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Burgdorf Segelflieger trainieren für die neue Saison
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Segelflieger trainieren für die neue Saison
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00:40 25.03.2018
Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein: Die LSV-Mitglieder fliegen nach der langen Winterpause wieder ihre ersten Runden über Burgdorf und das Umland. Quelle: Antje Bismark
Ehlershausen

 Seit Montag gibt es auf dem Flugplatz in Ehlershausen ein ganz besonderes Ferienlager: Dort trainieren gut 20 Mitglieder des Luftsportvereins (LSV) die Starts und Landungen für die neue Saison. „Wir bieten diese Trainingstage seit der Gründung des Vereins an“, sagt Vorstandsmitglied Roland Schoch. Seinen Angaben zufolge gehen die Segelflieger bis Oktober in die Luft. Dann beginnt die Winterpause. Manchmal dauere es  fast ein halbes Jahr bis zum nächsten Start, sagt der Burgdorfer. Deshalb gebe es die gesetzliche Vorschrift, dass sich Segelflieger auf die neue Saison mit Übungsstarts in Begleitung eines lizensierten Fluglehrers vorbereiten müssen.

Zu den Teilnehmern gehören in diesem Jahr neben Schoch auch Vereinssprecher Carsten Möller und der 14-jährige Marian Stojanovski aus Isernhagen. Während Möller bereits seit fünf Jahrzehnten die Freiheit in der Luft genießt, ist Marian erst seit einem Dreivierteljahr dabei – seine Begeisterung für das Hobby indes teilt er mit den Älteren. „Segelflieger hatte ich zuerst auf einem Flugplatz bei meiner Oma gesehen“, erzählt er. Immer wieder habe er dort zugeschaut, wenn die Maschinen entweder mit einer Seilwinde oder einem Flugzeug hochgezogen wurden und dann über dem Areal kreisten.

Der 14-jährige Marian Stojanovski hat seine Leidenschaft für das Segelfliegen entdeckt. Quelle: Antje Bismark

Nach seinem 14. Geburtstag gaben seine Eltern ihm die Erlaubnis, in den LSV einzutreten. Seitdem verbringt der Isernhagener viel Freizeit bei den Fliegern. „Das Segelfliegen ist wie ein Puzzle, bei dem die Teilchen, zum Beispiel die Thermik, richtig passen müssen“, sagt Marian, der inzwischen auch allein die Flieger in unterschiedlichen Größen steuert. 

Wie die Älteren übernachtet er in dieser und in der nächsten Woche in dem Osterferienlager – zum einen, um morgens gleich dabei sein zu können. Zum anderen aber auch, um abends noch mit den anderen zu fachsimpeln und ins Gespräch zu kommen. Denn Marian hat das nächste Ziel fest im Blick: „Mit 16 Jahren möchte ich meinen Flugschein machen“, sagt er. 

Diese Chancen dafür stehen nach Einschätzung von Möller und Schoch gut: „Marian beherrscht das Segelfliegen schon jetzt gut“, sagt der LSV-Sprecher, der sich wie seine Mitstreiter durchaus noch mehr Jugendliche im Verein wünscht. Sie können sich – ebenso wie Erwachsene – an jedem Wochenende über den Sport und den Zusammenhalt im Verein informieren. Der Mitgliedsbeitrag inklusive Nutzung der Flieger kostet 30 Euro im Monat. Eine gute Gelegenheit, sich bei den Segelfliegern umzuschauen, bietet der Tag der offenen Tür am Himmelfahrtstag, 10. Mai, von 10.30 bis 18 Uhr. „Natürlich dreht sich dabei alles um Flugzeuge und ums Mitfliegen“, sagt Schoch.

Der LSV zählt zu den erfolgreichsten Segelfliegervereinen Deutschland. In der Bundesliga konnten sich die Ehlershäuser unter anderem dreimal hintereinander den Meistertitel sichern. Wichtig ist dem LSV, neben diesen Spitzenleistungen den Breitensport zu forcieren. Dabei gehe es um den Spaß am Fliegen, ohne die Verpflichtung bei Wettbewerben zu starten, sagt Möller. Er selbst plane in diesemJahr beispielsweise wieder einen Wandersegelflug mit zwei Gleichgesinnten. „Wir wollen mit drei älteren Flugzeugen zunächst bis an den Alpenrand fliegen und dann über den Alpen segeln.“

Von Antje Bismark 

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