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Burgwedel Musterhäuser: Positionen liegen weit auseinander
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Musterhäuser: Positionen liegen weit auseinander
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17:52 25.04.2018
Auch nach dem Rudnen Tisch ist nicht klar, wo der Weg hinführt für die Anwohner der Schulze-Delitzsch-Straße. Quelle: Martin Lauber
Großburgwedel

Die Atmosphäre war angenehm, die Positionen sind klarer geworden: Doch klar ist nach dem Runden Tisch zwischen der Stadtverwaltung und den Bewohnern ehemaliger Musterhäuser, die verbotenerweise im Gewerbegebiet wohnen, auch, dass diese Positionen weit auseinander liegen. Einziger Hoffnungsschimmer scheint jetzt ein neuer Vorschlag der Stadtverwaltung zu sein.

Als das Mindeste hatten betroffene Anwohner der Schulze-Delitzsch- und der Raiffeisenstraße im Gewerbegebiet II zuletzt in der HAZ ein Gespräch am Runden Tisch gefordert. Und das haben sie jetzt auch bekommen.

Dabei sei allerdings laut Bauamtsleiter Oliver Götze (noch) nicht über konkrete Lösungen gesprochen worden. Nach dem ersten Austausch gehe es aus seiner Sicht nun darum, im Dialog zu bleiben. „Wir wollten unsere Unterstützung anbieten und neue Wege aufzeigen“, macht Götze auf Nachfrage klar. Welcher Weg das aus Stadtsicht sein könnte, das wurde beim Gespräch grob skizziert. Der neue Wirtschaftsförderer, den die Stadt zum 1. Juli einstellen wird, könnte in die Vermarktungsoffensive gehen und die Flächen ansiedlungswilligen Unternehmen anbieten. Finden sich eine oder mehrere Firmen, könnten diese den Eigentümern ihre Häuser abkaufen und auf den zusammengelegten Flächen dann ihre Betriebe ansiedeln. Um das für die Unternehmen wirtschaftlich darzustellen, wäre die Stadt möglicherweise bereit, eine verdichtete Bebaubarkeit zuzulassen und für schnelles Breitband-Internet zu sorgen.

Die von den betroffenen Bewohnern geforderte Umwandlung des Gewerbe- in ein Mischgebiet (in dem Wohnen zulässig ist), habe der Rat ja bereits abgelehnt, erinnert Götze. Das Lärmschutz-Thema - das die Anwohner durch ein Gegengutachten teilweise entkräftet hatten – sei dafür nicht maßgeblich gewesen. Bei einer Umwandlung müsse man mit Regressansprüchen von Gewerbetreibenden rechnen, die dann in ihrer Entwicklung eingeschränkt seien. 

Für Anwohner Tim Rittmeier ist der Lösungsansatz der Verwaltung der falsche – „damit wäre uns nicht geholfen“. Zielrichtung der meisten Betroffenen sei es, dass sie in ihren Häusern wohnen bleiben dürfen. „Davon haben wir uns noch nicht verabschiedet. Schließlich haben wir unsere Häuser damals in gutem Glauben gekauft. Und für Burgwedel wäre es schade um den Wohnraum.“ Er hofft, dass sich doch noch eine Lösung findet, und verweist dabei auf nachträgliche planerische Änderungen in der Nachbargemeinde Isernhagen: „Wo ein Wille ist, muss auch ein Weg sein.“

Ob das Thema noch einmal im Bauausschuss am 29. Mai beraten wird, bleibt abzuwarten. Dafür hatte die Politik neue Aspekte gegenüber der ersten Beratung samt Ratsbeschluss gefordert. Findet sich kein neuer Ansatz, könnte alternativ der Rat am 18. Juni das Thema beerdigen. „Aber was sollen wir jetzt noch Neues liefern?“, fragt Tim Rittmeier und kennt momentan selbst nicht die Antwort. Für Ratspolitiker Rudolf Gutte (Die Unabhängigen), der die Neubefassung mit den ehemaligen Musterhäusern beantragt hatte, gibt es unter anderem mit dem Gegengutachten zur Lärmbelästigung genug Neues. „Das Thema muss eindeutig wieder in den Bauausschuss.“

Den Dialog mit den Betroffenen will dieVerwaltung so oder so nicht einstellen: Man habe zugesagt, sich weiter um die Revitalisierung der Grundstücke zu kümmern, so Götze.

Von Frank Walter

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