Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Burgdorf Politiker wollen mehr Frauen als Chefs
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Politiker wollen mehr Frauen als Chefs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 15.06.2018
Die Führungsjobs in der Stadtverwaltung sind überwiegend in Männerhand. Quelle: Dege
Anzeige
Burgdorf

Die Gleichstellung der Geschlechter lässt im Rathaus auch im Jahr 2018 zu wünschen übrig. Und das, obwohl die Stadt eine Gleichstellungsbeauftragte beschäftigt und die Personalabteilung der Verwaltung wiederkehrend sogenannte Gleichstellungspläne erarbeitet, die der von Männern klar dominierte Rat dann noch stets wohlwollend verabschiedet – zuletzt im April. Die Mehrheitsgruppe im Rat will die Unwucht offenbar nicht länger hinnehmen.

Auch der jüngste Gleichstellungsplan offenbarte wieder einmal: Frauen in Führungspositionen sind nach wie vor die Ausnahme. Und das obwohl mehr Frauen in der Stadtverwaltung arbeiten als Männer. In den oberen Führungsebenen sind fast nur Männer vertreten, Frauen erst auf den unteren Ebenen: Bürgermeister, Erster Stadtrat und Stadtrat sind Männer. In Männerhand sind auch die vier Fachbereichsleiterstellen in der Hierarchie unmittelbar darunter. Von fünf Stabstellen nehmen Männer vier ein. Nur eine ist einer Frau vorbehalten. Ebenso krass ist das Missverhältnis bei den Abteilungsleiterstellen: Nur fünf Frauen nehmen eine solche Position ein, während 15 Männer eine Abteilung leiten.

Wie die Verwaltungsspitze um den im nächsten Jahr neu zu wählenden Bürgermeister an der unbefriedigenden Situation etwas zu verändern gedenkt, sagt der Gleichstellungsplan nicht. SPD, Grüne, WGS und Freie Burgdorfer, die die Mehrheit im Rat bilden, haben deshalb jetzt das Gespräch mit der Gleichstellungsbeauftragten Petra Pape gesucht und dieser ausdrücklich den Rücken gestärkt. Im Mittelpunkt des zweistündigen Austauschs habe die erhebliche Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen gestanden. Um dieser zu begegnen, liegen nun nach Auskunft des stellvertretenden Gruppensprechers Hartmut Braun (Grüne) folgende Vorschläge auf dem Tisch:

Die Personalabteilung soll Mitarbeiterinnen mit Führungspersonal in Zukunft gezielt identifizieren, diese fördern und auf eine künftige Führungsaufgabe vorbereiten. Dazu brauche es eine strukturierte Rückmeldungskultur und ein Angebot zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit.

Damit das alles planvoll geschieht, hält die Mehrheitsgruppe einen Personalentwicklungsplan für sinnvoll. Dieser mache sämtlich Maßnahmen für die Mitarbeiter transparent und diene als Handlungsleitfaden.

Der Mehrheitsgruppe schwebt vor, bei der Aus- und Fortbildung ihres künftigen Führungspersonals mit Nachbarkommunen zusammenzuarbeiten. Das könne den Beschäftigten Perspektiven weitere eröffnen.

Schließlich will die Ratsgruppe auch an die Führungsjobs selbst Hand anlegen. Denn die Arbeitsplätze müsste kompatibel sein mit der Lebensplanung von Frauen, die nach wie vor einen wesentlichen Teil der Familienarbeit leiteten. Führungsaufgaben zu erledigen müsse auch im Home-Office und in Teilzeit möglich sein, lautet die Forderung.

Von Joachim Dege

Zum 47. Mal feiert Sorgensen dieses Jahr seine Schützen. Zur langjährigen Tradition gehört dabei der Kommersabend im Festzelt an der Schützenkate. Dort wird auch der Schützenkönig gekrönt.

14.06.2018

Nach elf Jahren verlässt Leiterin Angelika Baum die Waldschule in Ehlershausen – ihrem Nachfolger wünscht sie weniger Bürokratie, Entlastung bei Inklusion und Dokumentation sowie fröhliche Schüler.

14.06.2018

Eine Mutter zeigt sich großzügig und spendiert den Schulsanitätern der IGS Burgdorf einen Satz weiße Polo-Shirts.

14.06.2018
Anzeige