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Burgwedel Viele ignorieren das Durchfahrtsverbot
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Viele ignorieren das Durchfahrtsverbot
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16:38 20.06.2018
Auf der nur für Anlieger freien Bäckerstraße herrscht reger Durchgangsverkehr. Die Beschilderung ist an der Einfahrt zumindest missverständlich. Quelle: Martin Lauber
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Engensen

Die Region Hannover lässt zahlreiche Ortsdurchfahrten erneuern – in Burgwedel wird auf Engensen Wettmar, auf Wettmar werden Kleinburgwedel und Thönse folgen. Den Verkehr an den Langzeit-Baustellen vorbeizuleiten, ist offenbar eine so komplexe Herausforderung für Verkehrsbehörde und Polizei, dass Regelverstöße nicht allzu streng geahndet werden.

Engensen am Mittwoch: „Wenn du einen Tag lang von jedem Falschfahrer fünf Euro nimmst, bist du abends saniert“, sagt lakonisch einer der Arbeiter auf der Baustelle Thönser Straße. Er steht sicher hinter einer gelben Absperrung und zuckt die Achseln angesichts der vielen Autos, die in die Bäckerstraße hineinfahren oder aus ihr herauskommen, als ob dies nicht ausdrücklich verboten wäre. Von der Ostseite aus untersagt das markante Verkehrsschild 250 die Durchfahrt ohne jede Einschränkung. Und dass die Bäckerstraße auch von der Thönser Seite aus nur denen offen steht, die ein Anliegen im Bauernladen haben, das versuchen gleich vier rot umrandete Schilder zur Geltung zu bringen.

Kontrolliert wird der gut frequentierte Baustellen-Bypass zwischen Thönser und Schillerslager Straße allenfalls sporadisch im Rahmen von Streifenfahrten. „Wir fragen nicht jeden, wohin und woher?“, räumt Frank Bührmann ein, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Polizeikommisariat Großburgwedel. Mehr als ein verkehrserzieherisches Gespräch droht für das Ignorieren der Schilder offenbar nicht. Denn überzeugende Ausreden sind programmiert angesichts der – trotz drei (!) Vor-Warnhinweisen ab Thönse - nicht so eindeutigen Beschilderung. Just an der Einfahrt zur Bäckerstraße steht das Verbotsschild links statt rechts der Fahrbahn (wo es eigentlich hingehörte) – „damit der Linienverkehr die Straße noch passieren kann“, wie die Verkehrsbehörde mitteilte. Das ist so eines der „unabdingbaren Konstrukte“, von denen Bührmann sich wünschte, dass die Verkehrsteilnehmer sich trotzdem daran hielten.

Das tun viele aber nicht. Dass Ortskundige statt der regulären Umleitung über Wettmar die gesperrte Bäckerstraße oder die Straße Hinter den Höfen als „nicht vorgesehene“ Umleitung nutzen, das weiß auch die Verkehrsbehörde in Hannover. Aber selbst das sind nur Kavaliersdelikte verglichen damit, dass einige Autofahrer sogar durch die Baustelle selbst fahren, wenn die Absperrung offen steht. Die Bauarbeiter amüsiert das nicht. Harald Rietz vom Bauamt rieb sich kürzlich die Augen, als sogar ein Fahrschulfahrzeug die Baustelle passierte.

Ab Montag geht es über die B 3

Schon ab kommenden Montag wartet die nächste Herausforderung. Denn dann wird auf der Engenser Ortsdurchfahrt ein Bauabschnitt in Angriff genommen, der schon einmal monatelang betroffen war, als der Gehweg erneuert wurde: Das Teilstück zwischen Hastrastraße und Ortsausgang Richtung Ramlingen soll vom 25. Juni bis voraussichtlich 8. August voll gesperrt werden. In diesem Abschnitt werde nicht nur die Deckschicht erneuert, die Straße müsse zuvor „tief ausgekoffert“ werden, hieß es bei der Region. Als Umleitungsstrecke Richtung Ehlershausen bleibt dann nur die Bundesstraße 3 über Ramlingen, für die sich keinerlei Ausweich-Schleichweg anbietet.

Von Martin Lauber

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