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Burgwedel Burgwedel arbeitet an Resolution gegen Fluglärm
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17:01 25.10.2018
Ein Flugzeug der KLM am späten Abend im Landeanflug auf dem Hannover Airport. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa (Archiv)
Burgwedel

Fluglärm, vor allem in den Nachtstunden, nervt viele Burgwedeler. Immer mal wieder donnern laute Flieger über den Ort. „Wir müssen eine Grenze definieren, was geht und was nicht“, sagt SPD-Ratsherr Stephan Nikolaus-Bredemeier. Das soll jetzt mit einer Resolution des Burgwedeler Rates geschehen. Die brachte die SPD-WEB-Die Partei-Gruppe in die vergangenen Sitzung ein.

Ausnahmegenehmigung läuft aus

Hintergrund: Der Flughafen Hannover-Langenhagen verfügt über eine 24-Stunden-Betriebsgenehmigung. Für die Nachtstunden gelten jedoch Einschränkungen. Die sind in einer langen Liste mit Ausnahmen geregelt. Darin aufgeführt sind die Flugzeugtypen, die schlichtweg zu laut sind und deshalb zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens Hannover-Langenhagen nicht anfliegen oder von dort auch nicht starten dürfen. Diese Ausnahmeregelung gilt bis Ende kommenden Jahres, dann muss sie vom Niedersächsischen Verkehrsministerium erneuert werden.

Und genau an dieser Stelle wollen die Burgwedeler Kommunalpolitiker nun ansetzen und fordern verbindliche Obergrenzen für Nachtflüge. Bei der Neuregelung seien „nicht allein wirtschaftliche Interessen, sondern auch die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen, die rund um den Flughafen von Fluglärm betroffen sind, in die Abwägung einzubeziehen“, heißt es im vorgelegten Resolutionstext. „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Nachtflüge“, sagt Nikolaus-Bredemeier. „Allerdings sollten Flüge im Zeitraum zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr stärker eingeschränkt werden. Darum geht es in unserer Resolution.“

Immer mehr Flieger in der Nacht unterwegs

Dass Nachtflüge immer beliebter werden und stetig zunehmen ist unstrittig. Das belegen die Zahlen des Flughafen Hannover Langenhagen. In den vergangenen fünf Jahren ist deren Anzahl von 11.016 im Jahr 2013 auf 14.042 im vergangenen Jahr angestiegen. Die Flugbewegungen insgesamt sind in dem Zeitraum konstant geblieben. 2013 starteten und landeten 75.596 Flugzeuge, im vergangenen Jahr waren es 75.588 und damit acht Maschinen weniger. Diese Zahlen stammen aus dem Jahresbericht 2017 von Reinhart Thomas, Fluglärmschutzbeauftragte für den Verkehrsflughafen Hannover-Langenhagen.

Ein weiterer Grund dafür, dass gefühlt die Anzahl der Flüge über Großburgwedel in den vergangenen Monaten zugenommen haben, könnte auch am Flughafen Hannover-Langenhagen selber liegen. Dort wurde über den gesamten Sommer hinweg an der Südbahn gebaut. Deshalb wickelte der Airport in dieser Zeit den kompletten Flugverkehr über die Nordbahn ab und damit rund eineinhalb Kilometer näher an Großburgwedel. Seit Ende September sind diese Arbeiten abgeschlossen und die An- und Abflüge verteilen sich wieder auf beide Bahnen.

Übrigens: Mit dem Protest gegen den Fluglärm ist Großburgwedel beileibe nicht alleine. Ganz im Gegenteil. Die Nachbargemeinden Isernhagen und Langenhagen haben bereits Resolutionen verabschiedet, in denen sie sich für eine Reduzierung der Flüge zwischen 22 Uhr und 6 Uhr aussprechen. Außerdem haben sich dort auch Bürgerinitiativen gegründet, die sich dieses Themas annehmen.

Experte soll in Ausschuss kommen

Die Burgwedeler Kommunalpolitiker werden dies in den kommenden Monaten sicher auch noch öfter tun. Einstimmig hat der Rat zugestimmt, die von der SPD-WEB-Die Partei-Gruppe eingebrachte Resolution zu debattieren. Erstmals soll dies in einer der kommenden Sitzungen des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses geschehen. Dann wird es auch einen Fachvortrag durch einen Vertreter aus dem Niedersächsichen Verkehrsministerium geben. Den hat die CDU-FDP-Gruppe gefordert. Ein Termin dafür steht allerdings noch nicht fest.

Von Thomas Oberdorfer

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