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Burgwedel Gute-Laune-Konzert mit Cajun Roosters im Amtshof
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Gute-Laune-Konzert mit Cajun Roosters im Amtshof
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00:30 22.04.2018
Michael Bentele (von links), David Buyle, Antoine Fève, Chris Hall und Hazel Scott bieten tanzbare Musik aus den Sümpfen Louisianas. Quelle: Jürgen Zimmer
Großburgwedel

Sommerliche Temperaturen vor Beginn des vorletzten Konzerts der Reihe „Musikalischer Frühling“ der Stadt Burgwedel – und richtig heiß sollte erst der musikalische Abend werden. Eingeladen war die fünfköpfige Band Cajun Roosters (auf deutsch: Cajun-„Hähne“), um den Sound aus Louisiana nach Burgwedel zu bringen.

Cajun ist eine fröhliche, tanzbare Musik, die nur eines will - gute Laune machen. Sie ist einfach und hat das, was man neudeutsch als „drive” bezeichnet, ist melodisch und dermaßen rhythmisch, dass das Stillsitzen bei den Two Steps, Walzern, Mazurkas, Polkas und Quadrillen schier unmöglich ist.

Nicht so allerdings im vollbesetzten Amtshof: Auch nach zweimaliger Aufforderung des Bassisten Michael Bentele, dem einzigen Deutschen in der Formation, bei den Louisiana-Walzern zu tanzen, erhob sich niemand. Erst bei den letzten Liedern und dem Kommando von Chris Hall, „Stand up und clap your hands“, kam Bewegung in die Besucher, und die Stimmung wurde für Burgwedeler Verhältnis richtiggehend ausgelassen. Als dann noch Besucherin Karen Brandstädter von Hall auf die Bühne geholt wurde und das „Frottoir“ (Ruffleboard) bearbeitete, war die Stimmung endlich auf dem Höhepunkt.

Viel Applaus bekam Hazel Scott für ihren Sologesang. Sie erzählte ein keltisches Märchen, in dem eine - natürlich wunderschöne - Schäferin einem gutaussehenden Holzfäller ihre weiblichen Vorzüge offenbart und ihn aus dem Wald an den heimischen Herd lockt. Diese und andere Geschichten der Cajuns boten die Musiker um den britischen Akkordeon-Guru Hall, der einst mit Sir Paul McCartney und Kate Bush sein Instrument zur Geltung brachte, sympathisch und mitreißend.

Französische Einwanderer, von den Briten im 18. Jahrhundert aus Neuengland vertrieben, hatten ihre Musik mit in die Südstaaten gebracht, wo sie sich mit dem dort beheimateten Delta-Blues der afrikanischen Plantagen-Sklaven und auch mit kreolischen Rhythmen aus der Karibik vermischte. Dieser ethnischen Säuberung, später euphemisch „La Grande Dèrangement“ bezeichnet, gedenken die Cajuns noch heute, unter anderem mit dem Lied „1755“. Sie ließen sich in Cajun-County nieder, daher der Name des Musikstils. Eine Subart nennt sich Zydeco, sie stammt von französisch-sprechenden Schwarzen. Die rockige Version von Cajun wird als Swamp bezeichnet und erinnert schon mit dem Namen an die sumpfige, raue Landschaft Louisianas.

Von Jürgen Zimmer

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