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Burgdorf Grünes Licht für Reihenhaussiedlung
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Grünes Licht für Reihenhaussiedlung
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00:21 01.09.2018
Unter diesem Brachland zwischen dem Duderstädter Weg, den Einkaufsmärkten an der Uetzer Straße (hinten rechts) und den Reihenhäusern am Schopenhauer Weg (links) lagern meterdick Bauschutt, Bodenaushub, Hausmüll und Altreifen. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Burgdorf

Der Verwaltungsausschuss (VA) hat am Dienstagabend grünes Licht für den städtebaulichen Vertrag mit der Deutschen Reihenhaus AG (DRH) gegeben. Nur in einem Punkt sieht der VA Nachbesserungsbedarf und hat Bürgermeister Alfred Baxmann den Auftrag erteilt, mit der DRH nachzuverhandeln. In dem Vertrag ist geregelt, wie das bundesweit agierende Unternehmen das Brachland zwischen Uetzer Straße und Duderstädter Weg entwickeln darf. Die DRK will auf dem etwa 10.000 Quadratmeter großen Areal eine Siedlung mit fast 40 standardisierten Einfamilienhäusern mit 85, 120 und 145 Quadratmetern Wohnfläche errichten.

In dem städtebaulichen Vertrag ist unter Paragraph 8 geregelt, dass die angrenzenden Gewerbebetriebe ungehindert weiterhin wirtschaften und sich auch entwickeln können, ohne dass sie befürchten müssen, von den neuen Anliegern wegen Lärm und anderer Immissionen verklagt zu werden. Um das zu garantieren, soll die DRH für alle Grundstücke der Siedlung eine sogenannte Grunddienstbarkeit auf dem Grundbuchblatt eintragen lassen. Diese Regelung fordern auch die Bewohner des angrenzenden Mischgebiets. Der VA hat beschlossen, dem Wunsch nachzukommen und mit der DRH eine entsprechende Ergänzung des Vertrags abzustimmen.

Des Weiteren hat der VA den Bürgermeister beauftragt, mit dem Investor zu vereinbaren, während des gesamten Projekts einen zentralen Ansprechpartner zu benennen. Zudem soll der Rathauschef darauf dringen, dass das Unternehmen das Beweissicherungsverfahren auf den Anliegergrundstücken zeitnah durchführt. Dies ist notwendig, um an Gebäuden eventuelle Schäden infolge der Sanierung und Bauarbeiten belegen zu können.

Mit der Sanierung soll Anfang 2019 begonnen werden, sagt Unternehmenssprecher Achim Behn auf Anfrage. Die Deutsche Reihenhaus gehe davon aus, dass die Stadt die Satzung für den Bebauungsplan im Dezember beschließt. „Dann können wir den Bauantrag für den Wohnpark stellen. Sobald dessen Genehmigung vorliegt, wollen wir mit der Sanierung starten“, erklärt er. Vermutlich Mitte 2019 könnten dann die Bauarbeiten beginnen, sodass die Häuser, die verkauft werden, Ende 2020 fertig sind.

Wegen der früheren Nutzung des Geländes ist eine Bodensanierung erforderlich. Von 1960 bis 65 wurde auf dem Areal Kies abgebaut. Danach kippte man Bauschutt, Bodenaushub, Hausmüll und Altreifen in die Grube. Die DRH hat sich Anfang 2018 entschieden, den gesamten Müllkörper zu entfernen und das mehrere Meter tiefe Loch mit unbelasteten Boden aufzufüllen. Nötig wäre dies nicht. Es hätte auch gereicht, wie mit der Unteren Bodenschutzbehörde der Region abgestimmt, den Boden nur im Norden des Areals, wo leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe entdeckt wurden, bis zu einer Tiefe von rund vier Metern auszutauschen. Das neue, umfassende Sanierungskonzept setzt die DRH jetzt mit der EU um, die dafür beträchtliche Fördermittel bereitstellt.

Von Anette Wulf-Dettmer

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