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Burgdorf Theologen tauschen in der Woche die Kanzel
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00:18 31.10.2018
Reformationstag und Allerheiligen: Zu einem ökumenischen Kanzeltausch laden die Kirchen St. Paulus und St. Nikolaus in dieser Woche ein. Quelle: Symbolbild
Burgdorf

 Mit einer Premiere reagieren die Geistlichen in der Stadt am Reformationstag auf die gesetzliche Neuerung in Niedersachsen, diesen Tag als zusätzlichen Feiertag in den Kalender aufzunehmen. Denn zum ersten Mal planen der evangelisch-lutherische Pastor Matthias Paul von der St.-Paulus-Kirchengemeinde und Pfarrer Martin Karras von der St.-Nikolaus-Gemeinde einen ökumenischen Kanzeltausch an kirchlichen Feiertagen in dieser Woche.

Die Idee dazu hatten die Landeskirche und die Bistümer im vergangenen Jahr entwickelt. „Wir haben das gern aus zweierlei Gründen aufgegriffen“, sagt Paul. Zum einen funktioniere die Ökumene in Burgdorf schon jetzt hervorragend. Auch Pfarrer Karras betont: „Die Ökumene leben wir hier hervorragend zu einhundert Prozent.“ Zum andere hatte es vor der Entscheidung, den Reformationstag als Feiertag zu gestalten, durchaus Kritik von der katholischen Kirche an dem protestantischen Feiertag gegeben. „Mit unserem Kanzeltausch wollen wir bewusst ein Zeichen setzen für beide Konfessionen“, sagt er.

Dem Gottesdienst am 31. Oktober ab 18.30 Uhr Uhr in der St.-Paulus-Kirche gibt Pastor Paul den Rahmen, die Predigt hält Pfarrer Karras. In seiner Predigt soll es vor allem um die Frage gehen, was die Reformation für die heutige Zeit gebracht hat. „Dabei orientiere ich mich an unserem Versöhnungsgottesdienst“, kündigt er an. An Allerheiligen, einem Feiertag in der katholischen Kirche, beginnt der Gottesdienst am 1. November um 19 Uhr in der St.-Nikolaus-Gemeinde. Ihn gestaltet Pfarrer Karras, die Kanzel für die Predigt übernimmt Pastor Paul. „Es gibt nicht mehr nur evangelisch und katholisch“, sagt Pastor Paul. „Wir feiern bei den beiden Gottesdiensten das Miteinander“, ergänzt Pfarrer Karras.

Der Reformationstag geht zurück auf das Jahr 1517, als der Mönch Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg anschlug. Seitdem ist der 31. Oktober insbesondere bei Protestanten ein Ehrentag, der die Reformation der Kirche verkörpert. Im Juni dieses Jahres beschloss der Niedersächsische Landtag, diesen Tag wieder als gesetzlichen Feiertag einzuführen – er beschert den Niedersachsen einen zusätzlichen freien Tag. Ob die Menschen ihn in der Kirche verbringen werden, lässt Pastor Paul offen: „Ich kann nicht sagen, wie viele Kirchgänger wir begrüßen werden.“

Von Laura Beigel und Antje Bismark

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