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Burgdorf Stadt prüft Konzepte für neues Baugebiet
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Stadt prüft Konzepte für neues Baugebiet
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00:21 05.11.2018
Vis-à-vis der Häuser an der Gerickestraße sollen im Baugebiet Heidenelke möglichst viele bezahlbare Mietwohnungen entstehen. Quelle: Sandra Köhler
Burgdorf

 Bezahlbarer Wohnraum ist in der Stadt Mangelware. Die Stadt will deshalb solchen schaffen: Ihrem Ziel scheint die Kommune nun näher zu kommen. Vier mögliche Bauträger haben Interesse bekundet, am Rande der Südstadt Sozialwohnungen zu errichten. Das Bauamt hat deren Pläne jetzt dem Bauausschuss des Rates vorgestellt.

Heidenelke heißt das Areal an der Gerickestraße in der Südstadt, um das es geht. Es gehört der Stadt. Einen Bebauungsplan gibt es auch schon. Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann stellte den Baupolitikern des Rates in dieser Woche nun vor, was die vier Bauträger, die ihre Pläne bei der Stadt eingereicht haben, sich dort vorstellen können. Bis zum 27. November haben die Fraktionen jetzt Zeit, sich eine Meinung zu bilden und dann womöglich bereits ihre Favoriten zu benennen. Das letzte Wort hat der Rat am 13. Dezember.

Wer das 4.380 Quadratmeter große Baugebiet Heidenelke für 663.900 Euro von der Stadt erwerben will, muss dort Mietwohnungen bauen. Mindestens 16 geförderte, sogenannte Sozialwohnungen müssen es sein, die mindestens 20 Jahre lang Mietwohnungen bleiben, lautet die Vorgabe. Die Nettokaltmiete muss dem Wohnraumförderungsgesetz entsprechen und darf drei Jahre lang nicht steigen. Die Bauarbeiten müssen innerhalb von 15 Monaten nach dem Kauf beginnen. Ist die Baugenehmigung erst erteilt, müssen alle Wohnungen innerhalb von 18 Monaten bezugsfertig sein.

Damit Mieter mit geringen Einkünften die Wohnung auch dann weiternutzen können, wenn sich ihre familiäre Situation ändert, soll der Schnitt der Wohnungen möglichst flexibel sein. So sollen kleine Wohnungen mit bis zu 50 Quadratmetern beispielsweise sowohl für Einzelpersonen wie für Paare taugen, also nicht unbedingt nur ein, sondern zwei Zimmer haben.

Die Gebäude dürfen nach Maßgabe der Stadt nicht länger als 40 Meter sein, maximal dreieinhalb Stockwerke besitzen und eine Höhe von zwölf Metern nicht überschreiten. Zudem erhofft sich die Stadt eine möglichst hohe städtebauliche Qualität. Ebenfalls dringend von den Stadtplanern gewünscht: eine ansprechende Gestaltung des Außengeländes, auf dem es Sitzecken und Platz zum Spielen für Kinder geben soll.

Lenz-Häuser: die meisten Wohnungen

Konzept Nummer 1 stammt von der Lenz Häuser GmbH aus Hannover. Diese plant zwei Gebäude mit jeweils 40 Metern Länge; eines parallel zur Gerickestraße, eines im 90-Grad-Winkel dazu stehend. Dazwischen ist ein Spielplatz vorgesehen, an der Gerickestraße Anpflanzungen. 64 Parkplätze soll es geben, davon 39 in einer Tiefgarage. Das Ursprungskonzept sieht zwei dreieinhalbgeschossige Bauten mit zwölf Metern Höhe vor. Darin sollen 64 Mietwohnungen (16 Ein- bis Zweizimmerwohnungen, vier Dreizimmerwohnungen, zwölf Vierzimmerwohnungen und 32 frei wählbare Wohnungen) entstehen. Alle sind förderfähig und mit Balkon/Terrasse und Keller ausgestattet. Eine Alternative reduziert das Gebäude an der Gerickestraße um ein Geschoss auf maximal 9,50 Meter. Und sieht darum nur 56 Wohnungen und Stellplätze vor. Zum Wohnflächensplit fehlen zwei Vierzimmerwohnungen. Die kleinsten Wohnungen sind auch für Zweipersonenhaushalte geeignet. Bei der Zufahrt zur Tiefgarage in der Verlängerung der Grupenstraße könnte es Probleme geben.

