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Burgdorf Nabu saniert Winterquartier für Fledermäuse
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Nabu saniert Winterquartier für Fledermäuse
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14:21 24.10.2018
Diese kleine Bartfledermaus sammelt derzeit noch Insekten, damit sie sich etwas Winterspeck anfuttern kann. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

Für 14.000 Euro hat der Naturschutzbund Burgdorf in den vergangenen Monaten einen Bunker auf dem Betriebshof der Stadt sanieren lassen – damit können Fledermäuse die unterirdische Anlage weiterhin als Winterquartier nutzen. Bis zu zehn der Braunen Langohren, mitunter auch eine Wasserfledermaus, überwintern nach Aussage von Nabu-Fledermausfachmann Bernd Rose in dem Bunker aus dem Ersten Weltkrieg, in dem einst auch das Technische Hilfswerk seine Einsatzübungen absolvierte.

Nachdem dessen Mitglieder das Areal aufgegeben hatten, richteten Rose und seine Helfer die Gänge fledermausgerecht her: An die Wände hängten sie selbstgefertigte flache Schalen aus Beton, hinter denen sich die Fledermause einnisten können. Die Decken bestehen aus Fensterstürzen, in dessen kleinen Löchern die bedrohten Tiere einen Unterschlupf finden. „Eigentlich finden sie hier ideale Bedingungen“, sagt Rose, denn über Wasserrohre strömt notwendige Feuchtigkeit in den Bunker, die Temperatur bleibt konstant zwischen zwei und sechs Grad. Die gute Wohnqualität endete allerdings im Frühjahr jäh, weil das Dach des Bunkers einstürzte.

Über die Bingo-Umweltstiftung akquirierte der Naturschützer insgesamt 11.000 Euro, die der Verein im Frühsommer auf dem Konto verbuchte. Dann dauerte es einige Zeit, bis die Baufirma das Dach richtete, den Eingang neu gestaltete und einen Notausgang anlegte. Rose sorgte parallel dafür, dass die Möglichkeiten für das Überwintern erhalten blieben und sogar noch erweitert wurden. „Fledermäuse sind wichtig für den Kreislauf der Natur, weil sie große Mengen Insekten wie Mücken, Spinnen oder Nachtfalter verschlingen“, sagt Rose. Auch derzeit seien die Säugetiere noch unterwegs, zumal sie derzeit Paarungszeit hätten.

Erst wenn die Temperaturen in den Frostbereich absinken, fliegen die Fledermäuse in ihr Winterquartier – dem sie nach Aussage Roses über Jahre die Treue halten. Dort senken sie ihre Körpertemperatur auf zwei bis drei Grad ab, fliegen bei wärmeren Außentemperaturen auch mal ins Freie, um weiteres Futter zu suchen und warten dann auf das Frühjahr. Dass sie auch in diesem Winter keinen Frost beim Schlafen fürchten müssen, verdanken die nur wenige Zentimeter großen Tiere auch den Mitarbeitern des Betriebshofes: Sie schieben zur Dämmung noch Sand auf den Bunker, um die Temperatur möglichst konstant zu halten, wie Rose bei einem Besuch von Bürgermeister Alfred Baxmann in der Anlage erklärt. „Auch während der Bauarbeiten hat uns das Team immer sehr unbürokratisch geholfen“, lobt er die Nachbarn.

Bereits im Baugebiet Nordwest hatte die Stadt ein Winterquartier für Fledermäuse angelegt – so finden sich nach Aussage Roses und Baxmanns unter dem Grüngürtel drei Röhren, die die Säuger ansteuern können. „Es wäre gut, wenn uns Gartenbesitzer zum Beispiel alte Kartoffelkeller melden, die wir für die Tiere herrichten können“, sagt Rose. Er ist per E-Mail rose.bernd@arcor.de erreichbar.

Von Antje Bismark

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