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Burgdorf RSE-Vorsitzender lässt kein gutes Haar am NFV 
Aus der Region Region Hannover Burgdorf RSE-Vorsitzender lässt kein gutes Haar am NFV 
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00:30 28.03.2018
Jürgen Stern (stehend) kritisiert während der Versammlung den Niedersächsischen Fußballverband Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Ramlingen

 „Dem RSE geht es wirtschaftlich gut.“ Das hat Jürgen Stern, Vorsitzender des SV Ramlingen-Ehlershausen (RSE), während derJahresversammlung am Freitagabend im Landgasthaus Voltmer berichtet. Trotzdem schmerzen den Verein die Verbandsabgaben, die er leisten muss. Mit dem Niedersächsischen Fußballverband (NFV) ging Stern hart ins Gericht.

Nach seinen Angaben belaufen sich die Abgaben an mehrere Verbände auf rund 13.500 Euro im Jahr. „Ein Betrag, der mich besonders ärgert“, sagte der RSE-Chef. Das meiste Geld dieser Summe streiche der NFV ein, der sich zum Großteil mit Strafgeld und Gebühren finanziere. So bitte der NFV Vereine zur Kasse, wenn sie nicht innerhalb von 30 Minuten nach dem Schlusspfiff das Ergebnis eines Punktspiels meldeten. Der RSE müsse sogar eine Gebühr für Werbung auf den Trikots der Jugendmannschaften bezahlen. 1500 Euro koste die Beantragung einer Lizenz für die Oberliga.

Außerdem klagte Stern darüber, dass der Profisport den Fußball dominiere. Die Folge: Zu den Spielen des RSE kämen nicht genügend Zuschauer, obwohl die erste Herrenmannschaft in der Landesliga spielt. „Der Sport, den wir betreiben, ist gut“, betonte Stern.

Zwar habe der RSE rund 33.000 Euro Eintrittsgeld im vergangenen Jahr eingenommen. Aber das auch nur wegen des alljährlichen Freundschaftsspiels gegen Hannover 96 und des Turniers um den Porta-Pokal. „Das sind Events, die Geld bringen“, stellte der RSE-Boss fest. Von den Einnahmen bei den Punktspielen bleibe nach Abzug der Kosten nichts übrig.

„Wir sind abhängig von den Sponsoren“, zeigte Stern die Folgen auf. Daher müsse der Verein um jeden Sponsor kämpfen. „Daran müssen wir weiter arbeiten, um den Verein finanziell gesund zu halten“, sagte der Vorsitzende.

Eine weitere Einnahmequelle sind die Mitgliedsbeiträge. „Wir müssen die Mitgliederzahl stabil halten oder erhöhen“, forderte Stern. Derzeit zählt der RSE nach einer Bereinigung der Mitgliederkartei 468 Vereinsangehörige. „Wir streben die 500 wieder an“, sagte der RSE-Chef. Auf Antrag des Vorstands beschloss die Versammlung eine Erhöhung des Beitrags um 50 Cent im Monat. Ab 2019 müssen Erwachsene 132 Euro im Jahr zahlen, Jugendliche 90 Euro.

Aushängeschild des RSE ist die vereinseigene Sportanlage in Ramlingen. Stern und sein Stellvertreter Andreas von der Becke appellierten an die Mitglieder, mit der Anlage pfleglich umzugehen. Von den Überlegungen, einen Kunstrasenplatz anzulegen, hat der Vorstand wieder Abstand genommen. Die Anschafftung sei sehr teuer, die Pflegekosten seien sehr hoch, und nach elf Jahren müsse der Platz erneuert werden, erläuterte Stern. Den Zustand des städtischen Platzes in Ehlershausen, den Jugendmannschaften des RSE, die Waldschule und der Kindergarten nutzen, bezeichnete von der Becke als „katastrophal“.

Als sportliches Ziel gab Stern den Aufstig der ersten Mannschaft in die Oberliga aus: „Wenn nicht in diesem, dann im nächsten Jahr.“ 

Ehrungen für 225 Jahre Vereinstreue

Fünf Mitglieder hat der Vorsitzende des SV Ramlingen-Ehlershausen (RSE), Jürgen Stern, in derJahresversammlung für insgesamt 225 Jahre Vereinstreue geehrt. Seit einem halben Jahrhundert gehören Bernhard Hennessen, Willi Heuer, Egbert Maahs und Gerhard Hogreve dem RSE an. Vor 25 Jahren ist Horst Koch in den Verein eingetreten.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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