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Burgwedel Endgültiges Aus für die Post sorgt für Empörung
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Endgültiges Aus für die Post sorgt für Empörung
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00:23 03.05.2018
„Wenig kundenfreundlich“: Wilhelm Dangers kritisiert das Aus für die Post an der Von-Alten-Straße. Quelle: Patricia Chadde
Großburgwedel

Das Aus nach 38 Jahren: Am Montag war die Post an der Von-Alten-Straße, die längst als Postbank firmierte, nur noch bis mittags geöffnet. Einige Leistungen wie der Briefmarkenkauf oder Einzahlungen aufs Sparbuch waren vormittags noch möglich gewesen, das Drucken von Kontoauszügen aber schon nicht mehr – das Terminal war bereits abgebaut. Viele Kunden hatten die Information über die Schließung an der Eingangstür gelesen, kamen zum Abschiednehmen noch mal bei den beiden Mitarbeitern vorbei und wünschten ihnen für die Zukunft alles Gute. 

Anderen Kunden war hingegen gar nicht bewusst, dass die Post wohl für immer aus der Fußgängerzone verschwindet. So war Uwe Rittstieg völlig überrascht, als er gegen 11 Uhr am Schalter erfuhr, dass er zu den letzten Kunden zählte. „Für mich persönlich ist das keine große Einschränkung, ich komme hier nicht so häufig  vorbei. Aber für die zahlreichen Senioren und gehbehinderten Menschen wird das bestimmt tragisch“, mutmaßte der Isernhagener. 

Für die angrenzenden Geschäftleute war die Post immer auch ein bisschen Frequenzbringer. Simone Heiden von der Parfümerie Aurel glaubt, dass die Veränderung zwar zu spüren sein wird, meint aber auch: „Wir sind jetzt seit 17 Jahren an diesem Standort, und es ändert sich ständig irgend etwas. Wir werden uns daher genauso auf die Schließung der Post einstellen wie alle anderen auch.“ Das werden nach Heidens Einschätzung wohl auch manche Wedemärker tun müssen – etliche Menschen aus der Nachbarkommune seien regelmäßig auch wegen der Post nach Großburgwedel gekommen. „Bei uns kann man ja sehr gut parken.“

Kunden, die das fußläufige Angebot regelmäßig nutzten, waren am Montag besonders empört. „Schade“, war da noch der sanfteste Begriff. Für die Verantwortlichen für das Postbank-Aus hatte macher auch Begriffe wie „Armleuchter“ oder „Lumpen“ übrig. Auch Ursula Dittmann nahm kein Blatt vor den Mund - die Schließung sei „einfach sch ...“.  

Viele Burgwedeler sorgten auf dem letzten Drücker vor und deckten sich noch schnell mit Briefmarken ein – der Automat war bereits am Freitag abmontiert worden. Helga Lietz hatte den Abbau des Geldautomaten an der Außenfront sogar im Foto festgehalten und das Bild mit der Bemerkung „das Ende einer Ära“ ihrem Sohn geschickt, der in Burgwedel aufgewachsen war.

Für den Post-Filialleiter, der am Montag um 12.31 Uhr den Schlüssel das letzte Mal im Schloss umdrehte, war es bereits die achte Filiale seiner Laufbahn, die er endgültig schließen musste. Während er den Vorhang zugezog, kam eine junge Frau angerannt, die dringend Kontoauszüge benötigte. Sie musste kehrtmachen und den Weg bis zur Postbank-Filiale an der Konrad-Adenauer-Straße 10 in Langenhagen auf sich nehmen. Bargeld können alle Postbank-Kunden allerdings auch in Großburgwedel bei der Commerzbank an der Von-Alten-Straße 9 gebührenfrei abheben. 

Am Mittwoch, 2. Mai, öffnet um 9 Uhr an der Burgdorfer Straße 2 in Großburgwedel eine sogenannte Partnerfiliale der Deutschen Post. Sie bietet neben Postdienstleistungen immerhin Basis-Postbankdienstleistungen wie Ein- und Auszahlungen an.

Von Patricia Chadde

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