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Burgdorf Stadtspaziergang mit Marion Jakobi
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Stadtspaziergang mit Marion Jakobi
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00:35 23.04.2018
Marion Jakobi (li.) schätzt vor allem den persönlichen Kontakt zu den Menschen. Dementsprechend viel Zeit nimmt sie sich für den Stadtspaziergang durch das Wohnviertel am Ostlandring. Quelle: Laura Beigel
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Burgdorf

 „So ruhig wie jetzt war es schon lange nicht mehr“, sagt Marion Jakobi. Die Koordinatorin des Nachbarschaftstreffs am Ostlandring führt mich durch die zwei angemieteten Drei-Zimmer-Wohnungen im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses, die derzeit als Beratungseinrichtung dienen. Täglich kommen dort rund 30 Menschen zusammen – eigentlich. Freitagvormittags gebe es nicht so viele Angebote, erklärt Jakobi die herrschende Stille. Stolz zeigt sie mir unter anderem die kleine Kochnische, das Badezimmer und das neue Kinderspielzimmer. Alles konnte erst durch das Anmieten der zweiten Wohnung im September eingerichtet werden. Dort kommen Alte und Junge, Deutsche und Menschen mit Migrationshintergrund, Alteingesessene und Hinzugezogene zusammen. 

Seit rund neun Monaten arbeitet die 44-Jährige im Nachbarschaftstreff und pflegt mit den Anwohnern und Besuchern des Treffs bereits ein enges Verhältnis. Vertrauen sei wichtig, aber nicht von Anfang an gegeben, sondern müsse immer mehr wachsen. Deshalb geht Jakobi bisweilen von Haus zu Haus und stellt sich persönlich als Koordinatorin vor. Auch beim Stadtspaziergang bleibt sie ab und zu stehen und plaudert mit Anwohnern. „Wir wollen die Menschen abholen, und da ist es wichtig, dass sie merken, dass wir uns Zeit nehmen.“ 

Im Wohngebiet am Ostlandring treffen unterschiedliche Lebensweisen aufeinander. Deshalb sieht sich der Nachbarschaftstreff auch als Vermittlungsstelle, die die Menschen zusammenbringt. „Es gibt einen tollen Zusammenhalt am Ostlandring“, schwärmt Jakobi. „Alle sind füreinander da und zeigen eine hohe Bereitschaft, sich zu beteiligen. Damit setzen sie gewissermaßen die Philosophie des Nachbarschaftstreffs um.“   

In der Mittagspause genießt Marion Jakobi den Blick auf die offene Feldmark. Quelle: Laura Beigel

Wichtig seien dabei auch gemeinsame Projekte wie das „Stadtgärtnern“-Projekt“. Direkt hinter dem Nachbarschaftstreff sind auf einem Feld 42 kleine Gartenparzellen entstanden, um die sich die Anwohner kümmern. Hier verbringe sie gerne ihre Mittagspause, verrät Jakobi – mit Blick in Richtung Feldmark. Auch sonst ist die Mutter von zwei Kindern gern in der Natur, findet dort Erholung vom Alltagstrubel. 

25 Jahre ist sie schon im pädagogischen Bereich tätig, rechnet Marion Jakobi beiläufig im Spazierengehen aus. Sie schloss ihre Ausbildung zur Erzieherin ab, arbeitete im Bereich der Individualpsychologie und studierte Sonderpädagogik. Bevor sie im vergangenen Jahr in die Fußstapfen von Barbara Martens trat und die Koordination des Nachbarschaftstreffs übernahm, war sie im Familienbüro der Stadt tätig. 

In ihre neue Position hat sie sich gut eingefunden: „Ich mag es, mit den Menschen neue Ideen zu entwickeln.“ Deshalb wünsche sie sich noch mehr Zeit, um in die angrenzenden Wohngebiete zu gehen und die Menschen auf den Nachbarschaftstreff aufmerksam zu machen. Einige Anwohner dort würden die Einrichtung nämlich gar nicht kennen, sagt Jakobi. Dabei sei das Miteinander wichtig, um auch mehr über andere Kulturen und Religionen zu erfahren: „Ich lerne hier jeden Tag etwas dazu.“ 

Von Laura Beigel

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