Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Burgdorf Wenn die Ostereier eine Föhnfrisur bekommen
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Wenn die Ostereier eine Föhnfrisur bekommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 28.03.2018
Roswitha Gehlhaar föhnt an ihrem Stand Ostereier aus Zelluloid, die sie bemalt und beschriftet hat. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Burgdorf

 Nicht nur Österliches haben die 68 Aussteller beim ersten Burgdorfer Ostermarkt zum Kauf angeboten. So blinkten in einer Ecke des Saales des Stadthauses die Leuchttürme von Kampen auf Sylt, Pilsum, Blavand und Warnemünde. Der Sehnder Gerhard Hühn baut Leuchttürme fast originalgetreu nach, seit er Rentner ist.

Natürlich dürfen Ostereier auf einem Ostermarkt nicht fehlen. Gedrechselte Holzostereier stellte Ulrich Strelow aus Schönigen aus. Beträchtlich größer waren die aus Ton getöpferten Eier am Stand der Isernhagenerin Ursula Sallmon. „Die Rohware wird einmal gebrannt und dann wird die Glasur mit einem Pinsel aufgetragen“, erzählte Sallmon. Anschließend brenne sie die Eier ein zweites Mal.

„Bei mir bekommen die Ostereier eine Föhnfrisur“, scherzte Roswitha Gehlhaar aus Ilsede. Auf Wunsch der Kunden schrieb sie auf Eier aus Zelluloid, die sie bemalt hatte, Namen und föhnte sie anschließend. „Die warme Luft weicht die Farben auf. So können sich Farbe und Schrift verbinden“, erläuterte Gehlhaar.

Auch andere Kunsthandwerker und Hobbykünstler ließen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Ihre elektronische Stickmaschine hatte Annemarie Scherf aus Ahlten mitgebracht, um damit nach den Wünschen der Besucher Handtücher zu besticken. „Man kann sich ein Handtuch, Garn und einen Namen aufsuchen, den ich sticken soll“, erläuterte Scherf. Brandmalerei ist das Hobby der Sehnderin Elke Krebs. Mit einem Lötkolben zeichnete sie eine Burg auf eine Holzplatte.

Im Foyer des StadtHauses führte Karin Böttcher aus Engelbostel vor, wie sie aus alten Landkarten, Zeitschriften, gebrauchtem Geschenkpapier und leeren Kaffeetüten Tachen herstellt. Mario Giovelli von der Firma Stadt Events, die den Markt ausgerichtet hatte, wies darauf hin, dass die Besucher auch an anderen Ständen Recyclingprodukte erwerben konnten. Aus altem Silberbesteck formen Thomas Bösewill und Karen März aus Rethem (Aller) Kettenanhänger, Ringe, Ohrringe und ähnliche Dinge. „Viele wollen das alte Besteck wegwerfen und stellen es uns dann vor die Tür“, berichtete Bösewill. Anke Pietrowski aus Stolzenau bot Schmuckketten an, deren Anhänger aus Treibholz bestand. „Treibholz sammele ich im In- und  im Ausland“, berichtete sie.

Mit dem Besucherzuspruch zeigte sich Giovelli zufrieden. Im nächsen Jahr will er den Ostermarkt im StadtHaus wiederholen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Freunde alter Eisenbahntechnik können sich auf Mitte Mai freuen:  Die historische Dampflok 78468 macht dann Station im Burgdorfer Bahnhof, um Fahrgäste Richtung Hamburg einsteigen zu lassen.

26.03.2018

Der lange Winter hat die Bauern bei der Feldbestellung enorm zurückgeworfen. Boris Götting pflanzt seine Frühkartoffeln fast einen Monat später als üblich.

26.03.2018

Die Schwalben machen sich seit Jahren rar. Mit einer ungewöhnlichen Nestaktion will der Naturschutzbund die Vögel wieder in die Städte und die Dörfer locken.

26.03.2018