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Burgdorf Minister Lies bezieht Stellung zum Kaliberg
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Minister Lies bezieht Stellung zum Kaliberg
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00:16 05.07.2018
Fast 100 Meter hoch ist der Wathlinger Kaliberg (im Hintergrund). Links im Bild ist der Hänigser Förderturm des stillgelegten Bergwerks Niedersachsen-Riedel zu sehen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Hänigsen/Wathlingen/Burgdorf

Die Chancen, die Abdeckung des Wathlinger Kalibergs zu verhindern, stehen schlecht. Das ist zumindest das Ergebnis eines Gesprächs der beiden Bürgermeister Alfred Baxmann aus Burgdorf und Werner Backeberg aus Uetze mit Umweltminister Olaf Lies im hannoverschen Ministerium. Lies habe demnach darauf hingewiesen, dass in Niedersachsen Rückstandshalden von Bergwerken abgedeckt werden müssen – so sei es gesetzlich geregelt. Das hat Backeberg jetzt auf Anfrage mitgeteilt.

So wolle das Land verhindern, dass weiterhin salzhaltiges Haldenwasser entsteht, sagt Backeberg. Ein Nebeneffekt der Haldenabdeckung sei, dass Deponieraum für Bauschutt und Bodenaushub der Schadstoffklasse Z2 entstehe.

Um das Gespräch mit Lies hatten Baxmann, Backeberg und deren Kollegen Wolfgang Grube (Samtgemeinde Wathlingen), Torsten Harms (Gemeinde Wathlingen) und Jörg Makel (Nienhagen) gebeten, um die Bedenken ihrer Kommunen gegen die Rekultivierungspläne des Konzerns K+S vorzutragen. Grube, Harms und Makel konnten den Termin jedoch nicht wahrnehmen.

Backeberg hat nach eigenem Bekunden den Eindruck gewonnen, „dass alles objektiv geprüft wird“. „Auch die entscheidende Frage, ob die Halde schon im Grundwasser steht oder nicht“, fügt er hinzu. Falls die Halde bereits Kontakt mit dem Grundwasser hat, könnte das eventuell gegen eine Rekultivierung mit Boden und Bauschutt sprechen.

„Wir haben moniert, dass unseres Erachtens die Verkehrsgutachten nicht ausreichen“, berichtet Backeberg. „Für Burgdorf ist die Verkehrsfrage die entscheidende Problematik“, betont Baxmann. Zum Beispiel befürchten Einwohner aus Sorgensen und Dachtmissen, dass der Anlieferverkehr zum Kaliberg ihre Dörfer erheblich belasten wird. Nach Baxmanns Worten darf das Verkehrsaufkommen Burgdorf und seine Ortseile nicht in der städtebaulichen Entwicklung einschränken. Auch wenn es für K+S teurer werde, müsse man eine Lösung finden, die die Beeinträchtigungen der Bevölkerung minimiert, fordert Baxmann.

Baxmann und Backeberg haben bei dem Gespräch auch kritisiert, dass K+S nicht den Einladungen zu einer Ortsratssitzung in Hänigsen und zu einer Informationsveranstaltung der Stadt Burgdorf in Sorgensen gefolgt ist, um dort Rede und Antwort zu stehen. „Wir erwarten von K+S mehr Transparenz im Verfahren“, sagt Baxmann. Laut Backeberg hat K+S inzwischen signalisiert, dass Firmenvertreter künftig zu Infoveranstaltungen kommen werden. Möglicherweise wird auch Lies nach Burgdorf oder Uetze kommen. „Der Minister hat gesagt, dass er für Veranstaltungen vor Ort zur Verfügung steht, wenn das Verfahren weiter fortgeschritten ist“, berichtet der Uetzer Bürgermeister.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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