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Burgdorf Abwassergebühren werden steigen
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15:51 02.11.2018
Die Kläranlage in Dollbergen ist eine der drei Klärwerke, die der Wasserverband Peine in der Gemeinde betreibt. Quelle: Wasserverband Peine
Uetze

Die Abwassergebühren werden in der Gemeinde bis 2023 Schritt für Schritt steigen. Die Höhe hängt davon ab, ob die Kommune der Solidargemeinschaft beitritt, die der Wasserverband Peine am 1. Januar 2019 für die Abwasserbeseitung ins Leben rufen will. Bei einem Beitritt werden die Preise in den nächsten fünf Jahren stärker erhöht. Der Ratsausschuss für Wirtschaft und Finanzen legte sich am Donnerstagabend noch nicht fest.

In 16 Kommunen hat der Wasserverband die Abwasserbeseitigung übernommen. In Uetze 1996. Für jede Gemeinde setzt die Verbandsversammlung bislang die Abwassergebühren getrennt fest. Sie hängen unter anderem von den Investitionen ab. In den Kommunen, die der Solidargemeinschaft beitreten, will der Wasserverband die Gebühren bis 2023 angleichen. Danach sollen einheitliche Preise gelten.

Der Verband geht davon aus, dass eine Solidargemeinschaft die anstehenden Investitionen langfristig besser schultern kann. Allein in der Gemeinde Uetze muss der Verband für die Kanalsanierung in den nächsten Jahren rund 30 Millionen Euro ausgeben. Hinzu kommen Investitionen in eine vierte Reinigungsstufe und höhere Kosten für die Klärschlammbeseitigung.

Derzeit müssen Hausbesitzer in der Gemeinde einen Arbeitspreis von 2,81 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser und einen Grundpreis von 60 Euro im Jahr bezahlen. „Die 2,81 sind ein künstlicher Preis“, merkte CDU-Ratsherr Dieter Blanke an. Der Arbeitspreis sei so niedrig, weil der Wasserverband Überschüsse aus den vergangenen Jahren abbaue. Bleibt es bei der getrennten Berechnung, steigt der Arbeitspreis im nächsten Jahr auf 3,30 Euro und 2023 auf 3,40. In der Solidargemeinschaft erhöht er sich 2919 auf 3,20, 2021 auf 3,40, 2022 auf 3,60 und 2023 auf vier Euro. Das Grundentgelt wird sich bei beiden Modellen gleich entwickeln – von 72 Euro im Jahr 2019 über 96 Euro 2021 auf 120 Euro im Jahr 2022.

Die Bildung einer Solidargemeinschaft hielten sowohl Dirk Rentz und Peter Pawlitza (CDU) als auch Rudolf Schubert (SPD) grundsätzlich für sinnvoll, forderten aber zusätzliche Informationen. „Sie muss auf möglichst vielen Schultern getragen werden“, sagte Pawlitza. Er erinnerte daran, dass bisher nur zwölf der 16 Kommunen Interesse an der Solidargemeinschaft bekundet haben. „Wenn alle zwölf mitmachen, sind auch wir dabei“, kündigte Pawlitza an.

Oliver Wempe (Balu) wandte ein, dass die Solidarität auf Kosten der Bürger gehe. Ulf-Hendrik Schrader (FDP) gab zu bedenken, dass eine vierköpfige Familie 2023 etwa 90 Euro mehr im Jahr bezahlen müsse, wenn Uetze der Gemeinschaft beitritt.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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