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Burgdorf Schule funktioniert als Miteinander
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16:07 09.11.2018
Miteinander reden statt übereinander: Diskussion über Schulen im Jürgen Rodehorst-Haus. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Für nichts anderes gibt die Stadt in den nächsten Jahren mehr Geld aus als für ihre Schulen. Da liegt die Frage auf der Hand: Was macht gute Schule aus? Die hat jetzt der SPD-Ortsverein gestellt. Bei einer Diskussionsveranstaltung im Jürgen-Rodehorst-Haus am Mittwochabend tauschten sich darüber aus: der Schüler Mikhail Kasiyanov, die Lehrerin und Kommunalpolitikerin Christiane Gersemann, Michael Kugel als Vertreter des Schulträgers, die Mutter und Elternvertreterin Beate Gottowik und Referatsleiter Andreas Stein aus dem Kultusministerium .

Am Ende fragte SPD-Fraktionschef Gerald Hinz einen Zuhörer nach dem Erkenntnisgewinn, den die Diskussion der Reihe „Das Rote Sofa“ ihm wohl gebracht haben könnte. Die Antwort fiel schwer. Denn natürlich hatte niemand ein Rezept dafür parat, was eine gute Schule ausmacht, allenfalls Anforderungen formuliert, noch dazu aus der jeweiligen Einzelperspektive. Das freilich war schon Gewinn genug, weil alle an Schule Beteiligten miteinander im Gespräch waren. Ein Wert für sich in Zeiten, da mehr übereinander geschimpft, als miteinander geredet und um Lösungen gerungen wird.

Eltern wünschten sich, dass ihre Kinder in der Schule gut aufgehoben sind und die Lehrer für ihre Aufgabe brennen. Beim Thema IGS äußerte eine Mutter im Publikum Ungeduld angesichts der gegenwärtig unzureichenden räumlichen und personellen Ausstattung. Eine andere mahnte eine bessere Zusammenarbeit der weiterführenden Schulen in der Stadt an. Lehrer indessen klagten über die ihnen im Schulalltag angelegten Fesseln der Bürokratie, die sie vielfach daran hinderten, sich auf ihre pädagogischen Aufgaben zu konzentrieren. Die Stadtverwaltung arbeitet nach eigenem Bekunden unter Hochdruck daran, den Schulen angemessene Räume und Ausstattung angedeihen zu lassen, stößt aber personell und finanziell an Grenzen.

Schülervertreter Kasiyanov anerkannte, dass die Stadt sich um ihre Schulen kümmere und der Dialog mit der Schulleitung am Gymnasium vorbildlich funktioniere, aber: „Man lernt nicht, wie die Welt funktioniert.“ Schulen seien die Menschen, die darin arbeiten, formulierte Grundschulleiterin Antje Kuchenbecker-Rose. Von denen gebe es gegenwärtig zu wenige angesichts einer landesweiten Unterrichtsversorgung von 99,3 Prozent, sagte Ministerialbeamter Stein, der mit Blick auf die Grundschulen sogar von einer dramatischen Unterversorgung sprach.

Lösungen? Fehlanzeige! Den Stein der Weisen zauberte an diesem Abend niemand aus dem Hut. Dass trotzdem alle halbwegs versöhnt den Heimweg antraten, war wohl dem Umstand geschuldet, dass sich jeder ernstgenommen fühlen durfte in seinen spezifischen Schulanliegen, wofür auch die vermittelnde Gesprächsleitung von Pastor und Bürgermeister-Kandidat Matthias Paul sorgte.

Von Joachim Dege

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