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Burgwedel Klimabotschafter berichtet aus der Heimat
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Klimabotschafter berichtet aus der Heimat
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00:27 14.06.2018
Das Klima im Fokus: Botschafter Joseph Kenson Sakala (links) und Eckhard Steinmüller von der Umweltbildungsorganisation Janun berichten den Gymnasiasten über klimatische Veränderungen in Malawi und Europa. Quelle: Jarolim-Vormeier
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Großburgwedel

Die Industrieländer sind hauptverantwortlich für den Klimawandel, Leidtragende sind jedoch vor allem Menschen in Entwicklungsländern. Klimabotschafter Joseph Kenson Sakala aus Malawi erläuterte am Montag 120 Gymnasiasten in Großburgwedel, welche konkreten Auswirkungen der Klimawandel für sein Land hat. Als Gegenpart zu dem Mann aus Südostafrika war für Montag auch der Grönländer Peter Frederik Olsen als zweiter Klimabotschafter eingeladen, er musste aber absagen. Dafür sprang Eckhard Steinmüller von der Jugend- und Umweltbildungsorganisation Janun aus Hannover ein, in deren Auftrag das Duo gemeinsam mehrere Schulen in der Region Hannover besucht.

Zunächst berichtete der Umweltwissenschaftler Sakala über das Leben und die traditionelle Kultur in seinem Heimatland. Neben eindrucksvollen Naturbildern seiner Heimatregion hatte er auch zahlreiche Statistiken und Fotos über klimatische Veränderungen mitgebracht, die sich dort in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker auf das alltägliche Leben von Mensch, Tier und Pflanzenwelt auswirkten.

Mehr Dürren, obwohl es mehr regnet

In Grönland weiche das Inlandeis immer weiter und schneller zurück, berichtete Steinmüller für den abwesenden Grönländer: Eisbären müssten für ihr Futter immer längere Strecken zurücklegen, und die Vegetation verändere sich – auch durch eine steigende Zahl von Flächenbränden im eigentlich so kühlen Norden. In Malawi wiederum habe sich die Regenzeit in den vergangenen 50 Jahren von sieben auf nur vier Monate verkürzt, ergänzte Sakala. Es gebe viele Dürren, aber auch extreme Überschwemmungen, weil der trockene Boden bei Regen so schnell nicht so viel Wasser aufnehmen könne. Dabei hätten die Niederschläge zugenommen: „Die jährliche Regenmenge beträgt inzwischen mehr als das Doppelte der in Deutschland gemessenen“, ergänzte der Gast aus Afrika. Dennoch: „Gab es früher mal alle zehn bis 20 Jahre eine Dürre, so jetzt fast alle zwei Jahre“, verglich Sakala.

Schuld sind die Industrienationen

Nach den Erfahrungsberichten aus Malawi und Grönland erläuterte Steinmüller den Schülern weiter, welchen Einfluss das eigene Verhalten im Alltag auf den weltweiten Klimawandel hat. Das Mobilitätsverhalten, die Ernährung und der Energieverbrauch bestimmten die Menge an umweltschädlichem CO2, das zum Aufheizen der Atmosphäre beitrage. „Rund 70 bis 80 Prozent der umweltschädlichen Klimagase werden in den Industrienationen erzeugt – aber leiden müssen dadurch vornehmlich die Drittweltländer“, sagte Steinmüller.

„Der Besuch bei uns passt angesichts der Unterrichtsplanung wie die Faust aufs Auge“, freute sich Lehrerin Johanna Lameyer über die glückliche zeitliche Fügung der Veranstaltung. „Und Schüler lassen sich eher von Schilderungen aus erster Hand beeindrucken, als wenn ihnen der Lehrer etwas nur nach Lehrplan erzählt.“

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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