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Burgdorf Golfclub punktet mit Natur und Geselligkeit
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Golfclub punktet mit Natur und Geselligkeit
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00:26 20.05.2018
Katharina Wieneke arbeitet als erste Managerin beim Burgdorfer Golfclub. Quelle: Bismark
Ramlingen-Ehlershausen

 Nistkästen, naturbelassenes Totholz oder Baumstümpfe: Auf dem etwa 16 Hektar großen Areal des Burgdorfer Golfplatz finden Vögel ganz unterschiedliche Möglichkeiten zum Brüten und zur Nahrungsaufnahme. Aber auch Tiere wie Rehe, Hasen und Füchse haben das Gelände längst erobert. Angesichts der Artenvielfalt erhielt der Verein jetzt das Golf- und Natur-Zertifikat in Gold vom Deutschen Golfverband.

„Als der Club sich gegründet hat, gab es hier vor allem Kiefernwald“, sagt Präsident Alfred Runge. Die Gründer schlugen 1969 für die Bahnen kleine Schneisen in den Wald, den sie ansonsten weitgehend unberührt ließen. Später folgten Kooperationen mit dem Naturschutzbund und einem Förster: „Er gibt uns wichtige Informationen, an welchen Stellen wir beispielsweise Laubbäume nachpflanzen können“, sagt Klaus Danne, im Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Und auch wenn sich der Naturschutzbund aufgrund fehlender Ressourcen etwas zurückgezogen hat aus der Arbeit, so wirkt das Schaffen bis heute nach: Entlang der Anlage gibt es numerierte Nistkästen, in denen unterschiedliche Vogelarten brüten. 

So weist die Statistik für das vergangenen Jahr 139 Meisen- und 44 Trauerschnäpper-Paare aus. Mitunter finden sich aber auch ganz unerwartete Bewohner: „In einem Nistkasten hatte sich eine Maus-Familie eingerichtet“, sagt Katharina Wieneke, die sich seit vergangenem Jahr hauptamtlich als Golfmanagerin um die Geschicke des BGC kümmert. Ein Greenkeeper säubere immer die Nistkästen und erstelle die Statistik, die die Artenvielfalt dokumentiere.

Deutlich schwieriger sei es, andere auf dem Areal lebende Tiere zu erfassen, sagt Runge. Denn den Golfern begegneten auf ihren Runden neben Fuchs, Reh und Hase auch Feuersalamander, Kreuzottern und Frösche. „Das sorgt immer für Gesprächsstoff am Rande“, sagt Danne und fügt hinzu, zwar konzentrierten sich die Golfer auf ihre Abschläge, aber: „Natürlich haben sie auch ihre Umwelt im Blick und freuen sich, wenn sie die Tiere sehen.“ Das gelte auch für die Spaziergänger auf dem Platz, der für alle geöffnet ist.

Mit dem natürlichen Refugium punktet der Verein nach Aussage Runges bei den 1063 Mitgliedern ebenso wie mit dem breiten Angebot von Freizeit- bis hin zum Leistungssport. „Wir haben fünf Spielegruppen, in denen Neue schnell und herzlich aufgenommen werden“, sagt Vizepräsident Hans Sohnemann. Seinen Angaben zufolge betreiben etwa 20 Prozent der Mitglieder das Golfen als Leistungssport in unterschiedlichen Ligen. Für sie und alle anderen organisiert der BGC regelmäßig Turniere, zunehmend auch 9-Loch-Turniere. „Diese kommen gut an, weil unsere Mitglieder wie viele andere Menschen auch zeitlich sehr eingespannt sind“, weiß Sohnemann aus Erfahrung.

Ohnehin versucht der Verein, auf die geänderten Bedürfnisse der Golfer einzugehen, wie Runge sagt. Dazu zählt er unter anderem die Hausaufgabenhilfe für Kinder ab der vierten Klasse, die 6-Golf-Anlage für Ältere und gesellige Aktionen, damit sich Mitglieder wohl fühlen können. „Wir verzeichnen seit Jahren eine leicht steigende Zahl an Golfern im Club, im Gegensatz zu anderen“, sieht sich Runge in der Arbeit bestätigt.

Von Antje Bismark

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