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Burgwedel TSV Wettmar: Vereinschef malt Zukunftsbilder
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00:29 29.03.2018
Dirk Harz (rechts) überreicht Herbert Bock einen Präsentkorb für seine 70-jährige Vereinstreue. Quelle: Jarolim-Vormeier
Wettmar

Alt bleibt neu: Die Delegierten des TSV Wettmar haben am Sonnabend den Vorstand des Sportvereins einstimmig wiedergewählt – en bloc. Vereinschef Peter Huß führt auch die nächsten zwei Jahre den zweitgrößten Burgwedeler Sportverein und bleibt ebenfalls Schriftführer. An seiner Seite fungiert während der neuen Legislaturperiode Bernd Freidenreich als Vize-Chef und Ansprechpartner für Mitglieder. Den Posten eines weiteren Stellvertreters, verbunden mit der Funktion eines Sozialwirts, nimmt in den nächsten 24 Monaten erneut Dirk Harz wahr.

Allerdings verkündete der neue und alte Vereinschef bei der Delegiertenversammlung im Dorfgemeinschaftshaus, dass er lediglich noch zwei Jahre zur Verfügung stünde. „Dann mache ich aus privaten Gründen Schluss“, sagte Huß. Weil er zwei Vorstandsposten übernommen habe, müssten dann gleich zwei Ämter auf einmal besetzt werden. Bei der Suche nach einem Nachfolger oder Nachfolgerin könnten zwei Jahre ganz schön kurz werden, mahnte der Vorsitzende, zeitig mit Gesprächen zu beginnen.

Sorgen bereiten dem Sportverein seinen Angaben zufolge die Zuschüsse der Burgwedeler Sportstiftung. Die Stadt hatte seinerzeit zwei Millionen Euro in die Stiftung investiert, um mit deren Zinserträgen die Sportvereine zu fördern. „Wegen der niedrigen Zinserträge sinkt der Zuschuss ständig“, sagte Huß. Seien in der Vergangenheit zwischen 9000 und 10.000 Euro geflossen, so erhalte der TSV heute 2800 Euro. „Daran haben wir richtig zu knapsen“, berichtete der TSV-Chef. Deshalb würden immer mehr Stimmen im Verein laut, dass die Stadt Burgwedel dieses Defizit ausgleichen sollte.

Derzeit zählt der TSV Wettmar derzeit 883 Mitglieder, das sind 13 mehr als im vergangenen Jahr. Dennoch setzt sich der TSV das Ziel, die Zahl in den kommenden Jahren weiter zu steigern – um damit Burgwedels zweitgrößter Sportverein zu bleiben.

Außerdem plant der Verein, zwei neue Abteilungen zu gründen. So bestehe der Wunsch schon länger, eine Boule-Sparte einzurichten. Und auch die vor Jahren eingestellte Tanzabteilung soll wieder revitalisiert werden.  Mehr und mehr Mitglieder hätten signalisiert, mitmachen zu wollen, sagte Huß und fügte hinzu, dass dem Verein noch die richtige Trainingstätte fehle. „Auch das Dorfgemeinschaftshaus hat kein Parkettfußboden“, bedauerte Huß.

Mit Blick auf den Burgwedeler Sportentwicklungsplan sprach der Vereinschef auch seine Visionen an, die sich vor allem an dem Wunsch vieler Menschen nach mehr Freizeitsport orientierten. „Wir haben Platz, und eine Boule-Bahn oder vielleicht ein Beachvolleyball-Feld könnten wir für die Allgemeinheit errichten“, sagte Huß. Der TSV mache sich weiterhin stark für eine neue Flutlichtanlage. Das Geld habe der Verein noch nicht zusammen, aber nun seien die Tage ja bis zum Herbst erst einmal länger hell.

Während der Versammlung nahm der TSV Wettmar ein ganz besondere Ehrung vor. Herbert Bock erhielt für seine 70-jährige Treue zum Verein eine Urkunde, und Vizechef Dirk Harz überreichte dem ehemaligen Fußballer einen Geschenkekorb.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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