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Burgdorf Gutachter soll Vorschläge machen
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Gutachter soll Vorschläge machen
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00:49 07.12.2018
Ein Gutachterbüro soll für die Kreuzung Gartenstraße/Celler Tor Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Radfahrern und Fußgängern machen. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Mit einer Eilanfrage zur Schulwegsicherheit haben die Grünen im Rat auf den tödlichen Verkehrsunfall an der Kreuzung Gartenstraße/Vor dem Celler Tor/Im Langen Mühlenfeld reagiert. In ihrer Antwort verweist die Stadtverwaltung darauf, dass sie zunächst die Klärung des genauen Unfallhergangs abwarten wolle. Erst dann sei es sinnvoll, einen Verkehrsgutachter damit zu beauftragen, die Kreuzung mit Blick auf denkbare Verbesserungen der Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer und Fußgänger zu untersuchen.

In verschiedenen Burgdorf-Gruppen auf Facebook sorgten der Unfall, der das Leben einer 16 Jahre alten Realschülerin forderte, sowie ein Folgeunfall wenige Tage später für Unruhe. Einzelne Kommentatoren forderten dort unter anderem eine Demonstration und womöglich eine Sitzblockade auf der Kreuzung, damit Polizei und Straßenverkehrsbehörde etwas unternehmen. Die Grünen wollten nun von der Stadt wissen, ob Sofortmaßnahmen für mehr Verkehrssicherheit sorgen könnten, wie der Schutzstreifen für Radfahrer an Rechtsabbiegerampeln sicherer gemacht werden oder sogar abgeschafft werden kann, ob eine Vorrangschaltung an der Ampel für Radler möglich ist und für Lastwagen das Rechtsabbiegen an der Kreuzung untersagt werden kann.

Sofortmaßnahmen nennt die Stadtverwaltung in ihrer Antwort an die Grünen keine. Die fragliche Kreuzung sei kein Unfallschwerpunkt. Auch für andere Schulwege sei von Unfallhäufungen bislang nichts bekannt. Mehr Sicherheit könnte eventuell eine Rotmarkierung des Schutzstreifens und der Fußgängerfurten bewirken. Das freilich sei mit der Polizei und dem Straßenbaulastträger, dem Land, abzustimmen und komme ohnedies nur an Unfallschwerpunkten in Betracht. Die Abschaffung des Schutzstreifen wäre laut Stadt zwar möglich. Die Radfahrer müssten an der Stelle dann aber trotzdem auf der Fahrbahn fahren, weil neben der Straße für einen Radweg einfach kein Platz sei. Ohne Radweg aber auch keine Ampelvorrangschaltung für Radfahrer: „Gesonderte Signale für den Radverkehr kommen zum Einsatz, wenn der Radverkehr auf einem Radweg oder Radfahrstreifen geführt wird.“

Ein Rechtsabbiegeverbot von der Straße Vor dem Celler Tor in die Gartenstraße gebe es bereits. Das gelte allerdings nur für größere Lastwagen ab 7,5 Tonnen. Für Anlieger, die zum Raiffeisen-Gelände fahren wollten, müsse das Rechtsabbiegen möglich sein. Ein generelles Einfahrverbot sei nicht zielführend, weil damit der Schwerlastverkehr nur verlagert würde oder Lastwagenfahrer weite Umwege in Kauf nehmen müssten, argumentiert die Stadtverwaltung.

Neben der Rotmarkierung von Furten im Kreuzungsbereich eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit über die Gefahren des toten Winkels bei Lastwagen für sinnvoll an, etwa in Zusammenarbeit mit der Polizei im Rahmen der Verkehrserziehung an Schulen. Darüber hinaus soll ein Gutachterbüro die Kreuzung an der Gartenstraße also auch die an der Uetzer Straße/Ostlandring/Vor den Höfen unter die Lupe nehmen und Möglichkeiten einer Verbesserung der Verkehrssicherheit ausloten.

Hartmut Braun, Fraktionschef der Grünen im Rat, regte das Anbringen eines Spiegels an der Kreuzung an, damit Lastwagenfahrer sehen könnten, was sich rechts neben ihrem Fahrerhaus tut.

Von Joachim Dege

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