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Burgwedel Experten geben Tipps zum Heizen mit Holz
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Experten geben Tipps zum Heizen mit Holz
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00:17 31.10.2018
Johan (8, links) und Max (10) dürfen mit Hackschnitzeln spielen. Quelle: Patricia Chadde
Fuhrberg

Diesen Termin verpasst Henning Simon nicht: Alle zwei Jahre findet in Fuhrberg die –neben der Ligna in Hannover –zweite große Holzmesse in der Region statt. Nicht nur für ihn ein Pflichttermin. So wie Simon haben sich am Wochenende rund 6000 Besucher auf den Weg zum Ausstellungsgelände gleich neben dem Wasserwerk gemacht. Sie haben sich auf der Messe „Heizen mit Holz“ informiert. Veranstalter waren wie in den Vorjahren die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die Stadtwerke Hannover.

„Vor zwanzig Jahren hätte sich keiner nach einem Holzscheit gebückt. Aber die Einstellung hat sich ganz schön geändert“, stellt Henning Simon fest. Doch wer aktuell einen Wald bewirtschaftet, muss auch ein scharfer Rechner sein. „Der Festmeter ist für 40 Euro zu haben. Da bleibt nicht viel Gewinn, wenn man davon noch seinen Lohnunternehmer bezahlen muss“, sagt der Waldbesitzer aus Lichtenmoor. Ein Grund, weshalb Henning Simon seine persönliche Ausstattung am Sonnabend um einen Stammwendehaken erweitert hat. Der macht ihn noch ein bisschen autonomer.

Wozu braucht ein Holzbackofen einen Stecker?

Viele Messebesucher heizen schon länger mit sogenannten Biobrennstoffen, aber mancher plant erst eine Umstellung und will sich genau informieren. Dabei fragen die Besucher durchaus kritisch nach. Lässt sich beispielsweise der Brennholzbackofen gut verrücken? Bei Thomas Scheifele kann man das gleich mal ausprobieren. Und wozu braucht das Gerät einen Stromstecker? „Weil Umluft nur mit Energie aus der Steckdose funktioniert“. Achso.

Kleine Kinder stehen staunend vor dem Zapfwellenhacker, der mächtige Stämme zu Hackschnitzeln zerkleinert, was mit lauten Geräuschen verbunden ist. Wenn er nicht in Betrieb ist, dürfen Kinder in den Schnitzelhaufen rumtoben, was Johan (8) und Max (10) aus Winsen/Aller besonders großen Spaß macht.

Vom Laubpuster bis zur Blockbandsäge

Um so beschaulicher die Ausstrahlung des Baumstamm-Ofens, in dem ein paar Scheite glimmen. Vom Laubpuster bis zur Blockbandsäge zeigt die Messe ein enormes Spektrum. Ein Grund, weshalb sich Ragnar Tiiter am Donnerstag morgen in sein Auto gesetzt hat und rund 1700 Kilometer von Estland bis Fuhrberg zurückgelegt hat. Für ihn geht es vor allem um Kräne und Rückeanhänger. Karl-Heinrich Harneid und Rüdiger Wigrefe kommen dagegen aus Lüchow-Dannenberg, weil sie sich für Holzspalter interessieren. Auch in diesem Segment bietet die Messe „Heizen mit Holz und anderen Biobrennstoffen“ eine beeindruckende Vielfalt.

Da macht es Marcus Ludwig seinen Kunden leicht: Seine Feuerkörbe sind extrem stabil und mit originellen Lasermotiven verziert. „Ein Feuerkorb steht für Lebensart, da geht es um abendliche Wärme, Rauchgeruch und den Blick in magisch lodernde Flammen“, beschreibt Ludwig die Faszination für offenes Feuer. Außerdem muss man nicht besonders viel Ahnung haben – auch das ist möglicherweise ein Grund, weshalb die Körbe weggehen „wie geschnitten Brot“, so Ludwig.

Veranstalter ziehen positive Bilanz

Eine positive Bilanz ziehen auch die Veranstalter nach der 13. Auflage der Holzmesse: „Wir wurden regelrecht überrannt, so viele Besucher hatten wir noch nie“, sagt Carsten Brüggemann von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren zählten die Veranstalter rund 5000 Gäste und damit rund 1000 weniger als in diesem Jahr. Und auch für die Aussteller dürfte es sich gelohnt haben: „Es ist überall was los“, freut sich Brüggemanns Kollege Martin Vaupel, ebenfalls von der Landwirtschaftskammer, über die gut frequentierten Messestände.

Von Patricia Chadde

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