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Burgwedel Geldstrafe für Polenböller im Briefkasten
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Geldstrafe für Polenböller im Briefkasten
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09:11 10.08.2018
Vor dem Amtsgericht Burgwedel wurde ein junger Mann zu 4050 Euro Geldstrafe verurteilt, weil er im Briefkasten seines Nachbarn einen Polenböller sprengte. Quelle: Walter
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Burgwedel

Sein Schuldeingeständnis und die gezeigte Reue bewahrten einen 23-Jährigen aus Bissendorf bei seiner Verhandlung am Amtsgericht Burgwedel am Donnerstag vor einer härteren Strafe: Für die Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit Sachbeschädigung, fahrlässiger Körperverletzung und Bedrohung bekam er eine vergleichsweise milde Strafe. Der Autohaus-Mitarbeiter muss 4050 Euro zahlen.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr hatten zwei Bissendorfer nicht gerade: Der Angeklagte gab zu, dass er am vergangenen Neujahrsmorgen gegen 2.40 Uhr einen sogenannten Polenböller angezündet und in den Briefkasten seines Nachbarn geworfen hatte. Bei der enormen Explosion wurde der Briefkasten weggesprengt, es entstand ein Schaden von etwa 1600 Euro. Der Bewohner des Hauses, der in dem Moment der Explosion herbei gelaufen kam, erlitt dabei ein Knalltrauma und einen Tinnitus. Doch damit nicht genug: Später in der Nacht hatte der Angeklagte das Opfer mit den Worten „Ich mache Sie fertig, Sie werden den morgigen Tag nicht überleben“ bedroht. Dem vorausgegangen war wohl eine Meinungsverschiedenheit, auf deren Umstände vor Gericht nicht näher eingegangen wurde.

Der zum Tatzeitpunkt 22-Jährige entschuldigte sich bei dem Opfer und ließ verlauten, dass ihm vor allem die Bedrohung leid tue. „Das mit dem Böller war eine total blöde Idee“, sah er ein. Auch Alkohol habe in der besagten Nacht eine Rolle gespielt.

Der Nachbar hat durch das Knalltrauma dauerhafte Beeinträchtigungen beim Richtungshören davongetragen. Diese sind aber nicht so gravierend, dass er nicht in seinem Beruf weiterarbeiten kann. Das Opfer arbeitet im Bereich der Akustik und beurteilt dabei unter anderem Lautsprecher.

Der Richter Michael Siebrecht folgte dem Antrag der Staatsanwältin und verurteilte den Angeklagten zu 90 Tagessätzen à 45 Euro. Für seine „Dummheit“, wie der Verteidiger die Tat seines Mandanten nannte, würden normalerweise weitaus härtere Strafen verhängt, merkte Siebrecht an. Das Urteil fiel nur so mild aus, weil die Gefährdung und Verletzung des Nachbarn von dem jungen Mann nicht gewollt war.

Auf den Angeklagten kommen eventuell noch Kosten für den Schaden am Briefkasten zu, welche die Versicherung des Nachbarn zurückfordern könnte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Von Elena Everding

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