellen ihre Ware möglichst billig, und dann soll sie sofort geliefert werden, das passt nicht.“

Termine: Im nächsten Jahr gibt es in dem Dorf wieder ein Osterfeuer – ausgerichtet von Freiwilliger Feuerwehr und dem Heeßeler SV. Dies kündigte Nicks an. Entsprechende Informationen sollen an die Einwohner gemailt werden. Sie sollen damit die Chance bekommen, sich einzubringen. Das „Hökern in Heeßel“ findet am Sonnabend, 11. Mai 2019, statt. Bis dahin wollen Reißer und andere Freiwillige prüfen, wie Straßen wie der Eickhop besser angebunden werden. In jedem Fall, so der einhellige Tenor, sei dies eine tolle Veranstaltung gewesen, die unbedingt wiederholt werden solle.

Von Antje Bismark

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