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Burgwedel In der Wulbeck sollen Fische schwimmen
Aus der Region Region Hannover Burgwedel In der Wulbeck sollen Fische schwimmen
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13:00 14.09.2018
Steine, Kies und Holz schütten die Bagger in das Flussbett der Wulbeck. Dadurch soll sich das Wasser länger im Fluss halten. Quelle: Gabriele Gerner
Fuhrberg

Spaziergänger im Fuhrberger Wald treffen derzeit auf Bagger und Radlader bei der Arbeit. Im Bereich des Trinkwasser-Erlebnispfades an der Station Wulbeck fahren sie Steine, Kies und Baumstümpfe an und füllen damit das zur zeit trockene Flussbett der Wulbeck auf. Hinter diesen Arbeiten verbirgt sich eine Renaturierung-Maßnahme der Wulbeck über eine Strecke von 3,2 Kilometern Länge. Ziel ist es, dass der Fluss künftig in jedem Sommer Wasser führt und sich Fische, Krebse und wirbellose Kleinlebewesen darin wohlfühlen.

160.000 Euro kostet die Maßnahme, die zu einer größeren Artenvielfalt führen soll. Die EU fördert das Projekt zu 90 Prozent, die restlichen 10 Prozent trägt Enercity als Betreiber des Wasserwerks Fuhrberg. Die Idee zu der Renaturierung kam vom Unterhaltungsverband Wietze. Dieser kümmert sich darum, dass die Wietze und ihre Nebengewässer in der Lage sind, anfallendes Regenwasser aus Wohngebieten und von Feldern gut abzuleiten. Doch auch der Austrocknung von Flüssen will der Verband entgegen wirken.

Die Wulbeck – ein Nebenarm der Wietze

Die Wulbeck ist ein Nebenarm der Wietze im Einzugsgebiet der Aller. Sie entspringt im Oldhorster Moor, fließt am Waldbad Ramlingen vorbei am Lahberg entlang, quert die L 310 bei Fuhrberg und fließt dann über in den Landkreis Celle. Südlich von Wieckenberg mündet sie in die Wietze.

„Regelmäßig im Sommer fällt die Wulbeck abschnittsweise von Ramlingen bis Wieckenberg trocken“, beschreibt Verbandsvorsteher Helmut Döpke die Situation und betont: „Das ist nicht nur in diesem besonders heißen Sommer der Fall.“

„Um das Wasser auch in Trockenperioden zu halten, wird nun die Sohle des Flussbettes abschnittweise verengt“, erklärt Forstingenieur Olaf Zander von Enercity. So bleibt künftig auch bei Niedrigwasser immer noch Wasser im Fluss. Zusätzlich wird das Flussbett mit 3000 Tonnen Kies und Steinen, 160 Wurzelstubben und Baumkronen sowie 280 Meter Baumstämmen ausgelegt. Diese bremsen künftig als Strömungslenker den Wasserfluss und bieten Fischen und Kleinlebewesen einen natürlichen Lebensraum. Zander hofft, so bald wieder Flusskrebse und die an Flüssen vorkommenden Prachtlibellen sehen zu können. Er ist sicher: „Hier können Kinder bald wieder keschern!“

Interessen werden verbunden

Gerald Roloff, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes Wietze, betont: „Damit bei Hochwasser die gleiche Menge Wasser abfließen kann und es durch die Umgestaltung nicht zur Überschwemmung von Ackerflächen kommt, werden die vorhandenen Unterhaltungsstreifen in Teilabschnitten tiefer gelegt.“ Damit ist für ihn die Renaturierungsmaßnahme ein Paradebeispiel für die Verbindung der Interessen des Naturschutzes, der Wasserwirtschaft und der Anlieger. Die Wulbeck selbst wird nicht verlegt, schlängelt sich fortan aber wieder im alten Bett. Die Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Ende Oktober.

Von Gabriele Gerner

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