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Burgdorf Parlasca boomt und wächst
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00:22 30.04.2018
Die Keksfabrik Parlasca will seine Betriebstgätte in der Nordstadt erweitern und eine neue Lagerhalle bauen. Quelle: Dege
Burgdorf

 Kekse aus Burgdorf sind gewissermaßen in aller Munde. Mit der Folge, dass das Unternehmen Parlasca, das die Kekse in seiner Fabrik in der Nordstadt produziert, stetig wächst. Nach Angaben von Geschäftsführer Georg Parlasca jährlich um 15 bis 25 Prozent. 2017 kam Parlasca auf einen Jahresumsatz von 16 Milionen Euro.

Jetzt will das Unternehmen seine Betriebsstätte am Standort Vor dem Celler Tor vergrößern. Dafür muss die Stadt einen Bebauungsplanes für ein etwa 1,3 Hektar großes Areal  aufstellen, der das bestehende Betriebsgelände, den Erweiterungsbereich sowie die Flächen um die Reithalle im Norden aus einem Guss als Gewerbegebiet ausweist. Denn bislang existiert dort kein Bebauungsplan.

Ein solchen will die Stadt jetzt in einem beschleunigten Verfahren aufstellen. Dabei kann die Stadt nach geltendem Baurecht auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung und auf sogenannte naturschutzrechtliche Eingriffregelungen verzichten. „Das hatte für uns Priorität“, sagt Bauamtsleiter Andreas Fischer. Es gehe schließlich um Arbeitsplätze und die Frage, ob sich das Unternehmen an seinem Standort entwickeln könne oder sich gegebenenfalls anders orientiert. Der Ratsausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau, der darüber in seiner Sitzung am 14. Mai, öffentlich ab 17 Uhr im Rathaus II berät, muss dem allerdings zustimmen. Die Entscheidung, ob Parlasca erweitern darf, fällt dann Ende Mai dem Verwaltungsausschuss der Stadt. Das Gremium tagt nicht öffentlich. 

Teils auf dem bereits bestehenden Betriebsgelände, teils auf eigens dafür erworbenem Grund im Westen davon soll ein neues Palettenlager mitsamt Zufahrt, Wendehammer und Stellplätzen entstehen. „Die bisherige, nicht mit der Produktion direkt verbundene Lagerhalle hat etwa ein Drittel der Fläche der geplanten“, sagt Parlasca zur Größe. 

Die voraussichtliche Investionssumme will das Unternehmen nicht nennen: „Wir sind noch in Verhandlungen“, sagt Parlasca. Auch was den Baubeginn angeht, hält sich der Geschäftsführer sicherheitshalber noch bedeckt: „Der Rat muss ja erst einmal zustimmen. Aber wir stehen absolut Gewehr bei Fuß, denn wir brauchen den Platz dringend.“ Eine zusätzliche Verkehrsbelastung für die Innenstadt wegen des Lieferverkehrs  stehe nicht zu erwarten: „Wir liegen ja günstig an der Umgehungsstraße“, sagt Parlasca. 

Mit der Verlagerung der Lagerbestände in den Anbau im bestehenden Betriebsgebäude wolle das Unternehmen zusätzliche Kapazitäten für die Produktion schaffen, erläutert der Urenkel des Firmengründers den Grund für das Erweiterungsvorhaben: „Sowohl für bestehende Produkte als auch für neue.“

Parlasca beschäftigt aktuell 94 Mitarbeiter. Die Keksfabrik produziert an sieben Tagen in der Woche – im Dreischichtbetrieb . Nicht nur die Eigenmarken Parlasca, pur (Biogebäck) und Kemm'sche Kuchen kommen hier in die Tüte. Auch mehrere Dutzend Handelsmarken, die vom Discounter bis zum Reformhaus vertrieben werden, kommen dort aus den Backöfen. 

Mit dem jetzt geplanten Anbau sei der Platzbedarf für die nächsten Jahre voraussichtlich gesichert, sagt Parlasca. Doch die Erweiterungsmöglichkeiten auf dem Areal an der Straße Vor dem Celler Tor seien damit auch so gut wie ausgeschöpft.

Parlasca kam 2017 auf einen Jahresumsatz von 16 Milionen Euro und wächst nach eigenen Angaben jedes Jahr um 15 bis 25 Prozent. Quelle: Dege

  

Von Sandra Köhler und Joachim Dege

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