Restaura Wohnen: klares Freiflächennutzungskonzept

Angebot Nummer zwei stammt von der Restaura Wohnen GmbH aus Hannover. Die Planung hat das Büro RTW Architekten GmbH erstellt. In drei kompakten dreieinhalbgeschossigen Gebäuden mit einer maximalen Länge von 21 bis 26 Metern und einer Höhe von maximal zwölf Metern im Osten sollen 40 Mietwohnungen entstehen: 22 Ein- bis Zweizimmerwohnungen, sechs Dreizimmerwohnungen, vier Vierzimmerwohnungen, neun vom Bauherren frei wählbare. Alle sind förderfähig, mit Balkon/Terrasse und einem Abstellraum im Keller ausgestattet. Der größte Teil der 45-Quadratmeter-Wohnungen ist auch für Zweipersonenhaushalte geeignet. Die Sozialabteilung der Stadt beurteilt das Angebot als „weitgehend bedarfsgerecht“. Die geplanten 40 Stellplätze schließen sich im Westen an die Gebäude an. Anpflanzungen sind zu allen Grundstücksgrenzen und auch im Inneren des Areals vorgesehen. Die Bündelung der Bebauung schafft größere Freibereiche. Es gibt ein klares Nutzungskonzept mit differenzierten Zonen, beispielsweise für Parkplätze und Grünflächen.

ImmoControl: umfassendes Energiekonzept

Das dritte Konzept kommt von der ImmoControl GmbH aus Auetal; Planer ist das Architekturbüro Hamann. Über das Areal verteilen sich drei dreieinhalbstöckige Gebäude mit einer Länge von 16 bis 25 Metern und einer Höhe von zwölf Metern. Zwei sind an der Gerickestraße vorgesehen, eines im Südosten. 36 Stellplätze sowie Spielplatz und Sitzgruppen verteilen sich über das Areal. Geplant sind 36 Mietwohnungen mit Balkon/Terrasse: 18 Ein- bis Zweizimmerwohnungen, sechs Dreizimmerwohnungen, sechs Vierzimmerwohnungen, sechs frei wählbare. Ob alle oder nur 24 förderfähig sein werden, steht noch nicht fest. Das Problem: Die ImmoControl sieht keine Keller, sondern Abstellräume in den Wohnungen vor und bezieht diese nicht in die Berechnung der Wohnflächen ein. Laut ImmoControl sind damit alle Wohnungen förderfähig, 15 Wohnungen wären flexibel nutzbar. Die Stadt hält das allerdings für fraglich. Die Planung setzt mit Wärmerückgewinnung aus Abluft, Photovoltaik und KfW-40-Standard auf ein umfassendes Energiesparkonzept.

Quaceci: große Wohnungen, viele Parkplätze

Mit dem Fliesenleger Antonio Quaceci will auch ein Privatinvestor aus Burgdorf im Baugebiet Heidenelke aktiv werden. Sein bei der Stadt eingereichtes Konzept sieht drei dreieinhalbgeschossige Gebäude vor, die nebeneinander an der Gerickestraße stehen und wie ein Riegel zur freien Landschaft wirken, sowie ein weiteres Gebäude an der Südspitze des Areals. Die maximale Gebäudelänge beträgt 21 Meter, die maximale Höhe zwölf Meter. Auf der Freifläche inmitten der Gebäude sollen 48 Stellplätzen entstehen; so viele wie kein anderer Mitbewerber vorsieht. Neben dem Gebäude im Süden ist ein Spielplatz vorgesehen. Von den geplanten 32 Wohnungen soll die Hälfte Balkon/Terrasse und Keller erhalten und förderfähig sein. Für den Rest lässt der Bauträger offen, ob es Miet- oder Eigentumswohnungen werden. Nach Aussagen des Architekten sind sechs Ein- bis Zweizimmerwohnungen geplant. Dazu kämen jeweils zwölf Dreizimmer- und Vierzimmerwohnungen, sowie zwei frei wählbare. Entlang der Gerickestraße sind Anpflanzungen geplant.

Von Sandra Köhler

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