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Burgdorf Hausbesuch bei Familie Schleiereule
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Hausbesuch bei Familie Schleiereule
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16:36 24.06.2018
Naturschutzbeauftragter Erhard Zander mit einer jungen Eule, die er aus dem Nistkasten geholt hat. Quelle: Foto: HAZ-Archiv
Hänigsen/Weferlingsen

Die Kinderstuben der Schleiereule und des Storchs sind am Sonntag, 1. Juli, das Ziel einer Exkursion des Naturschutzbunds, die der Naturschutzbeauftragte Erhard Zander leitet. Wenn es um Schleiereulen geht, dann ist Zander der Experte des Naturschutzbunds Burgdorf, Lehrte, Uetze. Seit mehr als 30 Jahren beobachtet er die nachtaktiven Raubvögel im Osten der Region Hannover. Er kann deshalb jede Menge über ihre Gewohnheiten berichten und lässt sich von den kleinen und großen Exkursionsteilnehmern gern ein Loch in den Bauch fragen.

Am Sonntag, 1. Juli, will Zander mit den kleinen und großen Naturfreunden eine Schleiereulen-Kinderstube auf dem Hof Brönnemann in Weferlingsen besuchen. „Vier Junge werden dort aufgezogen“, sagt er. Jedes Jahr kontrolliert Uetzes ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter gemeinsam mit seinem Burgdorfer Kollegen Dieter Kleinschmidt 115 Eulen-Nistkästen in Uetze, Burgdorf und einigen Ortsteilen Lehrtes, um zu schauen, wie sich die Eulenpopulation entwickelt. Die weitaus meisten hängen im Uetzer Gemeindegebiet. „Das liegt einfach daran, dass es in Uetzes Ortsteilen viel mehr Möglichkeiten gibt, Nistkästen aufzuhängen, und auch mehr Raum für die Jagd der Vögel“, sagt Zander.

2018 ist laut Zander bislang ein durchschnittliches Eulenjahr. In der Regel brüten die Schleiereulen zweimal im Jahr, wobei die zweite Brut meist größer als die erste ausfällt. „Das liegt einfach dran, dass die Nächte im Spätsommer sehr viel länger sind, und die Vögel mehr Zeit zum Jagen haben.“ Wenn es zu einer Mäuseschwemme kommt – „das passiert etwa alle drei, vier Jahre“ – dann können die Eulen viele Junge großziehen. „Die größte Brut, die ich einmal Ende September in einem Nistkasten entdeckte, waren zehn Jungeulen“, berichtet Zander.

Für die Störche ist 2018 hingegen eher ein schwieriges Jahr. „Das Frühjahr war zu trocken, sodass die Altvögel für ihre Jungen kaum Futter wie zum Beispiel Regenwürmer gefunden haben“, sagt Zander. Nur die Störche im Dedenhausener Nest kriegen offenbar drei Jungtiere groß. In den Nestern in Hänigsen, Uetze und Obershagen hat Zander hingegen nur noch jeweils einen jungen Storch gesehen. Am 1. Juli ist ein Besuch unter dem Storchennest auf dem Dach der Bäckerei Laube in Hänigsen geplant.

Treffpunkte für die naturkundliche Exkursion, die auch für Familien mit Kindern sehr gut geeignet ist, sind am Sonntag, 1. Juli, um 14.45 Uhr der Schützenplatz in Burgdorf und um 15 Uhr der Platz vor der Kirche in Hänigsen. Zunächst geht es zu Fuß zum Storchennest. Anschließend wird mit den Privatautos Weferlingsen angesteuert, um einen Blick in die Kinderstube der Schleiereulen zu werfen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Von Anette Wulf-Dettmer

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