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Burgwedel Übung: Feuerwehrnachwuchs rettet zwei Unfallopfer
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Übung: Feuerwehrnachwuchs rettet zwei Unfallopfer
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00:20 24.04.2018
19 angehende Feurewehrmänner und -frauen absolvieren am Sonnabend eine aufwendige Einsatzübung im Gewerbegebiet Kleinburgwedel. Quelle: Carina Bahl
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Kleinburgwedel

 Die junge Frau im roten Kleinwagen schreit und schreit: Sie ist hinter dem Steuer eingeklemmt, überall liegen Glasscherben, Schmerzen am Rücken machen ihr zu schaffen und nicht zuletzt ist ihr der Schock anzumerken. Bevor die 19 Feuerwehr-Azubis am Sonnabendmorgen daher überhaupt an schweres Gerät oder das Öffnen des Unfallwagens denken können, heißt es, das junge Opfer zu beruhigen. Das tun sie – und haben damit den ersten Pluspunkt bei ihren Ausbildern gesammelt.

80 Stunden Ausbildung bis zum Truppmann Zwei

Denn: Das Blaulicht, die verletzten Personen, die aufwendig auf die Seite gelegten und schwer beschädigten Autos im Gewerbegebiet Kleinburgwedel gehören nur zu einer Einsatzübung. Bei einem illegalen Autorennen ist es zu einem Unfall gekommen – so das Szenario. 19 Feuerwehrleute, die in wenigen Monaten ihre Grundausbildung, den sogenannten Truppmann Zwei schaffen wollen, sollen in der Praxis zeigen, was sie gelernt haben. 80 Stunden Ausbildung müssen sie in den zwei Jahren nach ihrer erfolgreichen Truppmann Eins- Ausbildung vorweisen. Die Hälfte der Übungszeit absolvieren sie in ihren Ortsfeuerwehren, „den Rest machen wir auf Ebene der Stadtfeuerwehr“, sagt Stadtfeuerwehrsprecher Nils Wöhler. Gerade, wenn es um die technische Hilfeleistung und das“große Besteck“ gehe, könne nicht jede kleine Ortsfeuerwehr die Ausbildung leisten – es fehle teils schon an der Ausrüstung.

Aber die jungen Nachwuchskräfte zeigen, dass sie viel gelernt haben in den vergangenen Monaten: Ruhig, besonnen, technisch gekonnt nehmen sie das Dach des Kleinwagens ab, während einer der Einsatzkräfte im Wageninneren das Opfer beruhigt. Nur wenn es in der Hektik doch zu entscheidenden Fehlern kommt, greifen die Ausbilder ein. „Halt, sofort Stopp“, ruft Wöhler plötzlich. Es wurde vergessen, ein Mundschutz anzulegen – ohne ihn die Frontscheibe des Fahrzeuges aufzusägen, wäre nicht nur für das Opfer, sondern auch für die Retter gefährlich.

Kommunikation ist das A und O

Nach gut einer Stunde sind beide Unfallopfer aus ihren Wracks befreit. Der Schweiß steht den Feuerwehr-Azubis auf der Stirn. „Es war gut und anstrengend“, sagt die 18-jährige Franziska Saal. Als Großburgwedelerin hat sie den Vorteil, schon öfter mit dem hydraulischen Gerät auf den Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen ihrer Ortsfeuerwehr geübt zu haben. Dennoch ist diese Gruppenübung für sie eine besondere Herausforderung gewesen: „Man musste viel mit den andern kommunizieren. Jeder hat andere Erfahrungswerte, würde vielleicht anders vorgehen“, sagt die Feuerwehrfrau. 

Genau diese Erfahrung wollte auch Wöhler den Teilnehmern vermitteln. Wenn möglich, seien bei richtigen Einsätzen natürlich die erfahreneren Feuerwehrleute in die Arbeit am Fahrzeug eingebunden. „Aber wenn die Sirene geht, kannst du dir nicht aussuchen, wer hinten ins Feuerwehrfahrzeug einsteigt. Dann muss jeder zumindest im Grundsatz wissen, wie es geht und was zu tun ist.“ Seit Sonnabend dürften es bei einem Verkehrsunfall in Burgwedel 19 Feuerwehrleute mehr sein, die wissen, wie es geht.

Von Carina Bahl

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