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Burgdorf Zwölfjähriger in Schumachers Fußstapfen
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00:16 23.06.2018
Der zwölf Jahre alte Gregor Feigenspan gewinnt in seinem Rennkart Rennen um Rennen Quelle: Dege
Burgdorf

An der Scharnhorststraße in Burgdorfs Nordstadt wächst ein Motorrennsport-Talent heran: Gregor Feigenspan ist gerade einmal zwölf Jahre alt, besucht den sechsten Jahrgang des Gymnasiums und dreht sich ansonsten im Kreis: Wochenende für Wochenende fährt er auf seinem Kart Rennsiege auf Strecken in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt ein.

Infiziert haben den Blondschopf seine Eltern, selber ehemalige Rallye-Cracks. Mutter und Vater begleiten den Sohn jedes Wochenende auf die Rennstrecke, egal wie weit entfernt diese auch liegt. Und sie finanzieren ihm das nicht gerade billige Hobby: Ein Renncart, wie Gregor es fährt, kostet mal eben gepflegte 3000 Euro. Für Anzug und Helm sind weitere 500 Euro fällig. Dazu kommen Ersatzteile und Werkzeug. Und einen Transportanhänger für das Kart braucht es natürlich auch.

Mit diesem Kart dreht Gymnasiast Gregors auf den Rennstrecken in Niedersachsen und in Sachsen-Anhalt seine Runden. Quelle: Dege

Gregor zahlt die Investition mit Trainingsfleiß und seinem unbedingten Siegeswillen in den Rennen zurück. Ganz abgesehen von dem Strahlen, das sein Gesicht flutet, wenn er über seinen Sport redet. Wochenende für Wochenende holt er sich die Pole-Position und steht am Ende auf dem Siegerpodest.

Gregor fährt nun schon im zweiten Jahr in der REC-Kart-Serie des ADAC. REC steht für den Rundstrecken-Einsteiger-Cup, der auf Rennstrecken auf dem Fliegerhorst in Faßberg, in Oschersleben bei Magdeburg und in Falkenstein-Reinstedt im Ostharz ausgetragen wird. Die beiden Altersklassen der Zehn- bis 13-Jährigen und der 14- bis 16-Jährigen gehen jeweils gemeinsam auf die Strecke. Gregor gewann in seiner Altersklassen bisher acht von acht ausgetragenen Rennen und kaufte nicht selten auch noch den erfahreneren älteren Rennkollegen den Schneid ab. Jedenfalls führt er mit großem Abstand die Gesamtwertung an.

Und das ist noch längst nicht alles: Gregor fährt außerdem Slalom-Wettbewerbe. Dabei gilt es, eine mit Pylonen abgesteckte, kurvenreiche Strecke technisch möglichst perfekt und so schnell wie möglich zu fahren. Auch das beherrscht Gregor. Seinen größten Erfolg als Kart-Rennfahrer schaffte er in eben dieser Disziplin im vergangenen Jahr mit einem zweiten Platz im Endlauf für Norddeutschland (18 Fahrer) und dem zwölften Platz im Bundesendlauf (51 Fahrer). Sollte er nach der Sommerpause auch in den verbleibenden acht Saisonrennen in der REC-Serie Platz 1 oder 2 erreichen, winkt ihm ein Testwochenende in der ADAC-Kart Academy.

Gregors Vater Jürgen, der bei VW Komponenten für den Motorsport baut, ist stolz wie Bolle auf seinen Sohn. Er gibt bei den Rennen den Mechaniker. Auch Mutter Christina, der mit ihrem Dentaltechnik-Unternehmen die Rolle der Sponsorin zufällt, fährt mit zu den Rennen und betreut ihr Kind. Denn die Renntage haben es in sich. Nicht nur, dass die Karts bis zu 80 Stundenkilometer schnell sind und dabei auf den 13 bis 15 zu bewältigenden Runden enorme Fliehkräfte wirken. Vor jedem Rennen sind zwei freie Trainingsläufe und ein Zeittraining für die Rennaufstellung fällig. Um ein besonderes Muskel- und Koordinationstrainig kommt Gregor deshalb nicht herum. Wenn es mal zwickt, hilft Physiotherapeut und Sponsor Dominik Pietrasch – umsonst.

An gewonnenen Pokalen herrscht in Gregors Kinderzimmer wahrlich kein Mangel. Quelle: Dege

Von Joachim Dege

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