Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Burgwedel Mehr Unfälle, weniger Verletzte
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Mehr Unfälle, weniger Verletzte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:50 22.04.2018
Einer der folgenreichsten Unfälle 2017 ereignete sich Mitte Mai am Schulzentrum Großburgwedel, als ein Busfahrer krankheitsbedingt die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Quelle: Lauber (Archiv)
Burwgedel/Isernhagen

Mehr Unfälle in Burgwedel und Isernhagen, dafür aber weniger schwere Folgen: Das ist Hauptaussage der Verkehrsunfallstatistik des Polizeikommissariats Großburgwedel. In der Konsequenz setzt die Polizei ihre intensive Verkehrsüberwachung fort – mit besonderem Augenmerk auf die Stellen, wo es besonders häufig kracht.

Die Gesamtzahl der gemeldeten Verkehrsunfälle hat im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 Prozent auf 1204 zugenommen. Davon konnte die Polizei 682 (plus 67) im sogenannten vereinfachten Verfahren vor Ort abschließen, weil die Sachverhalte rechtlich eindeutig waren – beispielsweise Auffahrunfälle, Parkrempler und Wildunfälle. Frank Bührmann, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, vermutet als Grund für die Zunahme die stetig wachsende Verkehrsdichte, aber auch den vermehrten Einsatz von Leasing- und Firmenfahrzeugen. Für diese gäben die Unternehmen in der Regel vor, nach Unfällen die Polizei zu rufen.

Nahe Fuhrberg stirbt ein Fußgänger

Trotz der höheren Gesamtzahl an Verkehrsunfällen blieben die Folgen 2017 statistisch weniger schwer als im Vorjahr. So nahm die Zahl der Unfälle mit Personenschaden von 153 auf 136 ab. Der einzige tödliche Unfall ereignete sich Mitte September auf der L310 zwischen Fuhrberg und der A7, als ein 28-Jähriger mit weiteren Personen die Straße überquerte, ohne auf den Verkehr zu achten. Dabei wurde er von einem Auto frontal erfasst. Die Zahl der Schwerverletzten sank von 21 im Jahr 2016 auf 13. Bührmann macht dafür neben immer sichereren Fahrzeugen auch bauliche Maßnahmen an ehemaligen Unfallschwerpunkten verantwortlich –beispielsweise den Umbau der Oldhorster Kreuzung zu einem Kreisel.

Deutlich mehr Ältere unter den Verletzten

Ein differenziertes Bild ergibt sich, wenn man sich das Alter der 2017 bei Verkehrsunfällen verletzten Personen anschaut. So gab es bei den unter 14-Jährigen einen Rückgang von 23 auf 12, während Ältere ab 65 Jahren 38-mal zu den Verletzten zählten – plus 10 gegenüber dem Vorjahr. In beiden Altersgruppen setzt die Polizei Großburgwedel auf Präventionsprojekte wie den Fußgängerführerschein für Kitakinder, Fahrradprüfungen für Grundschüler oder „Fit im Auto“ für Senioren, das gerade wieder in Isernhagen angeboten wird. Allgemein werde das Verkehrsgeschehen unübersichtlicher, so Bührmann – was offenbar gerade Älteren zu schaffen mache.

Baulich nachgebessert

An einigen Stellen, wo sich in den vergangenen Jahren immer wieder Verkehrsunfälle ereignet hatten, ist auf Initiative der Verkehrsunfallkommission baulich nachgebessert worden. In der Kommission arbeiten Polizei, Straßenbaulastträger und Verkehrsbehörden zusammen. So wurden im Bereich der Autobahnauffahrt nahe Rossmann in Großburgwedel zusätzliche Schilder aufgestellt. An der Burgdorfer Straße/Einmündung Hannoversche Straße sowie an der Kreuzung vor Ikea wurden 3D-Haltelinien markiert, und an der Würmsee-Kreuzung wird im Sommer ein stationärer Blitzer installiert. Schwieriger zu entschärfen ist die Situation rund um Fuhrberg, wo sich die Unfallstellen auf verschiedene Bereiche der Landesstraße verteilen. Am Abzweig nach Langenhagen in Isernhagen N.B., wo sich auch 2017 mehrere Unfälle ereignet hatten, ist bereits seit längerem ein Verkehrskreisel geplant.

Die Zahl der bekannt gewordenen Verkehrsunfallfluchten stiegt 2017 gegenüber dem Vorjahr um exakt 10 Prozent auf 319 Taten. „Das ist mitnichten ein Kavaliersdelikt“, sagt Bührmann. Die Aufklärungsquote liegt relativ konstant bei 43 Prozent. „Wir sind auf Zeugenhinweise angewiesen“ – am besten sofort und möglichst sogar mit Handyfoto.

Von Frank Walter

Der vorliegende Tarifabschluss im öffentlichen Dienst kostet die Stadt Burgwedel insgesamt etwas mehr als eine Million Euro zusätzlich. 

22.04.2018

Die Gruppe Cajun Roosters um Akkordeonlegende Chris Hall hat vor vollen Stuhlreihen im Großburgwedeler Amtshof Gute-Laune Musik ais Louisiana geboten.

22.04.2018

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: Eine zweite Auflage der Burgwedeler Ausbildungsmesse wird es Anfang Februar 2019 geben. Die Organisatoren sprechen nun mit Schulen und Firmen.

21.04.2018