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Burgwedel Beim Frühstückstreffen geht es ums Zusammenleben
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Beim Frühstückstreffen geht es ums Zusammenleben
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00:24 02.05.2018
30 Erwachsene und Kinder besuchen das erste internationale Frühstück, das im Gemeindehaus St. Petri stattfindet.  Quelle: Patricia Chadde
Großburgwedel

Die Sozialwissenschaftlerin Amani Al Mistrihi, in der Burgwedeler Flüchtlingsarbeit aktiv, hat mit einem Treffen am Sonnabend im St.-Petri-Gemeindehaus ein neues Projekt gestartet. Einmal monatlich will sie Menschen, die aus Deutschland stammen, und alle, die erst seit kurzem hier leben, zusammen bringen. „Ich unterstütze Amani gerne dabei“, berichtet Regina Gresbrand, die sich als Gründerin der Initiative Interkulturelles Miteinander lange für Geflüchtete engagierte, was sie inzwischen auf privater Ebene fortsetzt. 

30 Besucher vom Baby bis zu Menschen mit sechs oder sieben Jahrzehnten Lebenserfahrung hatten Interesse und kamen am Sonnabend zur Premiere der Aktion, für die es bisher nur Arbeitstitel wie „Frühstück in St. Petri“ und „Eine-Welt-Frühstück“ gibt. „Da brauchen wir noch was Treffenderes“, findet Amani Al Mistrihi. Auch wenn fünf Ehrenamtliche das Frühstück vorbereiteten, geht es nicht in erster Linie ums Essen, sondern im Kern um die Gestaltung des Zusammenlebens. Trotzdem brachte fast jeder Gast eine Leckerei wie Waldmeister-Trauben-Marmelade, Eier von eigenen Hühnern und Kichererbsensalat mit. So individuell wie die Vorlieben beim Essen sind auch die persönliche Erfahrungen, Gefühle und Visionen.  

„Wie wollen wir miteinander leben?“, formulierte Al Mistrihi die Frage, die als Anregung gedacht war. Sich gegenseitig besser kennen lernen, gemeinsame Erlebnisse zu haben, aber auch die Reflektion der eigenen Geschichte sollen dabei einfließen und zu Verständnis, Respekt und mehr Lebensfreude führen. Denn bei einer Sache ist sich auch Regina Gresbrand sicher: „So schnell wird das nichts mit der Rückkehr nach Syrien“, weshalb sie ganz pragmatisch meint: „Dann machen wir hier und jetzt das Beste aus unserem Leben. Wobei nicht Religion, sondern das demokratische Miteinander wesentlich ist“. Neben ihren Erfahrungen im Ehrenamt kann sich Gresbrand in die Neuankömmlinge einfühlen, weil ihre Eltern selbst Geflüchtete zwischen Eingliederungswillen und Rückkehrsehnsucht waren.

Das Duo Al Mistrihi und Gresbrand hat neben dem persönlichen Austausch auch die Öffentlichkeit im Blick: „Wir wollen die bisherigen Lebenserfahrungen, die Gegenwart und das Lebensideal der Zukunft erfassen und darstellbar umsetzen“, erklärt Amani Al Mistrihi die Idee einer Interviewsammlung und einer Fotoausstellung, die um diese Fragen kreisen werden. 

Damit es nicht bei der guten Absicht des Kennenlernens zwischen Fladenbrot und Brötchen bleibt, lieferte am Sonnabend ein Gewinnspiel eine Idee dafürd, wie unterschiedliche Gruppen zusammenfinden können. Jeder Frühstücksteilnehmer notierte seinen Namen auf einem Zettel und warf ihn, je nach Zugehörigkeit, in die „Hier geboren“- oder die „Hierher gezogen“- Dose. Die beiden Ausgewählten gewannen jeweils zwei Eintrittskarten für den Zoo Hannover – eine für sich selbst und eine für jemanden, den sie frei auswählen können. Einzige Bedingung: Die beiden Gewinner und ihre Begleiter sollen den Zoo am selben Tag besuchen und ein Foto vom dortigen Zusammentreffen mitbringen.

Das nächste Frühstückstreffen ist auch schon geplant - am Sonnabend, 19. Mai, kommt man 9.30 Uhr bis 11 Uhr wieder im St.-Petri-Gemeindehaus am Küstergang zusammen. Willkommen ist jeder.

Von Patricia Chadde

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