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Burgdorf Linke dringt auf Nachtflugverbot
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Linke dringt auf Nachtflugverbot
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13:35 20.11.2018
Ein Flugzeug im nächtlichen Landeanflug auf den Hannover Airport. Quelle: Julian Stratenschulte
Burgdorf

Flugzeuge, die nachts über Burgdorf hinweg den Hannover Aiport anfliegen, rauben manch einem den Schlaf. Bürgerinitiativen, unter anderem in Heeßel, wehren sich gegen die erteilte Nachtflugerlaubnis für den Flughafen in Langenhagen und wollen dagegen klagen. Die Stadt Burgdorf ziert sich bislang, ihre Bürger dabei zu unterstützen. Ratsherr Michael Fleischmann (Die Linke) will das ändern. Er hat beantragt, dass die Stadt eine Klage von Bürgern finanziell unterstützen soll. Eine Entscheidung darüber hat der Rat jetzt vorerst vertagt.

Erst im August hatte der Verkehrsausschuss des Rates einer Resolution gegen Fluglärm eine klare Absage erteilt. Allen voran Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) argumentierte damals, die Bürger könnten gegebenenfalls mit Protestaktionen und einer Klage weit mehr erreichen als die Kommune. Immer wieder leitet die Stadt nach eigenem Bekunden Bürgerbeschwerden an den Fluglärmbeauftragten des Landes weiter – ohne Erfolg.

Fleischmann will erreichen, dass sich die Stadt an den Kosten einer von der Arbeitsgemeinschaft „Besser ohne Nachtflug – Hannover Airport“ geplanten Klage gegen die vom Land erteilte Nachtflugerlaubnis finanziell beteiligt, um die Gesundheit der Bürger zu schützen. Burgdorf solle 5000 Euro geben, schwebt Fleischmann vor: „Ich nehme Sie beim Wort“, sagte er direkt an Bürgermeister gewandt. 50.000 Euro werde die Klage voraussichtlich kosten. 30.000 Euro habe die Initiative bereits eingesammelt. In der Regionsversammlung, in der Fleischmann ebenfalls einen Sitz hat, stellte die Linke einen ähnlichen Antrag: Die Region soll die Klage mit 25.000 Euro unterstützen.

Fleischmann argumentiert, dass der Hannover Airport der einzige Flughafen in Norddeutschland mit einer Nachtflugerlaubnis sei. Der Fluglärm zur Schlafenszeit beeinträchtige die Gesundheit der Menschen beträchtlich. Zuletzt aber hätte die Zahl der Nachtflüge noch zugenommen. Ende nächsten Jahres läuft die Genehmigung für Nachtflüge aus und müsste von der Landesregierung gegebenenfalls verlängert werden. Die Gegner fordern eine Flugpause von 22 bis 6 Uhr. Der Flughafen betont, dass die Erlaubnis sei unverzichtbar für den Wirtschaftsstandort. Das sieht auch Ratsherr Hans-Dieter Morich (SPD) so. Der zog im Rat die Lacher auf sich, als er verkündete: „Ich habe ein Herz für Nachtflüge.“ Diese sicherten Arbeitsplätze in der Region. Er habe bereits erwogen, eine Bürgerinitiative zu gründen und Unterschriften zu sammeln.

Der Rat traf einstweilen keine Entscheidung, ob sich die Stadt an den Klagekosten beteiligen wird. Vielmehr verwies der Rat den Antrag Fleischmanns in den zuständigen Fachausschuss, wo er nun beraten werden soll.

Von Joachim Dege

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