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Burgdorf Fußgängerzone: Grüne wollen City beleben
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Fußgängerzone: Grüne wollen City beleben
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17:22 07.12.2018
Nicht im Winter, aber im Sommer wünschen sich die Grünen in der Innenstadt eine Fußgängerzone zwischen historischem Rathaus und Schützenweg. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Nachdem 2011 ein Bürgerbegehen für eine Fußgängerzone rechtlich nicht zulässig war und sich auch CDU und Linke mit ihrem Wunsch nach einer dreimonatigen Fußgängerzone zur Probe nicht hatten durchsetzen können, diskutiert der Rat jetzt erneut über die Einführung einer autolosen Flaniermeile in der City. Den Grünen, damals noch strikt dagegen, schwebt vor, eine solche während der Sommermonate einzurichten. Vereine, Verbände und andere Organisationen sollten sie mit Aktionen bespielen und so einen Beitrag leisten zur Belebung der Innenstadt.

Anders als ursprünglich gedacht, ist auf der Marktstraße von Verkehrsberuhigung keine Spur. Auto reiht sich dort an Auto. Das wollten die Grünen ändern, wie Anne Frick (Grüne) am Donnerstagabend im Verkehrsausschuss des Rates sagte. Zumal die meisten Autos ohnedies die Innenstadt nur durchquerten, anstatt auf der Umgehungsstraße zu fahren. „Die Leute haben Lust, den Raum auf der Straße für sich zu nutzen“, sagte Frick. Würde in den warmen Sommermonaten die Marktstraße zwischen dem historischen Ratshaus und dem Schützenweg gesperrt, entstünde am Abzweig in die Poststraße eine Platz, der für allerlei Aktionen genutzt werden könnte – vom Singen bis zum Basketball-Training.

Die Stadt hat Bedenken. Bürgermeister und Verwaltungschef Alfred Baxmann (SPD), ehedem erbitterter Gegner einer Fußgängerzone, riet dazu, den Stadtmarketingverein in die Überlegungen einzubeziehen. Er sagte zudem eine harte Auseinandersetzung mit den Fachleuten in seiner Verwaltung voraus, weil etwa geklärt werden müsse, wo die Autos auftauchten, die aus der Marktstraße verbannt würden. Tiefbauamtsleiter Rainer Herbst empfahl dann auch, einen Verkehrsgutachter einzuschalten.

Ratsherr Dieter Morich (SPD) fand die Idee der Grünen hervorragend. Rüdiger Nijenhof von den Freien Burgdorfern trug sich ebenso wie Volkhard Kaever von der WGS mit Bedenken. Nijenhof verlangte, die Einzelhändler in dem betroffenen Bereich an der Marktstraße zu befragen. Dafür sprach sich am Ende auch der Ausschuss aus. Für die CDU wollte Robert Apel einen Zielkonflikt erkennen. Einerseits habe der stationäre Einzelhandel in einer Stadt wie Burgdorf gegen Metropolen und das Internet nur eine Chance, wenn er stärker auf Events setze, wie es die Grünen vorschlagen. Gleichzeitig äußerte Apel Zweifel daran, dass eine Fußgängerzone profitabel sei: „Geht das Experiment schief, sind die Geschäfte weg.“

Von Joachim Dege

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