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Burgwedel SPD-Diskussion: Wie lässt sich die Innenstadt beleben?
Aus der Region Region Hannover Burgwedel SPD-Diskussion: Wie lässt sich die Innenstadt beleben?
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15:04 17.03.2019
Bürgermeister Axel Düker (Mitte) diskutiert mit SPD-Mitgliedern und Gewerbetreibenden. Quelle: Gabriele Gerner
Großburgwedel

Fakt ist: Viele Kunden kaufen heutzutage im Internet ein. Das macht es den kleineren Geschäften in den Innenstädten zunehmend schwerer. Geben Läden auf, verlieren die Städte an Attraktivität – und nicht zuletzt auch Gewerbesteuern. Wie diese Entwicklung in Großburgwedel verhindert werden kann, das war das Thema der SPD-Diskussionsrunde „Lebendige Innenstadt Großburgwedel – was tun?“ am Sonnabendnachmittag.

Eingeladen hatte die SPD im Rahmen der Reihe „Burgwedel im Gespräch“. Bürgermeister Axel Düker und Stefan Müller, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Großburgwedeler Kaufleute (IGK), führten ihre Ideen dazu aus, wie Geschäftsinhaber der Konkurrenz aus dem Internet Paroli bieten könnten und was die Verwaltung zu einer lebendigen Innenstadt beitragen wolle.

Online-Handel macht den Geschäften zu schaffen

„Die Online-Entwicklung machen wir nicht mehr rückgängig“, stellte IGK-Chef Stefan Müller fest. Damit Innenstädte lebendig bleiben, müsse das Zusammenspiel zwischen Geschäftsinhabern, Kunden und Stadt funktionieren. Im Vergleich zu Städten ähnlicher Größe wie Sarstedt oder Springe stehe Großburgwedels Innenstadt gar nicht schlecht da, meinten einige Gäste. Auch wenn Discounter-Läden in Großburgwedel nicht von allen gern gesehen seien, war die einhellige Meinung der Diskussionsteilnehmer: besser ein Billiggeschäft als ein Leerstand.

Günstigere Ladenmieten gefordert

„Früher hieß es immer: Hier wohne ich, hier kaufe ich“, sagte eine Frau und monierte das Kaufverhalten der jungen Generation. „Dass ein Auszubildender nach Schnäppchen im Internet sucht anstatt in teureren Geschäften vor Ort zu kaufen, kann ich aber auch verstehen“, konterte ein älterer Gast. Mit dem Internet leben, aber den Kunden einen zusätzlichen Mehrwert beim Kauf vor Ort bieten – das ist das Erfolgsmodell von Sebastian Georgi, Inhaber der Hirsch- und der Burg-Apotheke. „Aber Geschäftsinhaber brauchen auch günstigere Mieten und Mietverträge mit weniger als fünf oder zehn Jahren Laufzeit“, forderte eine andere Unternehmerin.

Auch das Thema sozialer, bezahlbarer Wohnraum, zudem die HAZ am Montag, 25. März, ein öffentliches Forum mit Podiumsdiskussion im Amtshof anbietet, kochte in der Diskussion auf. Mehrfamilienhäuser würden fehlen, hieß es. Die Rechnung sei einfach: mehr Bewohner, mehr Kunden. Die Maßnahmen der Stadt, das Zentrum attraktiv zu halten – ob der Verzicht auf Parkgebühren, das Anbieten von öffentlichem Wlan oder die Bepflanzung der Von-Alten-Straße – würdigten alle Gäste. „Wir können nur den Rahmen schaffen“, sagte Bürgermeister Axel Düker. Die Verwaltung prüft zudem gerade, ob die Innenstadt als Sanierungsgebiet zusätzlich aufgewertet werden könnte. Stefan Müller betonte zum Abschluss: „Das Zentrum ist schließlich die Visitenkarte einer Stadt.“

Von Gabriele Gerner

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