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Burgdorf Pflegeberater helfen gut 1300 Betroffenen
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Pflegeberater helfen gut 1300 Betroffenen
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00:20 03.02.2019
Der stellvertretende Bürgermeister Matthias Paul (von links) übergibt mit Dezernentin Andrea Hanke den Schlüssel an Angelika Nikolai, Annika Jordan und Sarah Jane März. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

Wie beantrage ich Pflegegeld? Welchen Zuschuss kann ich wo erwarten, wenn ich meine Wohnung seniorengerecht umbauen lasse? Oder wo finde ich den passenden Pflegedienst für meine bedürftigen Eltern? Gut 1300-mal haben Menschen in den acht Kommunen im Nordosten der Region den drei Mitarbeiterinnen des Senioren- und Pflegestützpunkts diese und andere Fragen gestellt. „Die Tendenz ist ganz klar stark ansteigend“, sagt Sarah Jane März, die mit ihren Kolleginnen Annika Jordan und Angelika Nikolai wegen der gewachsenen Aufgaben und zunehmenden Beratungsgespräche im Oktober aus dem Rathaus I aus- und in Räume an der Hannoverschen Neustadt 53 einzogen.

Der neue Standort bietet nach Aussage der Beraterin gleich mehrere Vorteile im Vergleich zum bisherigen, an dem der Stützpunkt seit November 2011 agierte: Er ist ohne Barrieren zu erreichen, umfasst neben den Beratungsräumen auch ein großes Zimmer für Gruppentreffen und befindet sich – wichtig für Ratsuchende aus den anderen sieben Kommunen – in direkter Nähe zum Bahnhof und dem dortigen Parkhaus für jene, die mit dem Auto und nicht dem öffentlichen Nahverkehr anreisen.

Betroffene oder Angehörige sollten sich frühzeitig informieren

Von den Vorteilen haben sich am Donnerstagnachmittag denn auch Vertreter aus Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen, Lehrte, Sehnde, Uetze und der Wedemark überzeugt, die von Burgdorf aus betreut werden. Dass der Bedarf an Beratung weiter steigt, daran ließ Andrea Hanke, Dezernentin der Region Hannover, keine Zweifel: „Mehr als 23 Prozent der Menschen, die 20015 in der Region lebten, waren älter als 75 Jahre – und ihr Anteil wächst weiter“, sagte sie bei der offiziellen Eröffnung der Räume. Die Mehrzahl der Senioren bevorzuge die ambulante Pflege, möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können, sei ein oft geäußerter Wunsch, sagte sie. März betonte, dass sich dieser am ehesten dann erfüllen lasse, wenn Ratsuchende sich frühzeitig über Unterstützungsformen informierten. „Pflege ist noch immer ein Tabu-Thema“, weiß sie auf Erfahrung und wünscht sich ein Umdenken bei den Betroffenen.

Aus Sicht von Matthias Paul, der als stellvertretender Bürgermeister die Gäste begrüßte, befinden sich viele Senioren in einer emotionalen Zwickmühle. Auf der einen Seite freuen sie sich, dass sie alt werden. Auf der anderen Seite bestehe die Sorge, dass sie die Mühen des Älterwerdens nicht bewältigen. An dieser Stelle setze die Beratung ein, sagte er. Dabei, ergänzte März, knüpfen sie und ihre Kolleginnen, ein großes Netzwerk: Inzwischen biete der Rentenberater seine wöchentliche Sprechstunde in den neuen Räumen an, die Leiter der Selbsthilfgruppen tagten am Standort ebenso wie der Seniorenrat, während der Singkreis zweimal im Monat probt.

Beraterinnen fahren in acht Kommunen

Der Senioren- und Pflegestützpunkt Burgdorfer Land öffnet an der Hannoverschen Neustadt 53 montags von 8.15 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr, dienstags und mittwochs von 8.15 bis 12 Uhr, donnerstags von 8.15 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr sowie freitags von 8.15 und 12 Uhr. Weitere Termine können unter Telefon (0511) 70020116, die Mitarbeiterinnen machen bei Bedarf auch Hausbesuche. Unter der Rufnummer erfahren Betroffene oder Ratsuchende aus Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen, Lehrte, Sehnde und Uetze zudem, wann eine Sprechstunde in ihrer Kommune angeboten wird. Mindestens einmal im Monat sind die Beraterinnen in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde anzutreffen. bis

Von Antje Bismark

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