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Burgdorf Wie der Feminismus nach Burgdorf kam
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17:06 11.03.2018
Gleichstellungsbeauftragte Petra Pape hat mehrere Plakate und Flyer zum Thema "20 Jahre Gleichstellungsarbeit in Burgdorf" in ihrem Büro ausgehängt. Quelle: Laura Beigel
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Burgdorf

Vor 20 Jahren arbeitet Petra Pape daran, Frauen in der Stadt zu mehr Gleichberechtigung zu verhelfen. Anlass für die engagierte Feministin, den  internationalen Frauentag am Donnerstag, 8. März, zu nutzen, um ihr Büro im Rathaus II für einen Tag der offenen Tür zu öffnen und über die Gleichstellungsarbeit in Burgdorf zu informieren.  

1997 schrieb die Stadt – trotz einiger Widerstände im Rat der Stadt – die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten aus. Seitdem ist Pape „eine Koordinations- und Netzwerkstelle für Frauen“, wie sie selbst sagt. Bei ihrer Arbeit gehe es nicht um Beratung, sondern darum, die Ratsuchenden an entsprechende Hilfsorganisationen zu vermitteln. „Wir haben inzwischen eine gute Infrastruktur für Frauen in Sachen Beratung geschaffen“, meint Pape. 

Seit 19 Jahren ist die Gleichstellungsbeauftragte auch Leiterin des Arbeitskreises „Frauen in Burgdorf“. In der anfangs noch kleinen Arbeitsgruppe gehören heute rund 25 Frauen, etwa die Hälfte arbeitet aktiv mit. Sie treffen sich zwei- bis dreimal im Jahr, um Projekte zu planen, die auf die Rechte der Frauen hinweisen sollen. „Durch unsere Aktionen wollen wir vor allem jüngere Frauen ansprechen“, sagt Pape. Beispielsweise mit Kunstausstellungen wie „Frau in“, die aktuell im historischen Rathaus an der Marktstraße zu sehen ist.

Aller Anfang ist schwer: Gerade einmal zehn Frauen gehörten 1999 dem Arbeitskreis "Frauen in Burgdorf" an. Heute sind 25 gelistet. Quelle: privat

Und auch eine Erinnerung an den ersten, internationalen Frauentag, den Pape 1999 organisierte, ist geblieben: Mit Bleistiften schrieben Frauen ihre Wünsche auf bunte Klebezettel, die zu einem Plakat zusammengestellt wurden. Darauf zu lesen sind unter anderem Sehnsüchte nach mehr Selbstbestimmung oder Unterstützung. „Diese Wünsche sind heute noch genauso aktuell wie damals“, sagt Pape.  

Auf einem schwarzen Plakat hat Petra Pape alle Wünsche der Frauen vom internationalen Frauentag von 1999 zusammentragen. Quelle: Laura Beigel

Von Laura Beigel

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